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Ein Glockenturm erinnert in Crépol an eine romanische Kirche, die nicht mehr steht. Zusammen mit Kapellen, erhaltenen Malereien und Wanderwegen ergeben sich unterschiedliche Zugänge zur Geschichte und Landschaft des Ortes.

Kirchen, Kapellen und ihre Geschichte

Der Tour du cimetière ist der Glockenturm der romanischen Kirche Saint-Etienne, die Ende des 19. Jahrhunderts abgerissen wurde. Im unteren Teil des Turms befindet sich die Chapelle Saint-Jean-Baptiste, die Noble Jean Bastard de Chaste 1482 gründete. So lassen sich am selben Bauwerk zwei historische Bezugspunkte unterscheiden: der Turm als Teil der abgerissenen Kirche und die Kapelle mit ihrer eigenen Gründungsgeschichte.

Der Tour du cimetière bewahrt außerdem gemalte Darstellungen der Verkündigung, der Dreifaltigkeit und des Jessebaums. Diese Motive ergänzen die Baugeschichte um ein eigenständiges Bildprogramm. Der Turm steht damit nicht nur für einen früheren Kirchenbau, sondern verbindet Architektur, eine Kapelle und religiöse Malereien.

Die Chapelle Saint-Roch setzt einen anderen Akzent. Das romanische Gebäude hat einen Glockenturm und wird in den Archiven seit 1050 erwähnt. In der Kapelle befindet sich ein polychromes Holzaltarretabel mit einem bemalten Medaillon des heiligen Rochus. Bauform, archivalische Erwähnung und Ausstattung geben jeweils einen eigenen Anhaltspunkt, um die Geschichte des Ortes einzuordnen.

Im Sommer bietet die Chapelle Saint-Roch Konzerte, Ausstellungen und Begegnungen; das konkrete Programm kann sich ändern. Wenn Sie Ihren Besuch an einer Veranstaltung ausrichten möchten, prüfen Sie vorab das jeweilige Sommerprogramm.

Am 17. Januar 2022 galt für den Tour-Clocher eine tägliche Öffnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember; ein Gitter schützt den Zugang. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuelle Situation.

Wanderungen nach Zeit und Landschaft wählen

Der Rundweg zur Chapelle Saint-Roch ist als mittelschwere Wanderung über 11 km beschrieben und dauert etwa drei Stunden. Strecke und ungefähre Dauer geben einen konkreten zeitlichen Rahmen für die Planung; die Zeitangabe bleibt dabei ein Richtwert.

Ein Kammweg führt durch den Forêt de Bourdogne und weiter in Richtung Chapelle Saint-Roch, Miribel und Montrigaud. Hier stehen die Landschaft des Weges und die genannten Richtungen im Vordergrund. Bei einer Wanderung über die Hügel von Crépol sind bei klarer Sicht Ausblicke auf das gesamte Tal der Herbasse, die Ardèche, die Chartreuse und sogar den Mont-Blanc möglich.

Die Angaben helfen auf unterschiedliche Weise bei der Wahl: Der Rundweg ist durch Länge und ungefähre Gehzeit eingeordnet, während bei der Hügelwanderung die Fernblicke unter klaren Bedingungen hervorstechen. Der Kammweg wiederum orientiert sich am Forêt de Bourdogne und den genannten Richtungen. So lässt sich der Schwerpunkt eher nach Zeitrahmen oder nach Landschaft setzen, ohne die Wege gleichzusetzen.

Crépol und das obere Tal der Herbasse

Crépol bildet seit etwa dem Jahr 1000 den Eingang zum oberen Tal der Herbasse. Viele Gebäude bestehen aus Kieseln und Molasse. Zusammen geben diese Merkmale einen konkreten Eindruck von der Ortslage und den Materialien, die das Ortsbild prägen.

Für einen Aufenthalt bietet Crépol damit verschiedene thematische Anknüpfungspunkte: die Geschichte seiner Kirchen und Kapellen, die erhaltenen Malereien und Wanderungen mit unterschiedlichen Angaben zu Dauer, Richtung und Aussicht. Wer Kultur und Landschaft verbinden möchte, kann anhand dieser Schwerpunkte auswählen, was bei der Reiseplanung im Vordergrund stehen soll.

Weitere Reiseziele entdecken: Allan, Étoile-Sur-Rhône, Comps, Les Pilles, Barnave, Chantemerle-Lès-Grignan, Saint-Pantaléon-Les-Vignes, Ancône.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Drôme.

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