Zum Inhalt

Arthaz-Pont-Notre-Dame liegt zwischen den Armen der Arve und der Menoge. Die Flüsse geben dem Ort eine klare landschaftliche Orientierung; Brücken und La Pierre sourde verknüpfen die Flusslandschaft mit Natur- und Ortsgeschichte. Hinzu kommen die Geschichte der Kapelle, Spuren früherer Landwirtschaft und ein historischer Bezug zur touristischen Eisenbahn am Salève.

Brücken zwischen Arve und Menoge

Zwei Brücken ordnen die Flussbezüge: Die Pont de Trébille über die Menoge wurde 1768 als Ersatz für eine Furt gebaut. Die Pont Mille pattes über die Arve dient dem Zugang nach Reignier. So lassen sich zwei unterschiedliche Beziehungen zu den Flüssen unterscheiden: die Geschichte einer früheren Querung an der Menoge und die Zugangsfunktion der Brücke über die Arve.

Kapelle und Baugeschichte

Die heutige Kapelle von Arthaz steht am Standort der früheren Kirche von Arthaz. Errichten ließ die Familie De Baudry die heutige Kapelle am Standort der ersten Kirche. Die Kirche von Arthaz-Pont-Notre-Dame hat einen Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes. Ein griechischer Kreuzgrundriss hat vier gleich lange Arme; die Bezeichnung verweist damit auf die Form des Gebäudes. Das Kirchengebäude wurde am 31. Dezember 1841 fertiggestellt beziehungsweise baulich abgenommen; 1854 wurde die Kirche geweiht und für den Gottesdienst geöffnet. Standort, Grundriss und Baugeschichte bieten damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte an das lokale Erbe.

La Pierre sourde: Findling und Echo

La Pierre sourde verbindet die Flusslandschaft mit einer konkreten geologischen Entstehung. Der große Findling aus einer Gletschermoräne wurde durch die Erosion des Flusses im Flussbett der Arve oberhalb der Pont Neuf freigelegt. Von der rechten Uferseite bei Arthaz aus erzeugt La Pierre sourde ein starkes Echo. Der Fels bietet somit zwei verschiedene Blickwinkel: Seine Entstehung gehört zur Landschaftsgeschichte der Arve, während das Echo eine akustische Besonderheit des Ortes ist. Wer sich für Naturphänomene interessiert, findet hier einen anderen Zugang zur Ortsgeschichte als über Kapelle und Brücken.

Landwirtschaft und technische Geschichte

Die historische Landwirtschaft in Arthaz-Pont-Notre-Dame beruhte auf Getreideanbau, Weinbau und Milchwirtschaft. Außerdem versorgte der Ort Städte und touristische Ferienorte mit Gemüse und Blumen sowie Gärtnereien mit Jungpflanzen zum Aussetzen. Damit reicht die Ortsgeschichte über religiöse und bauliche Zeugnisse hinaus und schließt auch frühere landwirtschaftliche Tätigkeiten ein. Zur technischen Geschichte gehört das Elektrizitätswerk der Basse-Arve: Es war ab 1892 in Betrieb und versorgte die touristische Eisenbahn am Salève. Diese Verbindung ergänzt die Landwirtschaftsgeschichte um einen Blick auf Energieversorgung und touristischen Schienenverkehr.

Ein älterer Zeithorizont

Im Umfeld von Arthaz-Pont-Notre-Dame wurden auf dem Plateau de Loëx prähistorische Überreste gefunden. Dieser Fundort ergänzt die Geschichte der Brücken und des Kirchenbaus um einen wesentlich älteren Zeithorizont. Zusammen zeigen die unterschiedlichen Themen, was die Ortswahl für interessierte Reisende ausmachen kann: Flusslandschaft, geologische Besonderheiten, Architektur und historische Nutzungen. Wenn Sie nach einem Hotel in Arthaz-Pont-Notre-Dame suchen, können diese Schwerpunkte dabei helfen, den Ort an Ihren Interessen zu messen.

Weitere Reiseziele entdecken: Marcellaz-Albanais, Menthon-Saint-Bernard, Taninges, La Chapelle-Rambaud, Armoy, Étrembières, Saint-Gervais-Les-Bains, Cordon.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haute-Savoie.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.