Zum Inhalt

Koryschades verbindet Ortsgeschichte mit einem benannten Wanderweg durch den Platanenwald. Das Widerstandsmuseum und die historische Schule führen zu den Ereignissen von 1944; Kirche und Burgruinen setzen andere zeitliche Akzente. Für die Planung stehen damit zwei klar unterscheidbare Themen im Raum: die Geschichte des Ortes und eine Wanderung auf dem M19. Welche davon Ihren Aufenthalt bestimmen soll, lässt sich an den konkreten historischen Orten und am Verlauf der Route abwägen.

Geschichte im alten Schulgebäude

Das alte, gut erhaltene Schulgebäude wurde 1938 erbaut und beherbergt heute das Museum des Nationalen Widerstands. Im Mai 1944 fand in Koryschades die erste Versammlung des Nationalrats des Freien Griechenlands statt. Das Schulgebäude beherbergte vom 14. bis 27. Mai 1944 die Arbeiten des Nationalrats. Die Jahreszahlen markieren zwei verschiedene Stationen: 1938 den Bau, 1944 die politische Nutzung des Hauses. Im Museum wird eine Dauerausstellung gezeigt.

Zum Museum gehört eine Kopie des Fotoarchivs des Widerstandsfotografen Spyros Meletzis; das Originalarchiv befindet sich in Athen. Die Innenwände sind mit Wandbildern von Valia (Valentinos) Samartzidis geschmückt. Sie zeigen Kämpfer des Jahres 1821 und des Nationalen Widerstands. Mit den Wandbildern kommt neben den Ereignissen von 1944 ein weiterer historischer Bezug hinzu.

Ortsbild und historische Epochen

Koryschades ist als denkmalgeschützte Siedlung ausgewiesen. Die Häuser sind aus Stein und Holz gebaut und liegen vor bewaldeten Berghängen. Baumaterial und Landschaft treten damit als zwei Seiten des Ortsbildes hervor. Auf dem zentralen Platz steht die Kirche des Heiligen Athanasius, die 1865 erbaut wurde.

Oberhalb des Dorfes liegen auf dem Hügel Paleokastro die Ruinen einer frühchristlichen Burg. Kirche und Burg setzen unterschiedliche zeitliche Akzente: Für die Kirche ist das Baujahr 1865 genannt, die Ruinen werden der frühchristlichen Zeit zugeordnet. Wer sich für verschiedene Epochen interessiert, kann diese Bauwerke als unterschiedliche Bezugspunkte der Ortsgeschichte betrachten.

Wandern im Platanenwald

Der Wanderweg M19 führt von der alten Bogenbrücke über den Karpenisiotis bis zum Dorfplatz von Koryschades. Auf seinem Verlauf durchquert er den Platanenwald des Ortes. Dieser beginnt südöstlich des Dorfes und endet westlich davon. Der Platanenwald liegt also auf der beschriebenen Route, während Brücke und Dorfplatz deren Endpunkte benennen. Wenn Sie den M19 gehen möchten, prüfen Sie die Wegbedingungen vor Ort.

Laut der beschriebenen Wegangabe liegt der Wald von Gorianades einen Kilometer vor Koryschades; laut derselben Angabe führt die Annäherung über die Hauptstraße des gleichnamigen Dorfes. Für die Planung sind das unterschiedliche Orientierungsangaben: Beim M19 sind Start, Ziel und der Verlauf durch den Platanenwald benannt, beim Wald von Gorianades die Lage und die Annäherung über die Straße.

Weitere Reiseziele entdecken: Fragkista, Agia Vlacherna Karpenisi, Megalo Chorio, Mikro Chorio, Granitsa, Agrafa, Domnista, Kakoulioureika.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Evritania.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.