La Terrasse verbindet Spuren aus verschiedenen Jahrhunderten mit Rundgängen im Dorf und Freizeitangeboten am See. Wer den Ort auswählt, kann den Schwerpunkt auf Bau- und Ortsgeschichte legen oder mehr Raum für Aktivitäten am Wasser einplanen. Besonders anschaulich wird dabei, wie unterschiedlich sich die Geschichte in Gebäuden, archäologischen Funden und der früheren Wasserversorgung zeigt.
Wasser und Baugeschichte
Die 13 Becken von La Terrasse versorgten während des gesamten 19. Jahrhunderts die verschiedenen Viertel des Ortes mit Wasser. Damals hatten die Häuser noch kein fließendes Wasser. Diese Funktion gibt den Becken einen konkreten Platz in der Alltagsgeschichte: Sie waren Teil der Versorgung des Ortes. Das Thema Wasser begegnet Besuchern heute auch bei den Freizeitangeboten am See, allerdings in einem ganz anderen Zusammenhang.
Am Château du Carre lassen sich mehrere Bauphasen unterscheiden. Der älteste Teil könnte aus dem 13. Jahrhundert stammen; die Datierung ist also unsicher. Im 17. Jahrhundert wurde ein zweiter Baukörper rechtwinklig an den ersten angebaut. Auf der Talseite hat dieser Gebäudeteil Fenster mit Mittelpfosten. So stehen eine mögliche mittelalterliche Entstehung und ein späterer Bauabschnitt direkt in Beziehung, ohne dass die Anlage auf eine einzige Epoche zurückgeführt werden muss.
Ein Besuchsangebot umfasst eine außergewöhnliche Öffnung des Château du Carre: Besichtigt werden das Schloss und die Terrassen, dazu gibt es Erläuterungen zur Architekturgeschichte der Anlage. Vom Château bietet sich außerdem ein außergewöhnlicher Blick auf Belledonne. Da die Öffnung als außergewöhnlich gilt, prüfen Sie vor einer geplanten Besichtigung, ob dieses Angebot stattfindet.
Zum baulichen Erbe gehört auch ein ehemaliges Thermalinstitut aus den Jahren 1894 bis 1935. Eine andere Facette der Ortsgeschichte zeigen die Magnaneries: Diese Gebäude dienten der Aufzucht von Seidenraupen, den Raupen des Schmetterlings Bombyx Mori. Die Beispiele ergänzen die Schlossgeschichte um weitere Themen, von der früheren Nutzung von Gebäuden bis zur Seidenzucht.
Kirche, Kapelle und Wege
Die Kirche Saint Aupre wurde im 7. Jahrhundert auf einer antiken Stätte errichtet. In ihren Fundamenten wurden eine Grabinschrift aus dem Jahr 522 sowie Sarkophage aus dem 8. und 9. Jahrhundert gefunden. Die Daten machen unterschiedliche Zeitstufen sichtbar: Die Inschrift ist älter als der Kirchenbau, die Sarkophage stammen aus späteren Jahrhunderten. Wer sich für Geschichte interessiert, erhält so mehr als eine einzelne Jahreszahl, sondern mehrere zeitlich unterscheidbare Spuren an der Stätte.
Die Chapelle du Carre steht für eine spätere Baugeschichte. Sie wurde 1883 fertiggestellt, nachdem die Bewohner des Weilers die Arbeiten ausgeführt hatten. Der konkrete Bezug zu den Bewohnern unterscheidet diese Geschichte von den zeitlich weiter zurückliegenden Bauphasen des Château du Carre und der Kirche Saint Aupre.
Für das Erkunden der Straßen gibt es den kommunalen Führer „Au fil des rues“. Daneben führt der Parcours thématique La Terrasse auf einem Rundgang mit 13 Stationen zu Gedenkorten und malerischen Orten des Dorfes; eine Orientierungstafel ergänzt die Route. Für die Planung können Sie zwischen dem Straßenführer und dem thematischen Rundgang wählen.
Freizeit am See
Die Base de Loisirs Intercommunale de la Terrasse befindet sich unter der Adresse 1300 route du Lac, 38660 La Terrasse. Auf dem See bietet sie aufblasbare Freizeitanlagen wie Aquafun, Blob Jumping und Aqua Bim Bim. Die konkreten Installationen können sich im Lauf der Zeit ändern; prüfen Sie deshalb das aktuelle Angebot, wenn Sie diese Aktivitäten einplanen. So lässt sich die Freizeit am Wasser als eigener Programmpunkt betrachten, neben den historischen Themen und Rundgängen des Ortes.
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