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In La Ricamarie treffen industrielles Erbe und Wasserwege als unterschiedliche Schwerpunkte aufeinander. Am Puits des Combes steht das letzte Fördergerüst des Orts; der Sentier de l’eau führt zu Anlagen der Wasserversorgung am Ondenon. Ein Bergbaumuseum, eine mehrfach restaurierte Kapelle und ein Erinnerungsort ergänzen das Bild. Für Ihren Aufenthalt können Sie daher nach Interesse zwischen Bergbaugeschichte, Gedenken und einer zeitlich umrissenen Route wählen.

Bergbaugeschichte und Erinnerungsorte

Das Fördergerüst des Puits des Combes wurde 1950 fertiggestellt und ist das letzte Fördergerüst von La Ricamarie. Zusammen mit den Übertagebauten wurde es durch Erlass vom 3. November 2003 als historisches Denkmal eingetragen. Die beiden Daten stehen für unterschiedliche Etappen: 1950 bezeichnet die Fertigstellung, 2003 den Eintrag als Denkmal.

Das Musée de la mine widmet sich Methoden der Kohlegewinnung und erzählt anhand ehemaliger Bergleute von deren Leben unter Tage. Die Führungen werden von ehemaligen Bergleuten kommentiert. Das Museum befindet sich im Erdgeschoss einer Schule hinter dem Rathaus von La Ricamarie. Prüfen Sie vor der Reise das aktuelle Besuchsprogramm und die Besuchsmodalitäten.

Auch die Chapelle polonaise hat eine Restaurierungsgeschichte: Putz, Malereien und Dekorationen wurden mehrfach restauriert; dabei wurden die ursprünglichen Formen und Farben berücksichtigt.

Das Monument des Étoiles erinnert an die 14 Opfer der sogenannten Fusillade du Brûlé vom 16. Juni 1869. Jedes Jahr erinnern die Gemeinde La Ricamarie und das Épallle Théâtre mit dem Festival Résonances de luttes an die Schießerei. Das Denkmal und das Festival setzen unterschiedliche Akzente des Gedenkens: Das eine erinnert an die Opfer, das andere an das jährlich wiederkehrende Erinnern an das Ereignis. Wenn Sie zu einer bestimmten Ausgabe reisen möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine vorab.

Wasserwege und Zeitplanung

Der markierte Rundweg Sentier de l’eau ist 9,5 Kilometer lang, dauert etwa drei Stunden und weist einen Höhenunterschied von 176 Metern auf. Er führt vom Waschhaus über Reservoirs bis zum Barrage de l’Ondenon und erschließt ältere wie neuere Anlagen zur Wassergewinnung, -speicherung und -verteilung. Die Wasserversorgung bildet so den thematischen roten Faden der Route. Rund um den Ondenon verläuft der Weg auch an der Orientierungstafel von Bessy vorbei.

Vom Barrage de l’Ondenon führen Wanderwege in den Pilat und hinauf zum Belvédère du Guizay. Daneben gibt es in La Ricamarie einen zweistündigen Spaziergang über Wege und Forststraßen. Für die Zeitplanung stehen damit zwei unterschiedlich lange Optionen gegenüber: der zweistündige Spaziergang und der etwa dreistündige Sentier de l’eau. Wer sich für die Anlagen der Wasserversorgung interessiert, findet auf dem Sentier einen klar umrissenen thematischen Schwerpunkt; der Spaziergang ist eine weitere Möglichkeit, Zeit auf Wegen und Forststraßen einzuplanen.

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