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Le Bois-D'oingt verbindet ein befestigtes historisches Zentrum mit Renaissancearchitektur und illusionistischer Fassadenmalerei. Das Zentrum war 1226 eine befestigte Stadt; im alten Kern sind Häuser mit Renaissancefenstern, Türen mit Kielbogenabschlüssen und Wendeltreppen erhalten. Die meisten Häuser im Zentrum sind aus goldfarbenem Stein erbaut. Für einen kulturorientierten Aufenthalt ergibt sich daraus eine klare Spur: Architektur, Ortsgeschichte und Malerei stehen im Vordergrund.

Steinhäuser, Renaissanceformen und Fassadenmalerei

Bei den Häusern unterscheidet sich der goldfarbene Stein als Material vieler Gebäude von den kleineren Details an Fenstern und Türen. Der Kielbogenabschluss bezeichnet die geschwungene Kontur am oberen Rand einer Tür; die Renaissancefenster bilden ein eigenes Gestaltungselement. Auch Wendeltreppen gehören zum erhaltenen Bestand im alten Zentrum und ergänzen das Bild der historischen Architektur um ein Merkmal der Bauweise. Wer sich für Bauformen interessiert, kann so verschiedene Maßstäbe auseinanderhalten: vom Material der Häuser bis zur Form einzelner Öffnungen und Treppen.

Ein weiterer Kunstakzent sind zwei Trompe-l'œil-Fassaden, die der Maler John Mc Grew in den 1980er-Jahren in Le Bois-D'oingt malte. Trompe-l'œil ist eine illusionistische Malweise, die räumliche Tiefe vortäuscht. Damit unterscheiden sich die Fassadenbilder von den erhaltenen Fenstern, Türabschlüssen und Treppen: Hier steht eine gemalte Wirkung neben überlieferten Bauteilen. Die Kombination gibt Kulturinteressierten zwei unterschiedliche Themen: die Baugeschichte des alten Zentrums und die Fassadenmalerei des Künstlers.

Museum, ehemalige Kirche und Kapelle

Für einen gezielten Museumsbesuch braucht es eine andere Planung als für die Betrachtung der Fassaden: Das John-Mc-Grew-Museum ist nach vorheriger Reservierung zugänglich. Reservieren Sie also vorab, wenn das Museum zu Ihrem Programm gehören soll. Die ehemalige Kirche wird heute als Ausstellungs- und Veranstaltungssaal genutzt; prüfen Sie vor der Reise, ob der Saal zu Ihrem Besuchstermin zugänglich ist. So lassen sich der reservierungspflichtige Museumsbesuch und die aktuelle Nutzung des Saals als unterschiedliche Besuchsoptionen einplanen.

Auf dem Friedhof steht außerdem die Chapelle Saint Roch aus dem 17. Jahrhundert. Sie setzt eine andere historische Zeitmarke als die Befestigung des Zentrums im Jahr 1226. Wer sich für die Ortsgeschichte interessiert, kann so ein Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert neben die mittelalterliche Befestigung stellen und die unterschiedlichen Epochen des Ortsbilds im Blick behalten.

Markt, Park und Wandermöglichkeit

In Le Bois-D'oingt findet am Dienstagvormittag ein Markt statt, am Freitagnachmittag ein Biomarkt. Die beiden Angebote liegen an unterschiedlichen Wochentagen und Tageszeiten. Wenn einer der Termine in Ihre Reise fällt, prüfen Sie die Markttage vor Ort, da sich wiederkehrende Zeiten ändern können. So können Sie überlegen, welcher Markt eher zu Ihren Reisetagen passt.

Der öffentliche Park der Maison Pichat kann besucht werden und bietet einen anderen Aufenthaltsschwerpunkt als die historischen Bauteile im Zentrum. Am Chemin de la voie du Tacot wurde 2018 ein Picknickraum (salle hors-sac) eröffnet. Prüfen Sie vorab, ob der Raum bei Ihrem Besuch zugänglich ist.

Auch eine Wanderung kann bei der Ortswahl eine Rolle spielen: Rando' Val d'Oingt kann in Le Bois-D'oingt beginnen. Als Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der salle hors sac angegeben; prüfen Sie die Parkplatzregelungen vor der Tour. Damit können Sie abwägen, ob Sie den Ort vor allem wegen seiner Architektur und Kultur besuchen oder eine mögliche Wanderung in Ihre Planung einbeziehen möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Denicé, Saint-Germain-Nuelles, Chassagny, Vaux-En-Beaujolais, Saint-Jean-Dʼardières, Taluyers, Fleurie, Feyzin.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rhône.

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