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Doliana verbindet sakrale Bauwerke mit konkreten Kapiteln seiner Ortsgeschichte. Im Narthex der Kirche des Heiligen Demetrios – Old Metochi befand sich die erste Schule des Dorfes. Weitere kulturelle Themen reichen von Kirchenarchitektur und Ikonenmalerei bis zu Gedenkzeichen im Ortszentrum und historischen Wassermühlen.

Kirchen und ihre Geschichte

Die Kirche des Heiligen Demetrios – Old Metochi wurde 1847 niedergebrannt und 2020 von der Region Epirus renoviert. Brand und Renovierung markieren zwei klar getrennte Stationen ihrer Geschichte. Zusammen mit der früheren Nutzung des Narthex als Dorfschule verbindet sich der Kirchenbau sowohl mit Bildungsgeschichte als auch mit einem historischen Einschnitt.

Bei der Kirche der Geburt der Jungfrau Maria in Doliana stehen Bauweise und Innenraum im Vordergrund. Sie ist aus Stein erbaut, besitzt eine hölzerne Ikonostase und ein vollständig mit Fresken ausgestaltetes Inneres. Die Merkmale betreffen verschiedene Ebenen: das Material des Gebäudes, die Ausstattung und die Wandgestaltung. Im umfriedeten Bereich der Kirche liegt außerdem das Grab von Major Ioannis Alivizatos. Für den Vergleich der Kirchen sind diese Unterschiede hilfreich: Old Metochi verbindet frühere Schulnutzung und Baugeschichte, während die Geburtskirche durch Material, Ausstattung und das Grab eigene architektonische und erinnerungsgeschichtliche Bezüge setzt.

Kloster und Ortsmitte

Das Kloster des Heiligen Iakovos, auch „Longos“ von Dolianá genannt, wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Es war das erste Zentrum für Ikonenmalerei in der Gegend; viele Ikonenmaler aus Epirus studierten dort. Die Datierung ordnet das Bauwerk zeitlich ein, seine frühere Rolle als Zentrum und Studienort verbindet Doliana zugleich mit der Kunstgeschichte der Gegend. Während die Geburtskirche durch Steinbau, Ikonostase und Fresken geprägt ist, lenkt Longos den Blick auf die Geschichte der Ikonenmalerei.

Auf dem zentralen Platz stehen zwei verschiedenartige öffentliche Zeichen. Das Heldenmonument ist den für ihre Heimat Gefallenen gewidmet; auf der Marmortafel stehen die Namen der Einwohner von Dolianá, die im Griechisch-Italienischen Krieg und während des Widerstands fielen. Die Uhr auf dem zentralen Platz wurde in den späten 1980er-Jahren erbaut und von der Bruderschaft der Einwohner von Dolianá gestiftet. Die beiden Objekte unterscheiden sich in ihrem Schwerpunkt: Beim Monument sind Widmung und Namensliste zentral, bei der Uhr ihre Entstehungszeit und die Stiftung.

Traditionelle Wassermühlen

Auch die Wassermühlen bieten unterschiedliche kulturhistorische Anknüpfungspunkte. Die traditionelle Mühle „Opayas“ bei St. George Doliana stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist als geschütztes Denkmal ausgewiesen. Bei der traditionellen Mühle „Della Bros“ können Besucher Werkzeuge und Geräte besichtigen, die früher zum Mahlen von Getreide und für weitere Arbeiten verwendet wurden. So steht bei Opayas die historische Datierung mit dem Denkmalschutzstatus im Vordergrund, bei Della Bros die überlieferte Ausstattung und ihre frühere Verwendung. Wer sich für die Geschichte des Mahlens interessiert, findet bei den Geräten von Della Bros einen konkreten Bezug zu früheren Arbeitsmitteln; Opayas ist über Alter und Denkmalausweisung eingeordnet.

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