Der Sentier des Tuiliers verbindet einen etwa 45-minütigen Rundweg mit Informationstafeln zur Geschichte der Ziegelherstellung. In Mariac ergänzen Mountainbike-Rundkurse, der Weiler Girond, eine Kunstgalerie und der Kletterfelsen Le Pont de Fromentières die Auswahl. So können Sie zwischen Wandern, Radfahren, Kunst und Klettern wählen – mit unterschiedlichen Streckenlängen, Themen und Besuchsbedingungen.
Zu Fuß zwischen Girond und Ziegelgeschichte
Der Sentier des Tuiliers führt von Girond zu einem ehemaligen Lehmabbaugebiet, das der Herstellung römischer Ziegel diente. Der Hin- und Rückweg ist 3 Kilometer lang und dauert etwa 45 Minuten. Informationstafeln erläutern unterwegs die Geschichte der Ziegelherstellung. Damit verbindet der Weg eine überschaubare Streckenangabe mit einem konkreten historischen Thema.
Für den größeren Zusammenhang lohnt der Blick auf die Vallée des Tuiliers zwischen Cornuscle und Pont de Fromentières. Ausgehend vom Lehmvorkommen von Cornuscle entwickelten sich dort zahlreiche Ziegeleien. Der Wanderweg führt zu einem früheren Abbaugebiet; die Geschichte des Tals handelt zugleich von der Nutzung des Lehmvorkommens für die Ziegelproduktion.
Girond ist sowohl Ausgangspunkt des Sentier des Tuiliers als auch ein eigener Ort zum Entdecken. Der Weiler besitzt Häuser aus Holz und Stein, einen renovierten Brotbackofen, gepflasterte Gassen und den Jardin des Simples. Wer sich für Le Serre de Jusclas entscheidet, kann bei Punkt 4 die Wanderroute verlassen und einen Abstecher zur romanischen Kirche Saint-Etienne machen.
Zwei Mountainbike-Rundkurse im Vergleich
Der Circuit du serre de Jusclas VTT FFC N°15 startet in Pont-de-Fromentières in Mariac und führt zu den Panoramakämmen des GR 420. Die Runde ist 14,5 Kilometer lang und weist 500 Meter positive Höhendifferenz auf. Beim VTT-FFC-Rundkurs N°14 « Entre crêtes et vallées » sind es 23 Kilometer und 600 Meter positive Höhendifferenz; auf dem Rückweg führt er entlang der Dorne bis nach Mariac.
N°14 verläuft auf halber Strecke durch Girond und dessen kleine Gassen. Im direkten Zahlenvergleich ist diese Runde 8,5 Kilometer länger und weist 100 Höhenmeter mehr auf als N°15. Auch die beschriebenen Streckenabschnitte unterscheiden sich: Bei N°15 stehen die Panoramakämme des GR 420 im Blick, während bei N°14 Girond und der Rückweg an der Dorne zu den genannten Orientierungspunkten gehören.
Kunstgalerie und Kletterfelsen
Die Galerie d'art: Au cœur des hautes vallées de l'Ardèche in Mariac zeigt Gemälde der Hochtäler der Ardèche sowie ältere Werke zu diesem Thema. Weitere Motive sind Blumen und Porträts; die Auswahl kann sich ändern. Besuche sind nach Vereinbarung möglich. Der Eintritt und die Parkplätze sind kostenlos. Klären Sie die Terminabsprache vor Ihrer Anreise.
Der Kletterfelsen Le Pont de Fromentières liegt in Mariac, 150 Meter östlich des Dorfs. Prüfen Sie vor dem Klettern die örtlichen Zugangs- und Routenbedingungen.
Für die Auswahl können Sie zunächst nach dem gewünschten Schwerpunkt gehen: Der Sentier des Tuiliers führt in die Geschichte der Ziegelherstellung, die beiden VTT-Runden unterscheiden sich in Länge, Höhenangabe und Streckenverlauf, und die Galerie bietet einen Kunstbesuch nach Vereinbarung. So lassen sich die konkreten Möglichkeiten in Mariac nach Zeitrahmen und Interesse abwägen.
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