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Der Manival gibt Saint-Nazaire-Les-Eymes ein besonderes landschaftliches Profil: Ein großer Schwemmkegel, die Schluchten des Wildbachs und ein Lehrpfad verbinden Naturraum und Ortsgeschichte. Für Ihre Planung lohnt es sich, die verschiedenen Facetten getrennt zu betrachten – vom Weg am Wasser über geologische Spuren bis zu Kirchen und historischen Gärten.

Am Manival: Weg, Wasser und Landschaft

Der Lehrpfad am Manival wurde 2010 entlang der Ufer angelegt. Informationstafeln erläutern die Geschichte des Wildbachs und die Arbeiten, die seinen Verlauf geprägt haben. So geht es auf dem Weg nicht nur um die Landschaft am Wasser, sondern auch darum, wie der Wildbach und seine Entwicklung den Ort geprägt haben. Die Manival-Promenade führt von einem Parkplatz am Ende des Weges in Richtung ONF bis zu einer Waldhütte auf 870 Metern Höhe. Der Verlauf und der Endpunkt geben eine konkrete Orientierung für alle, die den Manival in ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, ohne eine Gehzeit oder Schwierigkeit vorwegzunehmen.

Auch die geologische Umgebung prägt den Charakter der Gemeinde. Der Schwemmkegel des Manival zählt zu den größten Europas; auf ihm liegt am Osthang des Chartreuse-Massivs der 99,16 Hektar große Gemeindewald. Am Hügel des Weilers Ratz hinterließ der Isère-Gletscher vor etwa 15.000 Jahren eine Moräne, die den Hügel heute bedeckt. Schwemmkegel und Moränenhügel stehen damit für unterschiedliche Landschaftsformen innerhalb des Gemeindegebiets – eine hilfreiche Ergänzung zum Blick auf den Wildbach selbst.

Schluchten und Feuchtgebiete

Die Gorges du Manival erstrecken sich über sechs Gemeinden. Ihre nach Süden ausgerichteten Hänge verbinden feuchte und trockene Bedingungen und bieten Lebensraum für Orchideen und mediterrane Pflanzen. In Saint-Nazaire-Les-Eymes sind die Schluchten als ZNIEFF des Typs I ausgewiesen. Das bezeichnet ihren Platz in einem Naturinventar; die konkrete Besonderheit liegt hier in der Verbindung von Ausrichtung, wechselnden Bedingungen und vielfältiger Pflanzenwelt.

Ein anderer Naturraum ist die Zone humide des Cloyères. Das insgesamt mehr als 600 Hektar große Gebiet reicht teilweise in die Gemeinde hinein und umfasst ehemalige Kiesgruben sowie Reste von Auwald. Le Moulin wiederum ist als ZNIEFF des Typs I mit sumpfigen Gehölzen und feuchten Wiesen ausgewiesen. Zusammen mit den Schluchten zeigen diese Gebiete unterschiedliche Lebensräume: hier Hänge mit feuchten und trockenen Bedingungen, dort Gehölze und Wiesen im Feuchtgebiet. Saint-Nazaire-Les-Eymes gehört außerdem zum Parc naturel régional de la Chartreuse; Wege in der Gemeinde sind im Plan Départemental d’Itinéraires de Promenades et de Randonnées (PDIPR) verzeichnet.

Kirchen, Schloss und Weinbaugeschichte

Die Kirche am Place de l’Église wurde 1835 in ihrer heutigen Form wiederaufgebaut und Anfang 1836 gesegnet. Ihre Baugeschichte lässt sich damit auf zwei eng aufeinanderfolgende Daten beziehen. Eine andere historische Spur führt zur Kirche von Clèmes: Sie wird in den Kartularien von Saint-Hugues aus dem 12. Jahrhundert erwähnt und wurde nach der Französischen Revolution in ein Privathaus umgewandelt.

Zum baulichen und landschaftlichen Erbe gehört auch das Château des Eymes, das ebenfalls Château Villeroy genannt wird. Es liegt auf einem von Mauern umgebenen Anwesen mit landwirtschaftlichen Nebengebäuden, einem französischen Garten, einem englischen Garten und einem kleinen Wald. Diese unterschiedlichen Elemente vermitteln eine Vorstellung davon, wie Gebäude, gestaltete Gärten und bewaldete Flächen auf dem Anwesen zusammenkommen.

Auch der Weinbau gehört zur Geschichte der Landschaft: Die Böden und die Lage des Schwemmkegels des Manival begünstigen ihn dort seit dem Mittelalter. Wer sich für die Ortsgeschichte interessiert, findet so neben den Kirchen auch eine landwirtschaftliche Dimension, die mit den geologischen Bedingungen des Gebiets zusammenhängt.

Orientierung in der Chartreuse

Für die Einordnung der Lage sind auch die Straßen- und Radrouten relevant. Die Départementsstraße RD30 führt ab Saint-Nazaire-Les-Eymes über den Col du Coq und gilt als wichtiger Zugang zum Plateau des Petites-Roches und zur Gemeinde Saint-Pierre-de-Chartreuse. Eine Radroute zum Col du Coq beginnt ebenfalls in Saint-Nazaire-Les-Eymes. Beide Angaben geben unterschiedliche Orientierungspunkte für die Reise: Die Straße ist mit den genannten Zielen verbunden, während der Startpunkt der Radroute im Ort liegt.

Weitere Reiseziele entdecken: Vénosc, Septème, Saint-Hilaire, Charantonnay, Saint-Siméon-de-Bressieux, Vaulnaveys-Le-Bas, Chonas-L'amballan, Janneyrias.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Isere.

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