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Die Lagune bei der Stadt Lefkada verbindet eine besondere Vogelwelt mit einer langen Nutzung durch den Menschen. Sie ist nach der Ramsar-Konvention als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung eingestuft und gehört zum Natura-2000-Netz; außerdem ist sie als Schutzgebiet von besonderer ökologischer Bedeutung ausgewiesen. Zugvögel finden hier einen Rastplatz, und viele seltene Vogelarten kommen vor. Zugleich gibt es traditionelle Fischzuchten mit speziellen Schilfkonstruktionen, in denen Fische unter natürlichen Bedingungen leben und wachsen.

Lagune, Sand und Wälder

Im Norden von Lefkada umschließt Gira die Lagune: Der Streifen aus weißem Sand ist sieben Kilometer lang. Ein anderer Landschaftseindruck erwartet Sie bei Pefkoulia, wo ein Kiefernwald bis zum Meer reicht und an einem Sandstrand gleichen Namens endet. Der Skaros-Wald ist als bedeutendes Naturdenkmal bekannt. Zu seiner seltenen Flora zählt auch eine schwer auffindbare Eichenart.

So zeigen sich mehrere Seiten der Natur Lefkadas: die geschützte Lagune mit ihren Rastvögeln, ein langer Sandstreifen am Wasser und Wälder, die bis ans Meer reichen oder seltene Pflanzen bewahren. Die beschriebenen Landschaften unterscheiden sich in ihrer Gestalt, ohne dass sie auf eine einzige Art von Naturerlebnis reduziert werden müssen.

Spuren der Geschichte in Lefkada

Die Festung Agia Mavra wurde in ihrer ursprünglichen Form 1300 von den Franken errichtet und gilt als Beispiel herausragender Festungsbaukunst. Das Archäologische Museum von Lefkada zeigt Funde von der mittleren Altsteinzeit bis in die späte römische Zeit und vermittelt die Entwicklung der Inselgeschichte. Damit reicht der historische Blick vom archäologischen Zeugnis bis zur Festungsanlage.

Auch die Kirche Agios Spyridon gehört zum kulturellen Erbe der Stadt Lefkada. Sie steht an der zentralen Platzanlage und gilt als erste Kirche der Stadt sowie als religiöses, kulturelles und historisches Denkmal. Außerhalb der Stadt stellten die Salinen ihren Betrieb 1947 ein; als Bestandteil der Regionalgeschichte sind sie weiterhin bedeutsam. Diese Orte verweisen auf unterschiedliche Kapitel: religiöses und städtisches Erbe, Festungsbau und die frühere Salzgewinnung.

Wege und Wassersport

In der Melissaschlucht gibt es ein Netz aus Wander- und Spazierwegen. Der Weg durch die Schlucht ist etwa zwei Kilometer lang; für die Durchquerung werden ungefähr eine Stunde angegeben. Wenn Sie diese Strecke einplanen, beachten Sie, dass die Wegbedingungen variieren können.

Beim Wassersport unterscheiden sich die genannten Orte nach Disziplin. Am Strand von Vasiliki gibt es geeignete Bedingungen zum Windsurfen, auch für Slalom und Freestyle; die Windverhältnisse sind saisonal und variabel. Ai Giannis an der Nordseite von Lefkada gilt als geeigneter Ort zum Kitesurfen, ebenfalls bei saisonal wechselnden Windbedingungen. In Nydri gibt es ein organisiertes Zentrum für Wasserski, Wakeboard und aufblasbare Fahrangebote wie Bananenboote und Reifen. Angebote und Betreiber können sich ändern; prüfen Sie die aktuellen Möglichkeiten vor der Planung.

Anreise und Orientierung

Die Stadt Lefkada liegt am nordöstlichen Rand der Insel nahe der Festlandküste und ist über eine gewölbte Brücke erreichbar. Lefkada ist außerdem von den Häfen Igoumenitsa und Patras sowie über den Flughafen Aktio leicht erreichbar. Prüfen Sie die jeweiligen Routen vor Ihrer Reise. In Lefkada gibt es zudem eine moderne Marina mit Platz für 620 Boote.

Der Hafen von Vasiliki ist regelmäßig mit Ithaka und Kefalonia verbunden und wird von vielen Reisenden genutzt, die weitere Ionische Inseln kennenlernen möchten. Da sich Transportverbindungen ändern können, lohnt sich vor der Reise ein Blick auf den aktuellen Fahrplan. So stehen neben der Anreise über die Festlandküste auch Verbindungen zu diesen Inseln als Orientierung zur Verfügung.

Regionale Küche

Zur traditionellen Küche von Lefkada gehören Thymianhonig und der seltene Wein Vertzami. Im gleichnamigen Bergdorf Englouvi wird eine seltene Linsensorte angebaut. Auch die handgemachte Pastetentradition ist vielfältig: Dazu zählen Lahanopita, Briani, Macaronopita und Ladopita. Die genannten Erzeugnisse und Zubereitungen geben der regionalen Küche eigene Konturen, von Honig und Wein bis zu Linsen und Pasteten.

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