Ein 700 Meter langer künstlicher Fluss am Fuß des Damms macht das Wasser zu einem markanten Thema in Saint-Pierre-De-Bœuf; zugleich erzählen Treidelpfad und frühere Seidenweberei von der Ortsgeschichte. Für die Auswahl eines Aufenthaltsziels bietet der Ort damit verschiedene konkrete Schwerpunkte: Wasseraktivitäten, Radstrecken und historische Bauwerke.
Wasseraktivitäten mit saisonalen Unterschieden
Der Espace Eaux Vives du Pilat Rhodanien verfügt am Fuß des Damms über einen 700 Meter langen künstlichen Fluss. Auf dem See sind im Espace Eaux Vives ruhigere Aktivitäten wie Kanufahren und Stand-up-Paddling möglich. Der Betrieb kann saisonal variieren; auch die Verfügbarkeit der Seeaktivitäten ist saisonabhängig.
Die Freizeitbasis von Saint-Pierre-De-Bœuf bietet Orientierungslauf, Aktivitäten in ruhigem und wildem Wasser, Pétanque und Volleyball. Baden ist verboten. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Betriebsabläufe der Freizeitbasis, damit diese Bedingungen zu Ihrer Planung passen.
Radfahren an der ViaRhôna und auf benannten Routen
Der Standort des Espace Eaux Vives liegt an der ViaRhôna. Die Route „VAE Saint-Pierre-de-Bœuf“ beginnt am Espace Eaux Vives und führt durch Weinberge 3 km in Richtung des Weilers Chézenas. Sie verläuft außerdem über kleine Straßen auf den Rhône-Balkonen durch Obstgärten und die Weinberge des Pilat und bezieht auch Malleval ein, das als charaktervolles Dorf klassifiziert ist.
Eine weitere Option ist die Mountainbike-Route „VTT n°8 – Les Gorges de Malleval“. Sie beginnt und endet an der Maison de la Lône in Saint-Pierre-De-Bœuf und bietet einen Ausblick auf die Gorges de Malleval. Prüfen Sie vor der Abfahrt die Bedingungen der jeweiligen Route.
Treidelpfad und Seidengeschichte
Am Treidelpfad steht der Baum der Freiheit. Er wurde 1848 nach der Abdankung von Louis Philippe zur Feier der Zweiten Republik gepflanzt. Ebenfalls am Treidelpfad erinnern noch vereinzelt sichtbare Festmähringe und eine „Puppe“ an die Flussgeschichte des Ortes; ihre Sichtbarkeit kann variieren.
Zur Industriegeschichte gehört die Seidenweberei: 1852 gab es in Saint-Pierre-De-Bœuf 300 Webstühle, die für die Fabrique Lyonnaise arbeiteten. Im 19. Jahrhundert nutzten die Webereien Dampfkraft. Im 19. Jahrhundert kam Kohle aus Saint-Étienne zunächst auf dem Wasserweg und später per Eisenbahn ins Dorf.
Kirchenbau und Kapelle von Chézenas
Die Arbeiten an der heutigen Kirche von Saint-Pierre-De-Bœuf begannen am 2. Februar 1863. Eingeweiht wurde sie im Juli 1864; die Arbeiten wurden bis 1883 fortgesetzt. Die Kirche ist den Aposteln Petrus und Paulus geweiht.
Die Kapelle von Chézenas wurde 1705 für die Familie des Barons Bellet de St Trivier erbaut und am 3. September 1807 den Einwohnern von Chézenas in gemeinschaftliches Eigentum übergeben. Sie ist im römischen Stil gehalten und beherbergt eine Darstellung des heiligen Vinzenz sowie ein Prozessionskreuz aus dem 18. Jahrhundert. Restauriert wurde die Kapelle 1988. Baugeschichte, Widmung und Ausstattung bieten hier einen anderen historischen Schwerpunkt als die Industrie- und Flussgeschichte des Ortes.
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