Die Geschichte des Weinbaus auf dem Domaine Pradelle reicht über sechs Generationen der Familie Pradelle zurück. In Chanos-Curson kommen dazu ein Markt, historische Bauwerke und eine Rundroute zwischen Obstgärten und Weinbergen. Die verschiedenen Angebote setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Sie reichen von kommentierten Kellerführungen bis zu einer markierten Wanderroute.
Weinbau und Besuchsformen
Das Domaine Pradelle erzeugt Weine der AOP Crozes-Hermitage. Eine etwa einstündige kommentierte Führung führt durch den Vinifikationskeller, den Gärbereich und die Kellerräume; anschließend werden verschiedene Cuvées verkostet. Für diese Führung ist eine Reservierung erforderlich.
Beim Domaine des Arcandres gibt es mehrere Möglichkeiten, Wein und Weinbau kennenzulernen. Nach Reservierung werden ganzjährig Besichtigungen des Weinguts mit dem Winzer und anschließender Weinprobe angeboten. Ein kommentierter Spaziergang durch die Weinberge endet mit einer Verkostung auf einer Parzelle mit Panoramablick. Zu den Besuchsoptionen gehören außerdem Kombinationen von Speisen und Wein sowie Bretter mit regionalen Produkten.
Die Weinkellerei Etienne Pochon befindet sich im Château de Curson, einem Schloss aus dem späten 16. Jahrhundert in Chanos-Curson. Das Gebäude verfügt über mehrere gewölbte Keller. Individuelle Führungen und Verkostungen sind auf Anfrage möglich.
Auch beim Domaine des Entrefaux sind individuelle Führungen und Verkostungen auf Anfrage möglich. Die 27 Hektar Rebflächen verteilen sich auf Beaumont-Monteux, Mercurol und Chanos-Curson. Das Weingut führt Weine der AOP Crozes-Hermitage sowie Vin de pays blanc. So unterscheiden sich die Besuchsformate und die Weinangebote der genannten Häuser, statt einem einzigen Ablauf zu folgen.
Markt und Baugeschichte
Der Marché de Chanos Curson findet auf der Place du 8 mai 1945 statt. Vom 1. April bis zum 31. Dezember ist er dienstags von 16:30 bis 19:00 Uhr geöffnet. Erzeuger verkaufen dort Gemüse, Obst, Honig, Käse, ätherische Öle und Kosmetik. Der Marktbesuch lässt sich damit nach einem klar angegebenen saisonalen Zeitfenster planen.
Die Église Saint-Martin wurde im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil wiederaufgebaut. In Curson liegt die Maison de la Dame, die auch Château de la Dame genannt wird. Vier fein gearbeitete Fenster mit Maßwerk prägen ihre Südfassade. Einer örtlichen Überlieferung zufolge soll Diane de Poitiers dort gefangen gehalten worden sein. Die Maison forte de Conflans wurde umfassend restauriert. Zusammen bieten die Bauwerke unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Blick auf die Architektur und Geschichte des Ortes: vom neugotischen Wiederaufbau bis zum Fassadendetail und zur überlieferten Geschichte der Maison de la Dame.
Zu Fuß oder zu Pferd unterwegs
Die Route Les collines de Chanos-Curson ist eine 9,8 Kilometer lange Rundstrecke, die in Chanos-Curson beginnt und endet. Sie führt zwischen Obstgärten und Weinbergen hindurch und ist mit gelben PR-Markierungen ausgeschildert. Länge, Rundkurs und Markierung geben konkrete Orientierung zur Route, ohne eine Gehzeit vorzugeben.
Das Centre équestre Rio Bravo bietet ein- oder zweistündige Ausritte durch Weinberge und Obstgärten an. Damit stehen unterschiedliche Angaben für die Planung zur Verfügung: Die Wanderroute ist nach Kilometern ausgewiesen, bei den Ausritten können Sie zwischen zwei Zeitspannen wählen. Welche Form besser zu Ihrem Aufenthalt passt, hängt davon ab, ob Sie lieber eine markierte Rundstrecke zu Fuß oder einen zeitlich angegebenen Ausritt wählen.
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