Eine mittelalterliche Brücke, ein innerstädtischer Wald und die Geschichte der Filzhutindustrie geben Bourg-De-Péage mehrere eigenständige Anknüpfungspunkte. Wer Wege und Ortsgeschichte verbinden möchte, kann zwischen einer Ufer-Rundstrecke, einer längeren Familienwanderung und Stationen im Stadtgebiet wählen.
Routen zwischen Fluss und Grün
Der Wanderweg „Les Rives de l’Isère“ verläuft in Bourg-De-Péage am linken Ufer der Isère entlang. Seine etwa 4,6 Kilometer lange Rundstrecke setzt den Schwerpunkt auf den Fluss. Die sechs Kilometer lange Familienwanderung „Au Fil des Cadres“ führt dagegen durch Bourg-De-Péage, an den Kais entlang, durch den Bois des Naix, vorbei an markanten Gebäuden und an Skulpturen entlang. Damit unterscheiden sich die Wege sowohl in der Länge als auch in ihren Stationen: Die eine Runde folgt dem linken Ufer, die andere verbindet Flussufer, Grünfläche und Stadtansichten. Wenn Sie mehrere dieser Elemente auf einer Wanderung zusammenbringen möchten, bietet „Au Fil des Cadres“ dafür die konkretere Auswahl.
An den zwei Kilometer langen Kais gibt es gesicherte Fußwege, einen Radweg, Spielangebote für Kinder und Beobachtungspontons. Der Bois des Naix ist eine zwölf Hektar große Grünfläche im Zentrum der Stadt. Er ergänzt die Uferwege um einen eigenen grünen Bereich. Der Bois gilt als Ökosystem mit 140 Tierarten; einige davon gelten wegen ihrer Seltenheit als bemerkenswert. Für Familien gibt es dort außerdem einen permanenten Orientierungslauf mit 20 Kontrollposten. Kursdetails können sich ändern; prüfen Sie sie vorab, wenn Sie den Lauf einplanen. Auch die öffentliche Ausstattung kann sich ändern, daher lohnt sich bei konkreten Erwartungen ein Blick auf den aktuellen Stand.
Alte Brücke und Hutgeschichte
Die mittelalterliche Alte Brücke von Bourg-De-Péage hatte an ihrer Südseite einen Torturm. An der Nordseite befanden sich die Kapelle Notre-Dame-du-Pont und ein kleines Krankenhaus. Wiederholte Überschwemmungen der Isère beschädigten die Brücke; die Narbe ihres zerstörten zweiten Bogens ist noch heute sichtbar. Der Name Bourg-De-Péage geht auf Zölle zurück, die früher auf Waren am südlichen Eingang der Brücke erhoben wurden. So hängen Bauwerk und Ortsname unmittelbar mit dem früheren Warenverkehr an der Brücke zusammen.
Auch die Filzhutindustrie gehört zur Stadtgeschichte. Sie wurde um 1810 in Bourg-De-Péage eingeführt. Mitte des 19. Jahrhunderts beschäftigte sie mehr als 400 Arbeiter in 16 Werkstätten. Einen späteren Höhepunkt erreichte das Unternehmen Mossant, ein Pionier der Hutindustrie von Bourg-De-Péage: 1929, auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung, arbeiteten dort mehr als 1.200 Menschen. Die lokale Hutindustrie umfasste Mitte des 19. Jahrhunderts 16 Werkstätten; 1929 beschäftigte Mossant als Unternehmen mehr als 1.200 Menschen.
Markt und Freizeitangebote
Im Renaissance-Viertel findet donnerstagmorgens ein Markt statt. Wenn Sie ihn in Ihre Planung aufnehmen möchten, prüfen Sie den Termin vorab, da sich Marktzeiten ändern können. In der Boutique Maison Pascalis in Bourg-De-Péage befinden sich die Backstube und das Pogne-Museum – ein weiterer Bezug zur lokalen Handwerks- und Esskultur, neben der Geschichte der Filzhutindustrie.
Das Centre aquatique Diabolo in Bourg-De-Péage bietet ganzjährig an sieben Tagen pro Woche Sport, Erholung und Freizeitangebote. Betriebsangaben können sich ändern; prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Informationen. Damit lässt sich der Aufenthalt um ein Angebot ergänzen, das anders gelagert ist als Wanderwege, Flussufer und historische Orte.
Weitere Reiseziele entdecken: Montmiral, Montsegur Sur Lauzon, Pont-De-L'isère, Mirabel-Aux-Baronnies, Beaumont-En-Diois, La Roche-De-Glun, Saint-Barthélemy-De-Vals, Bésignan
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Drôme.