Wasser prägt die besonderen Ortsmotive von Karavomylos: eine ergiebige, unterseeische Karstquelle mit brackigem Wasser und einen nahezu kreisförmigen See. In der Nähe liegt die Melissani-Höhle mit einem weiteren See und einem Besucherweg per Boot. Wer Hotels in Karavomylos sucht, kann zunächst überlegen, ob die Wasserlandschaft des Ortes oder das Höhlenerlebnis im näheren Umfeld den Schwerpunkt des Aufenthalts bilden soll. Auch die Geschichte des Ortsnamens führt zurück zum Wasser.
Quelle und See in Karavomylos
Die Quelle von Karavomylos ist ergiebig, unterseeisch und führt brackiges Wasser. Brackwasser ist salzhaltiger als Süßwasser, aber weniger salzig als Meerwasser. Auch der See weist dieses Merkmal auf: Er ist nahezu kreisförmig, hat einen Durchmesser von 50 m und ist etwa 1 m tief. Brackwasser tritt aus seinem Grund aus und fließt in die benachbarte Bucht von Sami. Quelle und See sind damit zwei unterschiedliche Wasserorte: Hier eine unterseeische Karstquelle, dort ein flacher See mit einer klar beschriebenen Form und einem Zufluss zur Bucht. Wer die Landschaft von Karavomylos einordnen möchte, findet in diesen Merkmalen konkrete Anhaltspunkte.
Melissani und Zervati unterscheiden
Die nahe Karavomylos gelegene Melissani-Höhle bringt einen zweiten Höhlensee ins Bild. Der offene See in der Höhle misst 60 × 40 m und ist zwischen 10 und 35 m tief. Damit unterscheidet er sich deutlich von den Maßen des Sees in Karavomylos. In der Höhle führt ein 70 m langer künstlicher Abwärtstunnel zu einem kleinen Anleger; den zugänglichen Höhlenabschnitt erkunden Besucher mit Booten. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Besuchsmöglichkeiten. Die Zervati-Höhle liegt dagegen im südlichen Teil von Karavomylos. So lässt sich zwischen einem Höhlenort in der Nähe und einer Höhle im Ort selbst unterscheiden.
Namensgeschichte und Kultur
Karavomylos und seine Quelle verdanken ihren Namen einer dort betriebenen Wassermühle, die ein eisernes Schiffsrad nutzte. Diese Namensgeschichte gibt dem Wasser ein weiteres Gewicht: Es ist nicht nur ein Merkmal der örtlichen Landschaft, sondern auch Teil der Erklärung, wie der Ort und seine Quelle zu ihren Namen kamen.
Ein weiterer kultureller Bezug ist mit dem Ionian Intercultural Center verbunden. Im Sommer 2010 begannen im Gebäude des Centers im Hain am Karavomylos-See Kultur-Ausstellungen zu Malerei, Zeichnung, Sammlerstücken, Kunsthandwerk und Fotografie. Der zeitliche Bezug ist dabei konkret: Die Ausstellungen begannen in diesem Sommer. Ihre Themen umfassten sowohl künstlerische Arbeiten als auch Sammlungsobjekte und Kunsthandwerk. Zusammen mit der Geschichte der Wassermühle ergibt sich so ein Blick auf unterschiedliche kulturelle Seiten des Ortes.
Ortslage als Planungshilfe
Für die Planung lohnt es sich, zwischen den Motiven in Karavomylos und dem nahen Umfeld zu unterscheiden. Quelle, See und Zervati-Höhle liegen im Ort; Melissani befindet sich in der Nähe. Wer sich besonders für Wasserlandschaften interessiert, kann die unterschiedlichen Maße der beiden Seen vergleichen. Wer Höhlen erkunden möchte, findet bei Melissani zusätzlich den beschriebenen Tunnelweg und die Bootserkundung des zugänglichen Abschnitts. Diese Unterscheidungen helfen, den eigenen Schwerpunkt für den Aufenthalt zu setzen, ohne die Ortsmerkmale und das nahe Höhlenziel gleichzusetzen.
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