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In Seyssins treffen kulturhistorische Wege auf markante Bauwerke und unterschiedliche Naturräume. Die Colline de Comboire eröffnet Ausblicke über das Grenoble-Tal und die umliegenden Bergketten. Dazu kommen Wanderrouten mit jeweils eigenem Charakter: vom Weg zum Fort de Comboire über eine sportliche Strecke auf den Überresten einer früheren Straßenbahnlinie bis zu einem markierten kulturhistorischen Rundgang.

Landschaft und Natur am Comboire

Die Colline de Comboire erstreckt sich über Claix und Seyssins und ist seit 2017 als sensibles Naturgebiet (Espace Naturel Sensible) eingestuft. Sie bietet Waldkauz, Wanderfalken, europäischen Bibern und Wechselkröten Zuflucht. Zum Landschaftsbild gehören außerdem die Ausblicke auf das Grenoble-Tal und die umliegenden Bergketten.

Auch die Franges vertes de Seyssins zeigen eine besondere Seite der Natur: Ihre Trockenwiesen beherbergen biologische Vielfalt, darunter Orchideen, Schmetterlinge und Kaninchen. Damit stehen unterschiedliche Naturmotive im Blick – vom weiten Panorama der Colline bis zu den Lebensräumen der Trockenwiesen.

Wege mit verschiedenen Schwerpunkten

Die Wanderung zum Fort de Comboire kann am Ökoquartier Pré-Nouvel begonnen werden; gelbe Wegweiser markieren den Weg. Da sich die Beschilderung ändern kann, orientieren Sie sich vor Ort an den aktuellen Hinweisen. Das Fort wurde zwischen 1882 und 1885 errichtet und war das letzte Fort, das im Raum Grenoble gebaut wurde. Hier verbindet sich ein konkretes Wanderziel mit einem Bauwerk, dessen Geschichte sich genau in die Zeit des späten 19. Jahrhunderts einordnen lässt.

Die Via du Tram setzt einen anderen Schwerpunkt. Sie verläuft auf den Überresten der früheren Straßenbahnstrecke, die Grenoble einst mit dem Vercors-Plateau verband, und ist als sportlicher kulturhistorischer Weg zum Wandern oder Radfahren angelegt. Die Strecke ist 38 Kilometer lang und weist insgesamt 1.240 Höhenmeter bergauf und bergab auf. Sie kann zu Fuß, mit dem Mountainbike oder mit dem elektrisch unterstützten Mountainbike bewältigt werden. Streckenlänge, Höhenmeter und sportlicher Charakter machen sie zu einer anderen Wahl als die Wanderung mit dem Fort als Ziel.

Histoire de la Plaine ist ein markierter kulturhistorischer Rundgang, der allen offensteht. So können Sie zwischen einem Weg zu einem konkreten Bauwerk, einer sportlichen Route mit überliefertem Streckenbezug und einem Rundgang mit kulturhistorischem Schwerpunkt wählen.

Für Radfahrende gibt es außerdem einen interkommunalen Radweg: Über die Passerelle du Rondeau verbindet er die beiden Ufer des Drac.

Baugeschichte und Kulturprogramm

Die Kirche Saint-Martin bewahrt eine basilicale Architekturform römischen Ursprungs. Ihre Kapitelle sind seit 1908 als historische Denkmäler eingestuft. Das heutige Château Le Harivel du Rocher wurde 1613 errichtet. Die Tour Saint-Ange ist eines von mehreren befestigten Häusern in Seyssins. So begegnen Ihnen unterschiedliche Bauformen und historische Bezugspunkte, statt einer einzigen, einheitlichen Baugeschichte.

Ein weiterer Kulturbezug ist Les Vagabondes: Seyssins und Seyssinet-Pariset arbeiten seit 2017 im Rahmen dieses gemeinsamen Kulturprogramms zusammen. Die jährliche Saison findet unter anderem in der Kirche Saint-Martin statt, einem von fünf Veranstaltungsorten. Saint-Martin ist damit sowohl über seine Architektur als auch als Veranstaltungsort Teil des kulturellen Angebots. Wenn Sie Ihren Aufenthalt an einer Aufführung ausrichten möchten, prüfen Sie die Termine der jeweiligen Saison.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Andéol, Villard-Reculas, Miribel-Les-Échelles, Mont-De-Lans, Domène, Saint-Étienne-De-Crossey, Treffort, Bellegarde-Poussieu.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Isere.

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