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Saint-Jean-de-Belleville bietet unterschiedliche Anlässe für einen Aufenthalt: Bergtouren mit sehr verschiedenen Zeitangaben, Kirchen und Kapellen mit eigener Baugeschichte sowie Beaufort aus lokaler Herstellung. Für die Tourenplanung lohnt sich zuerst ein Blick auf die Gehzeit und Höhenmeter. Die Route zum Plan Lombardie und der Aufstieg zum Cheval Noir setzen hier deutlich unterschiedliche Schwerpunkte.

Bergtouren mit unterschiedlichem Zeitbedarf

Die Route zum Plan Lombardie beginnt und endet in La Flachère. Sie ist als sehr leicht eingestuft, 12,1 Kilometer lang und als Hin- und Rückweg mit ungefähr einer Stunde und 30 Minuten angegeben. Für den Aufstieg sind 474 Höhenmeter, für den Abstieg 469 Höhenmeter verzeichnet. Damit lässt sich die Tour anhand einer konkreten Gehzeit und eines überschaubareren Höhenmeterprofils planen.

Der Aufstieg zum Cheval Noir ab La Sauce ist ebenfalls ein Hin- und Rückweg, fällt bei den angegebenen Werten aber anders aus: 14 Kilometer, sieben Stunden Gehzeit sowie jeweils 1.241 Höhenmeter im Aufstieg und im Abstieg. Der Vergleich macht vor allem den Zeitaufwand und die Höhenmeter sichtbar; für die Wahl zwischen den Touren sind das greifbare Unterschiede. Auf seinem Gipfel in 2.832 Metern Höhe reicht der Blick über die Lauzière-Kette; dort steht auch eine Skulptur aus Metall in Form eines sich aufbäumenden Pferdes.

Kapellen, Kirchen und Bauformen

Die Kirche Saint-Jean-Baptiste steht auf einem Vorsprung und wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Ihr Rosenkranzaltar zeigt fünf von insgesamt 15 Rosenkranzszenen; dazu kommen zwei weitere Altäre. Begleitete Besichtigungen sind auf Anfrage bei der mairie déléguée von Saint-Jean-de-Belleville möglich. Diese Besuchsform sollten Sie bei der Planung berücksichtigen.

Die Kapelle Notre-Dame des Grâces liegt auf halber Strecke zwischen Villarly und Saint-Jean-de-Belleville auf einem Felssporn und bietet einen Blick auf die Berge. Sie wurde 1740–1741 auf einem Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes erbaut. Das Dach prägen eine Kuppellaterne und ein Glockentürmchen über dem Eingang. Im Inneren befinden sich drei Altäre sowie ein mit Cordouanleder bezogener Altar.

Auch La Sauce und La Flachère geben Anlass, auf die Baugeschichte zu achten. Die Kapelle Saint-Barthélémy in La Sauce stammt aus der Zeit vor 1633 und wurde in den 2000er-Jahren renoviert. Der Weiler La Sauce gilt als das am besten erhaltene Dorf der Route zum Plan Lombardie; seine charakteristische ländliche Bebauung veranschaulicht das Bauen am Hang. In La Flachère befindet sich eine kleine Kapelle romanischen Ursprungs. Am Glockenturm sind die Wappen der Erzbischöfe von Tarentaise zu sehen.

Landschaft und Beaufort

Zum Landschaftsbild gehört auch der dichte Forêt de Longefrasse: Er schützt Siedlungen vor Lawinen und hält bei Steinschlag Erde und Geröll zurück. Die Aussicht vom Cheval Noir und die Schutzfunktionen des Waldes zeigen zwei unterschiedliche Seiten der Berglandschaft – weite Sicht vom Gipfel und eine konkrete Rolle des Waldes am Hang.

Beaufort ist mit mehreren lokalen Angaben verbunden. La Ferme des Combes in La Sauce produziert im Sommer Beaufort d’alpage. Auf der Combes-Alm wird Beaufort hergestellt und vor Ort verkauft; von La Sauce aus ist sie in 20 Minuten zu Fuß erreichbar. Da Produktion und Verkauf saisonal sind, empfiehlt es sich, sie vorab lokal zu bestätigen.

Die Hütte am Plan Lombardie serviert saisonal hausgemachte Mahlzeiten, Desserts und Tartes; teilweise werden sehr lokale Produkte verwendet. Sie ist außerdem mit Solarpaneelen ausgestattet, über die sich Akkus elektrisch unterstützter Fahrräder sicher laden lassen. Bestätigen Sie den Betriebsstatus dieser Einrichtung vor Ihrem Besuch.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Martin-De-Belleville, Montmélian, Albiez Montrond, Valloire, Tresserve, Beaufort, Serrières-En-Chautagne, Ruffieux.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Savoie.

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