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Châtillon-En-Diois erschließt sich über zwei unterschiedliche Schwerpunkte: die engen Gassen des mittelalterlichen Dorfes und das Weinbaugebiet mit seinen Cabanons. Ein patrimoine-Rundgang führt durch die Gassen; der Sentier des Cabanons und der Sentier des Vignes lenken den Blick auf Weinbaugebiet und Cabanons. Für Ihre Aufenthaltsplanung lässt sich so entscheiden, ob Ortsgeschichte oder Weinlandschaft im Mittelpunkt stehen soll.

Mittelalterliche Gassen und Weinbergpfade

Die mittelalterlichen Gassen heißen vor Ort „viols“. Der patrimoine-Rundgang umfasst 14 Stationen und beginnt am Champ de Foire nahe dem Waschhaus. Damit sind ein benannter Platz und das nahe Waschhaus konkrete Orientierungspunkte für den Einstieg in die Stationenfolge.

Der Sentier des Cabanons ist ein Entdeckungspfad durch das Weinbaugebiet und zu seinen Cabanons. Der Sentier des Vignes beginnt am Domaine de Maupas in Châtillon-En-Diois und führt durch das von Cabanons geprägte Weinbaugebiet. Im Vergleich zum patrimoine-Rundgang setzen diese beiden Pfade den Schwerpunkt auf Weinbaugebiet und Cabanons statt auf die mittelalterlichen Dorfwege.

Das Büro des Office de Tourisme du Pays Diois in Châtillon-En-Diois ist im Frühjahr und Sommer geöffnet. Dort erhalten Sie Beratung zu Wanderungen ab Châtillon-En-Diois; außerdem werden Eintrittskarten für geführte Besichtigungen verkauft. Wenn Sie eine Wanderung planen oder an einer geführten Besichtigung teilnehmen möchten, berücksichtigen Sie den saisonalen Öffnungszeitraum des Büros.

Kirchen, Tor und Hôtel de ville

Seit dem 3. Juli 2021 trägt Châtillon-En-Diois das Label „Plus Beau Village de France“. Ein prägnantes Kapitel der Ortsgeschichte bilden die Kirchen. Die Église Saint-Nicolas wurde um 1200 als herrschaftliche Kapelle am Fuß der Felswand unterhalb des Schlosses errichtet und diente den Adligen von Châtillon als Grabstätte. Das romanische Chorgewölbe ist teilweise in den Fels gehauen und besteht aus kleinen Kalkstein- und Tuffsteinquadern.

Die Église Saint-Julien entstand außerhalb der Stadtmauern zwischen 1688 und 1705 nach Plänen des grenobler Architekten Dieulament. Sie ersetzte die zu kleine Église Saint-Nicolas. Außen besitzt Saint-Julien einen Mauerglockenturm, im Inneren einen barocken Altar von 1751. Die beiden Kirchen markieren unterschiedliche Bauphasen: Saint-Nicolas stammt aus der Zeit um 1200, Saint-Julien folgte mehrere Jahrhunderte später.

Die Tour de l’Horloge wurde um 1725 über einem der beiden mittelalterlichen Tore errichtet, die den Zugang zum inneren Châtillon-En-Diois ermöglichten. Das Hôtel de ville ist ein ehemaliges Hôtel particulier aus dem späten 16. Jahrhundert. Seine Fassaden und sein Dach stehen seit 2008 wegen ihrer seltenen und qualitätvollen bemalten Dekoration als Monuments historiques unter Schutz.

Weinlandschaft und Veranstaltungstermine

Der Weinberg von Châtillon-En-Diois liegt zwischen 300 und 700 m Höhe und zählt zu den höchstgelegenen Weinbergen Frankreichs. Diese Höhenlage bildet einen eigenen Schwerpunkt neben der Baugeschichte im Dorf: Hier stehen Weinbaugebiet und Cabanons im Mittelpunkt der beschriebenen Entdeckungspfade.

Die Fête de la Transhumance et de la Clairette feiert die Weine des Diois, lebendige Traditionen und den Pastoralismus. Für die Ausgabe 2026 waren der 5. und 6. Juni im Dorf angesetzt; eine Ausgabe 2027 ist angekündigt. Die einzelnen Programmpunkte variieren je nach Jahr. Prüfen Sie vor einem Besuch die konkreten Termine und das Programm.

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