Zum Inhalt

Merlas lässt sich über unterschiedliche Entdeckungen erschließen: Am Étang de Saint-Sixte stehen Ufervegetation, Feuchtwald und Moorlandschaft im Mittelpunkt. Wanderwege führen durch Wald und zu offenen Wiesen; Krypta, Kirche und Château setzen historische Akzente. Für die Planung eines Aufenthalts können Sie Naturerlebnisse und Kulturerbe als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten. Bei den Wegen spielen sowohl das Landschaftsbild als auch der Zeitrahmen eine Rolle.

Wasser, Wälder und Moorlandschaft

Der Étang de Saint-Sixte in Merlas weist eine artenreiche Wasser- und Ufervegetation auf und ist von feuchten Wäldern umgeben. Ökologisch wird er den gemischten Mooren zugeordnet; diese Einordnung entspricht dem allmählichen Übergang von einem alkalischen zu einem sauren Moor. Der Étang ist nach der Loi Montagne geschützt und liegt in einem regionalen Naturpark. Für Naturinteressierte ist damit nicht nur die Wasserfläche prägend, sondern auch der Wechsel zwischen Ufer, Feuchtwald und Moorlandschaft.

Wandern am See und zur Chartreuse

Zwei Wege setzen unterschiedliche Akzente: Die Runde am Lac de Saint-Sixte führt durch Wälder und Lichtungen sowie an Wasserflächen entlang des Sees und wird auch Reitern und Mountainbikern empfohlen. Der Wanderweg „Du côté des Mille Martyrs“ beginnt in Merlas, führt durch den Wald von Carabotin und erreicht offene Wiesen mit einem Panorama über einen großen Teil des Chartreuse-Massivs. Nördlich führt der Weg am Col des Mille Martyrs vorbei, der früher ein Wallfahrtsort war. Für diese Route sind 9,6 km, 300 Höhenmeter im Aufstieg und 2 Stunden 50 Minuten angegeben. Damit lässt sich ihr Zeitbedarf in die Tagesplanung einordnen. Die See-Runde und die Mille-Martyrs-Wanderung stehen für unterschiedliche Landschaftseindrücke: Wasserflächen und Lichtungen auf der einen, offene Wiesen und Chartreuse-Panorama auf der anderen Seite.

Krypta, Kirche und Château

Die romanische Krypta von Saint-Sixte wurde über den Überresten eines römischen Tempels aus dem 4. Jahrhundert errichtet. Sie liegt hinter einem Gitter und ist nicht zugänglich. Planen Sie deshalb keine Besichtigung im Inneren ein. In Merlas ist auch die Kirche Saint-Ferréol erhalten geblieben: Sie zählt zu den drei Kirchen, die aus den früheren Gemeinden Saint-Sixte, Merlas und La Chapelle stammen.

Die Ruinen des Château de Saint-Sixte dienten Ende des 19. Jahrhunderts dem Lyoner Industriellen André Descours als Sommerresidenz. Später, während des Zweiten Weltkriegs, wurde das Château von Maquisards besetzt. Der heutige Ruinenzustand geht auf einen von deutschen Truppen während des Krieges aus Vergeltung gelegten Brand zurück. Der zeitliche Bogen reicht damit von der Sommerresidenz am Ende des 19. Jahrhunderts bis zu den Kriegsereignissen.

Ein Spaziergang im ehemaligen Schwarzwald

Der ehemalige Schwarzwald bei der Chapelle de Merlas besteht aus Laub- und Nadelbäumen und bietet einen familienfreundlichen Spaziergang. Für Ihre Auswahl stehen damit sowohl eine Route mit konkreten Zeit- und Höhenangaben als auch ein ausdrücklich familienfreundlicher Spaziergang zur Verfügung.

Weitere Reiseziele entdecken: Crémieu, La Forteresse, Septème, Nantes-en-Ratier, Bourgoin, Marnans, Saint-Julien-De-Raz, Les Abrets

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Isere.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.