In Tignieu-Jameyzieu reichen die Entdeckungen vom Village des Brocanteurs über sakrale Kunst bis zum Feuchtgebiet Marais de la Léchère. Für die Planung eines Aufenthalts stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: Antiquitäten und Ortsgestaltung, Bau- und Bildgeschichte, Natur oder ein Abendprogramm.
Das Village des Brocanteurs: ein Ort aus Containern
Das Village des Brocanteurs wurde im April 2016 auf einem ehemaligen Industriestandort von 1,8 Hektar geschaffen. Container bilden Gassen und Straßen, die an einen kleinen Ort erinnern; jeder Antiquitätenhändler hat seinen Bereich individuell gestaltet. Zwei Merkmale prägen den Besuch: die Größe des Areals und der kleinteilige, dorfähnliche Aufbau. Wer sich für Antiquitäten interessiert, kann so auch die individuelle Gestaltung der einzelnen Händlerbereiche in den Blick nehmen.
Kapelle und Kirche: Gedenken, Baugeschichte und Glasfenster
Die Kapelle von Jameyzieu wurde 1947 errichtet, um an die Rückkehr der Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkriegs zu erinnern. Ihre Fassadenbilder lassen sich nach außen und innen unterscheiden: Außen ist eine Darstellung der Jungfrau mit Kind aufgemalt. Die Innenseite der Fassadenwand zeigt drei Szenen – die Jungfrau vom Heiligsten Herzen mit einem davor platzierten Globus, die Geburt Christi und die Taufe Christi. Der Gedenkanlass und die religiöse Bildsprache bilden zwei unterschiedliche Zugänge zur Geschichte der Kapelle.
Bei Saint-Antoine ist die zeitliche Unterscheidung wichtig: Das erste Kirchengebäude stammt aus dem Jahr 1350, die neue Kirche wurde 1892 nach den Plänen der Architekten Chatrousse und Ricoud errichtet. Glasfenster des aus Grenoble stammenden Künstlers Etienne Buche befinden sich in den Marien- und den Sankt-Josephs-Kapellen sowie im Chor. So stehen neben der Baugeschichte auch die Fenster und ihr namentlich zugeordneter Künstler im Mittelpunkt des kulturellen Interesses.
Das Marais de la Léchère: Feuchtlebensräume und thematischer Weg
Das Espace Naturel Sensible Marais de la Léchère liegt in Tignieu-Jameyzieu. Sein Mosaik aus Lebensräumen umfasst Cladiaie, Feuchtwiesen sowie Weiden- und Eschengehölze. Dort kommen die geschützte Sumpf-Wolfsmilch und der Sumpf-Peucedan vor. Damit bietet das Marais neben dem Weg durch das Feuchtgebiet auch einen Blick auf dessen unterschiedliche Lebensräume und Pflanzen.
Der thematische Weg ist 1,2 Kilometer lang und ermöglicht eine etwa einstündige Erkundung des geschützten Feuchtgebiets. Das Marais ist über die Bushaltestelle „Place du Dauphiné“ erreichbar. Wenn Sie mit dem Bus fahren möchten, prüfen Sie den Fahrplan vor der Fahrt.
Restaurant und Abendprogramm
Das B’Rock Café ist ein traditionelles Restaurant im Herzen eines Dorfs von Antiquitätenhändlern in Tignieu-Jameyzieu. Es bietet das ganze Jahr über freitag- und samstagabends musikalische Veranstaltungen sowie andere Themenabende an. Wenn Sie einen bestimmten Abend ins Auge fassen, prüfen Sie das jeweilige Programm vorab.
Auch die Salle le Triolet gehört zu vier Veranstaltungssälen mit ganzjährig vielfältigem Programm. Die einzelnen Veranstaltungen wechseln saisonal; für einen Besuch kommt es deshalb auf die Termine im eigenen Reisezeitraum an. Die Hinweise unterscheiden sich: Beim B’Rock Café sind Wochentage für die musikalischen Veranstaltungen genannt, bei der Salle le Triolet wechselt das konkrete Programm saisonal.
Weitere Reiseziele entdecken: Chantesse, Domène, Pont-de-Chéruy, Panissage, Vernas, Pressins, Auberives-en-Royans, Corrençon-En-Vercors.
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