Veyssilieu liegt in einer hügeligen und grünen Landschaft. Für Ihre Orientierung prägen zwei Themen den Ort besonders: die Rundwanderung „Autour de Veyssilieu“ mit ihren Aussichtspunkten und die Geschichte von Kapelle, Kirche und Château. So lässt sich der Aufenthalt nach dem eigenen Schwerpunkt planen: draußen unterwegs sein oder Bauwerke und religiöses Kulturerbe näher in den Blick nehmen.
Rundwanderung und Landschaft
Die Rundwanderung „Autour de Veyssilieu“ beginnt in Veyssilieu und führt zu Aussichtspunkten sowie zur Kapelle Notre-Dame-de-la-Salette auf dem Gipfel des Mont Chatelan. Die Landschaft und die benannten Ziele geben dem Weg einen klaren Charakter: Er verbindet die hügelige, grüne Umgebung mit einem Ort von religiöser und historischer Bedeutung. Wenn Sie Ihren Aufenthalt gern mit einer Wanderung verbinden, ist diese Runde ein konkreter Ausgangspunkt für Ihre Planung. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegbedingungen.
Auf dem zur Kapelle führenden Weg befindet sich außerdem ein Kalvarienberg, der 1893 gesegnet wurde. Sein Standort ergänzt den landschaftlichen Weg um einen weiteren religiösen Bezug und macht auch die Wegstrecke selbst zu einem Teil der örtlichen Kulturerbegeschichte.
Kapelle, Kirche und Château
Die Kapelle Notre-Dame-de-la-Salette steht auf dem Gipfel des Mont Chatelan. Der Priester Jacques Philippe Douare ließ sie als Dank dafür errichten, dass die Jungfrau Maria die Gemeindemitglieder vor der Cholera bewahrt hatte. Die Kapelle wurde 1867 für den Gottesdienst geöffnet und 1978 restauriert. Auf ihrem erhöhten Giebel steht eine Statue der Notre-Dame de la Salette; die skulpturale Gruppe Notre-Dame-de-la-Salette ist als bewegliches Kulturerbe geschützt. Gipfellage, religiöse Geschichte und die kunsthistorischen Details geben der Kapelle mehrere unterschiedliche Blickwinkel.
Die Kirche Saint-Hilaire ist bereits im 14. Jahrhundert urkundlich belegt. Das heutige Kirchengebäude entstand 1891 und ersetzte eine frühere, zerstörte Kirche. In der Kirche befindet sich eine um 1890 entstandene Gruppe von Glasfenstern des aus Grenoble stammenden Künstlers Etienne Buche. Die ungefähren Datierungen der Fenster und des heutigen Gebäudes liegen nah beieinander, während der urkundliche Nachweis der Kirche deutlich weiter zurückreicht. So lassen sich eine lange belegte Geschichte und eine spätere Bau- und Kunstphase unterscheiden.
Das Château de Veyssilieu ist ein privates Schloss aus dem 13. Jahrhundert auf den Anhöhen der Gemeinde. Von der ursprünglichen Anlage ist nur der runde Turm erhalten. Die Restaurierung begann 1828; dabei erhielt das Schloss einen neuen Hauptbau und zwei quadratische Türme. Der Gegensatz zwischen dem erhaltenen runden Turm und den später hinzugefügten quadratischen Türmen macht die unterschiedlichen Bauphasen anschaulich. Als privates Schloss bildet es einen eigenen Schwerpunkt innerhalb des örtlichen Bauerbes.
Besuch planen
Individuelle Besichtigungen der Kulturerbestätte in Veyssilieu sind ganzjährig täglich und ohne Führung möglich; der Eintritt ist frei. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die aktuellen Besuchsangaben.
Weitere Reiseziele entdecken: Oz, Saint-Marcellin, Vienne, Saint-Appolinard, Morette, Chasse-Sur-Rhône, Roussillon En Isere, Autrans
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Isere.