Von Aviernoz führen zahlreiche Wanderwege zum Parmelan. Im Ortskern steht die heutige Kirche Saint-Maurice mit ihrem neugotischen Bau. Für Ihre Reiseplanung stehen damit zwei verschiedene Schwerpunkte zur Wahl: eine Tour durch das Kalksteinplateau und die Geschichte der Kirche.
Wandern zum Parmelan
Der Parmelan ist ein Kalksteinplateau, das von Lapiaz, Spalten und Dolinen geprägt ist. Die Wanderung auf das Plateau du Parmelan ist 9 Kilometer lang und weist 400 Meter positive Höhendifferenz auf. Sie ist als mittelschwer eingestuft und dauert 3 Stunden und 15 Minuten. Unterwegs führt die Route durch Lapiaz-Formationen mit Rinnen, Spalten und Klüften; außerdem bietet sie einen Panoramablick auf den Lac d’Annecy. So stehen neben dem Aufstieg und der Zeit auch die Karstformen als prägendes Merkmal der Tour im Fokus. Für die Zeitplanung ist die angegebene Dauer ein Anhaltspunkt; Strecke und Höhenunterschied beschreiben zusätzlich den Umfang der Tour.
Für die Tourenentscheidung ist die Einstufung als mittelschwer nicht der einzige Maßstab: Wegen der technisch anspruchsvollen Lapiazquerung wird die Parmelan-Wanderung für kleine Kinder sowie bei Nässe oder Nebel nicht empfohlen. Lesen Sie diese Einschränkungen zusammen mit der Schwierigkeitseinstufung, statt nur auf das Label zu schauen.
Als kürzeste Variante der Wanderung beginnt der Weg am Chalet de l’Anglettaz auf 1.500 Metern Höhe. Berücksichtigen Sie bei der Anfahrt zu diesem Ausgangspunkt die Straßen- und Wetterbedingungen und prüfen Sie sie vorab.
Saint-Maurice und die ältere Kirchengeschichte
Die heutige Kirche Saint-Maurice in Aviernoz wurde zwischen 1897 und 1900 im neugotischen Stil errichtet und 1932 geweiht. Das Ensemble des Hauptaltars befindet sich in der Kirche. Die Front des Altars zeigt das Letzte Abendmahl mit Christus inmitten der zwölf Apostel. Bauzeit, Weihejahr und Darstellung sind drei unterschiedliche Aspekte der Kirche: ihre Architektur, ihre Geschichte und das Motiv am Altar.
Ein früheres Kapitel führt zum Crêt-des-Pierres. Dort wurde zwischen 1682 und 1732 eine Kirche errichtet, die 1835 durch einen unbeabsichtigten Brand vollständig zerstört wurde. Nach der Teilung der Pfarrei im Jahr 1682 fiel diese Kirche Aviernoz zu. Am Crêt-des-Pierres sind noch Fundamentspuren sichtbar; ein Kreuz markiert die Stelle des früheren Chors. Damit gehören sowohl die Geschichte des früheren Kirchenstandorts als auch der spätere neugotische Bau im Ortskern zum kulturellen Bild von Aviernoz.
Ein kulinarischer Festbezug
Bei der Vogue d’Aviernoz wurde 2025 ab 12 Uhr ein traditionelles Essen mit Kartoffelkrapfen und geschmortem Schinken angeboten. Wenn Sie Ihre Reise nach einer Veranstaltung ausrichten möchten, prüfen Sie die Termine des gewünschten Reisejahres.
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