Montagny bietet einen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt, der sich an Kirchen, Kapellen und einer Zylinderorgel festmachen lässt. Die Baugeschichte reicht von Kapellen, die schon vor dem Pastoralbesuch von 1633 errichtet waren, bis zur Kirche des Très Saint Sacrement aus den Jahren 1900 bis 1903. Wer für einen Aufenthalt in Montagny eine Ferienwohnung sucht, kann die Wahl des Reiseziels an einem konkreten Interesse ausrichten: Sakralarchitektur, historische Widmungen und Bildwerke stehen hier im Mittelpunkt.
Kirche und Zylinderorgel
Die Kirche des Très Saint Sacrement wurde zwischen 1900 und 1903 im neugotischen Stil errichtet. In der Kirche von Montagny befindet sich außerdem eine Zylinderorgel. Sie hat eine Klaviatur mit sechs Registern, eine Kurbel zur Betätigung der Zylinder und 24 Walzen. Diese Merkmale geben dem Instrument einen eigenen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt neben der Architektur. Am 1. März 1984 wurde die Zylinderorgel als geschütztes Objekt unter Denkmalschutz gestellt. Das Datum bezeichnet den Schutz der Orgel; die Bauzeit 1900 bis 1903 gehört dagegen zur Kirche.
Kapellen mit eigener Geschichte
Die Kapelle Notre-Dame-de-la-Visitation befindet sich im Weiler La Thuile in Montagny und war bereits vor dem Pastoralbesuch von 1633 unter dem Namen Notre-Dame-des-Grâces errichtet worden. Ein barockes Retabel mit Vergoldungen und pausbäckigen Engelsfiguren gehört zu ihrer Ausstattung. Retabel bezeichnet den Altaraufsatz; die Figuren und Vergoldungen lenken den Blick damit auf ein eigenes Gestaltungselement neben der Baugeschichte.
Die Kapelle Saint Bon im Dorf La Roche in Montagny wurde 1650 errichtet und ist dem heiligen Bon geweiht. Das Retabel zeigt den heiligen Bon zusammen mit Franz von Sales und dem seligen Amadeus von Savoyen; darüber ist die Jungfrau Maria dargestellt. In der Kapelle Saint-Roch im Dorf Le Villard in Montagny setzt die Geschichte früher an: Sie wurde kurz vor dem Pastoralbesuch von 1633 errichtet. Ihr Retabel zeigt Notre-Dame de Pitié, den heiligen Johannes den Evangelisten, den heiligen Rochus und die heilige Apollonia.
Die Retabel bieten einen eigenen Vergleich der Bildwerke: Bei Notre-Dame-de-la-Visitation prägen Vergoldungen und Engelsfiguren das Gestaltungselement; bei Saint Bon und Saint-Roch sind jeweils andere religiöse Figuren dargestellt. Wer die Kapellen betrachtet, kann daher neben den Bauzeiten auch die unterschiedlichen Bildmotive als Orientierung für das eigene Interesse nutzen.
Notre-Dame-des-Neiges: Aussicht und Wallfahrt
Die Kapelle Notre-Dame-des-Neiges wurde 1750 infolge eines Gelübdes errichtet und 1891 näher an die Dörfer wiederaufgebaut. Sie überblickt das gesamte Tal und liegt an der Kreuzung der Straße nach Le Villard mit der Straße, die vom Ortszentrum bergauf Richtung Moranche führt. Sie ist ganzjährig täglich geöffnet; die Wallfahrt zu Notre-Dame-des-Neiges am 15. August findet weiterhin statt. Für die zeitliche Planung sind die Angaben verschieden: Die tägliche Öffnung gilt das ganze Jahr, während der Wallfahrtstermin auf den 15. August fällt.
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