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Ein Holzsteg führt mitten in die Tourbière de Gimel; auf dem Chemin de Petaloup ist eine alte Straßenbautechnik erhalten. Saint-Régis-Du-Coin verbindet solche Natur- und Kulturdetails mit Wegen in den Höhen des Pilat. Wer einen Aufenthalt plant, kann zwischen Moorlandschaft, historischen Spuren, Trail-Angeboten und nordischem Skilauf wählen – je nachdem, welche dieser Seiten des Ortes im Mittelpunkt stehen soll.

Moorlandschaft und Teiche

Die Tourbière de Gimel ist ein Feuchtgebiet an den Quellen der Dunerette auf 1.200 Metern Höhe. Ein eigens angelegter Holzsteg führt Besucher bis ins Zentrum. Im Juni sind dort Libellen und Wollgras zu beobachten. Ein Parkplatz dient als Ausgangspunkt; für Rollstuhlfahrer ist die Tourbière mit Unterstützung zugänglich. Auch ein Familienangebot gehört dazu: „Drosira et la Tourbière musicale“ verbindet eine Natur-Rallye mit Ermittlungsaufgaben, Herausforderungen und einem abschließenden Spiel. So stehen Naturbeobachtung und spielerisches Entdecken am selben benannten Ort nebeneinander.

Die Plans d’eau de Prélager bilden eine weitere, anders geprägte Feuchtlandschaft: eine Kette aus sieben künstlichen Teichen, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu Freizeitzwecken am Lauf der Dunerette nahe ihren Quellen angelegt wurden. Sie erstrecken sich auf etwa 1.100 Metern Höhe unmittelbar unterhalb des Weilers Prélager. Das Gebiet ist als Natura-2000-Feuchtgebiet eingestuft. Der Teich La Couronne ist ein Gewässer erster Kategorie für die Fischerei.

Historische Spuren am Weg

Am Chemin de Petaloup sind auf 100 Metern noch Pflaster und Platten erhalten. Die Bauweise gilt als typisch für das Ancien Régime. Der Weg ist zugleich Teil eines Pilgerwegs nach Compostela, der die Rhône mit Le Puy verbindet. Seine erhaltene Oberfläche und seine Rolle als Abschnitt einer längeren Route geben zwei verschiedene Anhaltspunkte für die Einordnung: Hier geht es sowohl um historische Straßenbautechnik als auch um einen Weg mit überregionalem Pilgerbezug.

Bei der Chapelle et le petit clos liegt die Einfriedung des ersten Friedhofs gegenüber der ursprünglichen Kirche von 1830. Die neue Kirche wurde 1896 fertiggestellt; ihre Glasfenster entstanden im folgenden Jahr. Eine andere historische Grenzfunktion veranschaulicht die Pierre des 3 évêques: Der Stein hat einen Durchmesser von 2,50 Metern und liegt auf einer Wasserscheide. Unter den Römern grenzte er die Provinzen La lyonnaise, La Gaule und La Narbonnaise voneinander ab. Im Mittelalter wurde er zum Verbindungspunkt der Bistümer Lyon, Vienne und Le Puy-en-Velay. Damit stehen an den benannten Orten kirchliche Geschichte und ältere territoriale Einteilungen im Blick.

Wege, Training und Wintersport

Das Pôle Trail liegt im Parc Naturel Régional du Pilat. Es umfasst mehr als zehn angelegte Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und technischen Anforderungen sowie drei Trainingsrunden: „TRAINING ZONE“, „TRAINING COTE“ und „FARTLEK“. Zum Angebot gehören außerdem ein Empfangsbereich mit Umkleiden, Duschen und Schließfächern, eine Nordic-Walking-Strecke, eine Cani-Cross-Strecke, zwei permanente Trail-Strecken und ein Training Park. Vor der Nutzung sollten Sie die Routendetails prüfen.

Die konkreten Strecken unterscheiden sich deutlich in Länge und Höhenunterschied: La Glacière ist eine 6,8 Kilometer lange Cani-Cross-Strecke mit 100 Metern Höhendifferenz. Les Menhirs de Gimel ist eine 21 Kilometer lange Trail-Strecke mit 540 Metern Höhendifferenz. La Glacière ist kürzer und weist eine geringere Höhendifferenz auf als Les Menhirs de Gimel. Auch Mountainbiken kommt infrage: Die meisten Wege in Saint-Régis-du-Coin eignen sich dafür; die Bedingungen einzelner Wege können variieren.

Das Domaine Nordique de St Régis du Coin bietet 15 Kilometer präparierte und markierte nordische Ski-Routen mit Einstieg im Dorf Saint-Régis-du-Coin. Für diese Aktivität ist damit ein Startpunkt im Dorf genannt; die Trail-Routen und die Ski-Routen bilden unterschiedliche Optionen für die Planung.

Aussichtspunkte und Zugänge

Die Table d’orientation du sommet de Panère liegt auf 1.302 Metern Höhe und ist ausschließlich zu Fuß vom Dorf Saint-Régis-du-Coin oder vom Weiler Gimel aus erreichbar. Die Table d’orientation du crêt de Chaussître liegt auf 1.220 Metern. Vom Parkplatz oberhalb des Weilers Teil führt der Chemin du Teil in zehn Minuten zu Fuß dorthin; von dort reicht die Aussicht auf das Yssingelais und die Haute-Loire. Die Zugänge unterscheiden sich: Für Panère sind zwei Ausgangspunkte genannt, während für den crêt eine Gehzeit und ein Weg ab Parkplatz angegeben sind.

Weitere Reiseziele entdecken: Villars, La Pacaudière, Neulise, Bonson, La Fouillouse, Cherier, L'etrat, Palogneux.

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