In Noyarey zeigen verschiedene Wanderwege ganz unterschiedliche Seiten der Landschaft: Eine Route führt durch Wald und eröffnet Ausblicke über das Tal, eine andere vermittelt Einblicke in ökologische Korridore und Wildtierpassagen. Auch die Geschichte der romanischen Kirche Saint-Paul und die landwirtschaftlich geprägten Flächen bei Ezy geben dem Ort ein eigenes Profil.
Wanderrouten: Startpunkte, Ziele und Zeiten
Zwei Wanderungen sind mit konkreten Zeitangaben beschrieben: L’Eyrard–La Palette dauert eine Stunde und führt über den Bec du Pipet bis La Palette. Für die Route Noyarey–Trucherelle–Carron–Cascade de l’Eyrard sind 2 Stunden und 30 Minuten angegeben. Sie beginnt auf der Straße nach Ezy hinter den letzten Häusern. Die Dauer lässt sich damit direkt vergleichen; Start und Ziel unterscheiden sich jedoch deutlich.
Die Wanderung Noyarey–Le Poyet ist blau markiert und beginnt 300 Meter vom Parkplatz des Rathauses entfernt. Sie führt durch Wald und bietet Ausblicke über das Tal. Eine weitere Wegbeschreibung gilt für Ezy–Montaud: Die Route startet am Ende der befestigten Straße in Ezy und folgt einem breiten Weg nach Montaud. Bei diesen Wegen sind konkrete Ausgangspunkte, Wegverläufe oder Ziele genannt, sodass sich die Auswahl an den jeweiligen Strecken orientieren lässt.
Der ökologische Korridor an der Isère
Der Entdeckungspfad des ökologischen Korridors von Noyarey nach Saint-Égrève ist eine fünf Kilometer lange, leichte Rundwanderung. Er verläuft entlang der voie verte nahe der Isère und vermittelt Einblicke in die ökologischen Korridore der Metropole Grenoble. Dazu gehören die Passagen und Hindernisse, die Wildtiere nutzen. So verbindet der Weg eine Wanderung mit einem konkreten Naturthema: den Bewegungsmöglichkeiten von Tieren in einer Landschaft, die sowohl Durchgänge als auch Barrieren aufweist. Der Pfad ist kostenlos und ganzjährig zugänglich, sofern die Wetterbedingungen günstig sind.
Isère-Ufer und Vercors
Die Ufer der Isère in Noyarey bilden ein besonders seltenes Biodiversitätsreservoir im Ballungsraum Grenoble. Der Uferkorridor ist als bedeutender ökologischer Korridor anerkannt, der die Chartreuse mit dem Vercors verbindet. Auch kleinere Landschaftselemente erzählen von der Flussgeschichte: Der Bois du Gélinot ist eines der letzten Auwaldgebiete an der Isère, und der Bach Gélinot war früher ein Nebenarm des Flusses.
Noyarey zählt zu den 85 Gemeinden des Regionalen Naturparks Vercors. Durch die Gemeinde verläuft außerdem die westliche Vercors-Durchquerung auf dem GR®9 von Grenoble nach Saillans. Diese großräumige Route ist von den einzelnen örtlichen Wanderbeschreibungen zu unterscheiden: Während die kommunalen Wege konkrete Startpunkte und Ziele nennen, führt der GR®9 als längere Durchquerung durch Noyarey.
Landwirtschaft und Hofbesuch
Die Landwirtschaft in Noyarey umfasst mehr als 420 Hektar auf dem Plateau d’Ezy und in der Ebene der Isère. Auf dem Plateau liegen in 800 Metern Höhe Heuwiesen und Weideland. Drei landwirtschaftliche Betriebe beschäftigen sich hauptsächlich mit Rinder- und Schafhaltung sowie dem Anbau von Obst und aromatischen Pflanzen. Die Ebene von Noyarey bildet zusammen mit ihrer Verlängerung nach Sassenage ein etwa 250 Hektar großes Gebiet fruchtbarer Böden. Seit 1990 verfügt das Gebiet über ein Bewässerungsnetz und eignet sich für den Gemüse- und Beerenanbau.
Eine konkrete Möglichkeit, diese landwirtschaftliche Seite kennenzulernen, bietet die Ferme du Souillet in Ezy. Zum Angebot gehören Hofführungen mit Besichtigungen des Schafstalls, Aktivitäten zum Füttern der Tiere, Mahlzeiten und geführte Besichtigungen. Wenn Sie an den Aktivitäten teilnehmen möchten, sollten Sie dies vorab bestätigen. Obst, Gemüse und Lammfleisch vom eigenen Hof werden ebenfalls angeboten; für den Verkauf ist vorheriger Kontakt vorgesehen.
Romanische Kirche Saint-Paul
Die Kirche Saint-Paul ist eine romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert. Nach der Französischen Revolution wurde sie durch den Bau von zwei Schiffen umgestaltet. Damit stehen in ihrer Baugeschichte ein mittelalterlicher Ursprung und ein späterer Umbau nebeneinander. Sie ergänzt die Wander- und Landschaftsthemen um einen klar benannten historischen Bezugspunkt in Noyarey.
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