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Die Kirche Saint-Nicolas steht auf einem Felssporn, weit abseits der anderen Dörfer. Von hier reicht der Blick über das gesamte Becken von Aigueblanche und die umliegenden Gipfel. Diese markante Lage verbindet den Kirchenort mit einem weiten Blick auf die Landschaft.

Wasserläufe und Höhen

Das Gemeindegebiet von Le Bois erstreckt sich über das Becken des Sècheron, des Abflusses des Lac de la Coche. Es reicht über die Kämme oberhalb des Sees bis zum Pas de Pierre Larron auf 1.789 Metern Höhe. Der Sècheron entspringt auf 1.611 Metern unterhalb des Berges Longe-Chat, verläuft 3.200 Meter innerhalb von Le Bois und mündet bei Aigueblanche in die Isère. Quelle, Verlauf und Mündung ordnen den Bach in der Landschaft ein; zugleich reichen die Gemeindegrenzen bis zu den Höhenzügen und zum Pass.

Auch der Nant Noir prägt die räumliche Orientierung: Ein Teil seines Verlaufs durch das Gemeindegebiet bildet die Grenze zu Bellecombe. Der Staudamm La Coche liegt in Le Bois auf 1.401 Metern Höhe. Davon zu unterscheiden ist der Barrage d’Aigueblanche: Er überspannt die Isère zwischen Aigueblanche und Le Bois und ist von der Nationalstraße RN90 aus sichtbar.

Kirche, Château und historische Spuren

Die Kirche Saint-Nicolas stammt aus dem 17. Jahrhundert; ihr Altaraufsatz wurde 1694 erneuert. Die beiden Angaben führen von der Entstehungszeit des Gebäudes zu einer späteren Veränderung im Kircheninneren. Zusammen mit dem Felssporn und dem Blick über das Becken ergibt sich ein klarer Bezug zwischen Baugeschichte und Landschaft.

Das Château de Le Bois stammt aus dem 15. Jahrhundert. Erhalten sind der ehemalige Wohnbereich des Grundherrn, ein Rundturm, eine Wendeltreppe über drei Stockwerke, der Hauptbau und ein quadratischer Turm. Das Château befindet sich in Privatbesitz. Klären Sie vor einem geplanten Besuch die aktuelle Zugangsmöglichkeit.

Ein weiterer historischer Bezug ist die Römerstraße Lyon–Mailand, die am Fuß von Le Bois am linken Ufer der Isère verlief. Ein militärischer Meilenstein bei La Pierre in Sainte-Hélène-du-Bois markierte ihren Verlauf. Die beiden Angaben betreffen unterschiedliche Punkte: den Verlauf der Straße bei Le Bois und eine Markierung bei La Pierre.

An den Hängen von Le Bois gab es früher Weinberge, Obstgärten und Weiden. Gouche Noir galt als die am weitesten verbreitete Rebsorte; der größte Teil der Weinberge ist inzwischen aufgegeben. Damit gehört der Weinbau zur historischen Prägung der Hänge, nicht zu einem belegten aktuellen Angebot.

Wasserkraft und Wege

Das Wasserkraftwerk La Coche nutzt reversible Turbinen zum Pumpen und zur Turbinierung von Wasser. Das Sommerprogramm 2026 umfasste geführte Besichtigungen des Kraftwerks. Wenn Sie einen Besuch zu einem späteren Zeitpunkt planen, prüfen Sie vorab die aktuellen Termine.

Der Spazierweg zu den Morel-Wasserfällen führt durch Le Bois. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuelle Routeninformation, wenn Sie diesen Weg in Ihre Planung aufnehmen.

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