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Les Chapelles verbindet eine von Hanglagen geprägte Gemeindelandschaft mit Kirchen, einer historisch gestalteten Ferme und einer Kunstgalerie. Sakrale Bildwerke, eine markante Fassade und Kunst aus Bildhauerei, Malerei und Fotografie setzen unterschiedliche Schwerpunkte. So lässt sich der Ort über Landschaft, Baugeschichte und Kunst entdecken.

Hanglagen und Aussicht in Picolard

Das Gemeindegebiet ist stark von Hanglagen geprägt und reicht von etwa 800 m bis zu einem höchsten Punkt von 2.900 m; der Höhenunterschied beträgt rund 2.000 m. Eine konkrete Aussicht bietet der Weiler Picolard. Er liegt auf 1.250 m an der Hangterrasse des Versant du Soleil. Von dort reicht der Blick auf die Skigebiete Les Arcs, Montchavin-les-Coches, La Plagne und La Rosière sowie auf den Col de la Madeleine und den Mont Pourri. Die Höhenangaben beziehen sich auf zwei unterschiedliche Ebenen: auf die gesamte Gemeinde und auf die konkrete Lage des Weilers. Picolard bietet damit einen eigenen Bezugspunkt innerhalb der weitläufigen Hanglandschaft.

Kirchen, Kapellen und Baugeschichte

Die Eglise Saint-Martin wurde zwischen 1681 und 1686 erbaut. Ihr neoklassizistischer Hauptaltaraufsatz trägt ein Gemälde des heiligen Martin; auf der Altarmensa ist ein Flachrelief des Letzten Abendmahls angebracht. Für Einzelpersonen und Gruppen werden geführte Besichtigungen angeboten. Die Chapelle-Notre-Dame-du-Mont-Carmel setzt einen anderen Akzent: Ihre Innenmalereien wurden restauriert. In der St Antoine's Chapel im Weiler Picolard steht wiederum der barocke Altaraufsatz mit typischer Ikonografie im Mittelpunkt. Die Kapelle stammt aus dem Jahr 1702 und liegt am Besichtigungsweg „Chemins du Baroque“.

Auch die Ferme de Villarivon erzählt eine eigene Baugeschichte. Sie ist teilweise als historisches Denkmal geschützt. Ab dem 18. Jahrhundert begann eine Notablenfamilie, die Ferme durch bauliche Gestaltung als Ausdruck ihres sozialen Erfolgs umzuformen. Zu den prägenden Merkmalen gehört die monumentale Fassade mit zwei Reihen falscher Fenster und einer italienisierenden Bemalung, die mit einer um 1850 in Turin verbreiteten Mode verbunden ist. So treffen zwei zeitliche Ebenen aufeinander: Die Umgestaltung begann ab dem 18. Jahrhundert, während der Stil der Bemalung auf eine später verbreitete Mode verweist.

Kunst in Chevrière

Art Espace Chevrière ist eine Kunstgalerie im Weiler Chevrière, oberhalb des Tarentaise-Tals und mit Blick auf das Vanoise-Massiv. Die 2017 eröffnete Galerie zeigt Werke von Bruno Barbieri, Bildhauer und Maler, Yannick Chirat, Bildhauer, sowie Pierre Bottex, Fotograf. Damit kommen mehrere künstlerische Medien zusammen: Barbieri verbindet Bildhauerei und Malerei, Chirat ist als Bildhauer vertreten und Bottex mit Fotografie. Das bietet einen anderen Zugang zu Les Chapelles als die sakralen Bildwerke und die Fassadengestaltung der Ferme.

Routen mit verschiedenen Schwerpunkten

Die Routenangaben setzen unterschiedliche Akzente. Die St Antoine's Chapel liegt am Besichtigungsweg „Chemins du Baroque“. Die Route „Les Hameaux du Soleil“ ist mit blauen Markierungen ausgeschildert und folgt kurz nach dem Dorf Bellentre einem begrünten Radweg, der nach Aime führt. Wenn Sie diese Route einplanen, prüfen Sie die Routenbedingungen und den Radzugang vor der Reise lokal. Damit stehen ein benannter Besichtigungsweg und eine Route mit ausgewiesenem Radweg in unterschiedlichen Zusammenhängen: Die eine ist mit der Kapelle verbunden, die andere wird durch Markierungen und ihren Verlauf in Richtung Aime charakterisiert.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Martin-De-Belleville, Lépin-Le-Lac, Chignin, Presle, Montcel, Chambéry, Albiez Montrond, Grésy-Sur-Isère.

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