Enge Gassen und die besondere Architektur prägen Kymi. Bei einem Spaziergang durch die schmalen Gassen können Sie Verzierungen an Häusern, Wänden, Ziegeldächern, Türen, Fenstern und Balkonen betrachten. So richtet sich der Blick nicht allein auf einzelne Bauwerke, sondern ebenso auf die Gestaltung entlang der Gassen. Für Architekturinteressierte bietet dieser Spaziergang einen klaren Schwerpunkt: Das Ortsbild lässt sich über mehrere Bauteile erfassen, vom Dach bis zu Türen, Fenstern und Balkonen.
Architektur, Museum und Kunst
Das Folkloremuseum von Kymi ist in einem neoklassizistischen Gebäude untergebracht. Dort finden Vorträge, Seminare, Kunstausstellungen und Bildungsprogramme statt. Das Museum verbindet damit einen folkloristischen Themenbezug mit neoklassizistischer Architektur. Wenn Sie Ihre Reise mit einer bestimmten Veranstaltung verbinden möchten, prüfen Sie die konkreten Termine vorab.
Agios Athanasios ist die Metropolitankirche von Kymi und steht auf dem Stadtplatz. In der Kirche befindet sich ein Epitaph aus dem 14. Jahrhundert. Bei den Veranstaltungen Athens als Kulturhauptstadt Europas war es 1985 ein zentrales Exponat. Zwei unterschiedliche Zeitbezüge zeichnen das Werk aus: seine Datierung ins 14. Jahrhundert und seine spätere Rolle als zentrales Exponat 1985.
Mit der Panagia Liaoutsanissa kommt eine weitere Kirche in Kymi hinzu. Sie besitzt eine marmorne Ikonostase und eine marmorne Kanzel, beide geschaffen vom Bildhauer Ioannis Chalepas. Im Vergleich zum Epitaph stehen hier zwei Ausstattungsstücke, ihr Material und der Bildhauer im Mittelpunkt. So unterscheiden sich die kulturgeschichtlichen Bezugspunkte: ein Epitaph mit seiner Rolle bei einem Kulturereignis auf der einen, zwei Werke eines Bildhauers auf der anderen Seite.
Auch das Seidenhandwerk erweitert das Bild von Kymi um einen anderen kulturellen Bereich. Eine Frauen-Seidenbaugenossenschaft ist dort tätig, verarbeitet Seidenraupenkokons und stellt daraus traditionelle Bilderrahmen her. Die Tätigkeit verbindet die Verarbeitung des Materials mit einem konkreten handwerklichen Erzeugnis und bildet einen anderen Schwerpunkt als Museum und Kirchenkunst.
Sehenswürdigkeiten und Wege im näheren Umfeld
Das Kloster der Verklärung des Erlösers liegt fünf Kilometer nördlich von Kymi und wurde 1643 erbaut. Nördlich des Klosters befindet sich auf einer Anhöhe die Burg Agios Georgios; mehrere Abschnitte ihrer Mauer sind erhalten. Die beiden Bauwerke lassen sich so räumlich zueinander einordnen: Kymi, das Kloster und weiter nördlich die Anhöhe mit der Burg.
Der etwa drei Kilometer lange Vyros-Trail führt durch die Vyros-Schlucht vom Dorf Petries zum Strand Stomio. Sein Startpunkt ist also Petries, nicht Kymi. Damit unterscheidet er sich von einem Spaziergang durch Kymis Gassen: Beim Trail sind Start, Ziel und ungefähre Länge benannt, während der Spaziergang im Ort die Architektur in den Mittelpunkt stellt. Für Ihre Planung sind das zwei unterschiedliche Aktivitäten mit verschiedenen Ausgangspunkten.
Die Heilquelle Choneftiko befindet sich in Kymi. Sie wurde als heilkräftig anerkannt und als Heilquelle von lokaler Bedeutung eingestuft. Damit ergänzt sie die Architektur, das Museum und die kirchliche Kunst um einen weiteren eigenständigen Ortsbezug.
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