Zum Inhalt

In Lagonisi treffen ein klarer Landschaftsbezug und eine vielschichtige antike Ortsgeschichte aufeinander. Der Hügel Aetólyma erhebt sich oberhalb von Lárimna; die antike Stadt Lárimna lag am heutigen Ort. Für die Reiseplanung ergibt sich daraus ein kultureller Schwerpunkt mit mehreren Facetten: große Gebäude, ein Tempel mit Statue, eine Befestigung und eine Brücke am Hafen. Hinzu kommen zwei benannte Akropolen, deren Ortsbezüge auseinanderzuhalten sind.

Antike Stadt am Hafen

Die antike Stadt Lárimna besaß zahlreiche große Gebäude. Dazu zählte ein Tempel des Dionysos mit dessen Statue. Der einzelne Tempel gibt der breiten Beschreibung des Stadtbilds einen konkreten Bezugspunkt: Nicht nur große Gebäude allgemein, sondern auch ein namentlich bestimmter Tempel gehört zur Geschichte Lárimnas. Am Hafen verband eine große dreibogige Brücke die Nordseite des Hafens von Lárimna mit der gegenüberliegenden Halbinsel. Ihre drei Bögen benennen die Form, während die Lage der Endpunkte die überbrückte Beziehung zwischen Hafen und Halbinsel verdeutlicht. So treten zwei unterschiedliche Bauwerke hervor: ein Tempel innerhalb der antiken Stadt und eine Brücke als Verbindung zwischen Hafen und Halbinsel.

Mauern und zwei Akropolen

Auch die Befestigung lässt sich von diesen Bauwerken unterscheiden. Die antike Stadt Lárimna war durch eine Mauer aus polygonalen und rechteckigen Steinblöcken befestigt. Polygonal bezeichnet mehrseitige Formen, rechteckig eine Form mit rechten Winkeln; für die Stadtmauer sind beide Steinformen genannt. Damit rückt neben Tempel und Brücke eine weitere bauliche Aufgabe in den Vordergrund: die Befestigung der Stadt. Wer sich für Architektur interessiert, kann so Kultbau, Stadtmauer und Brückenverbindung als unterschiedliche Aspekte der Ortsgeschichte einordnen.

Ein zweiter Ortsname, Ano Lárimna, verweist auf eine weitere Akropolis. Ano Lárimna ist älter und stärker als Lárimna. Seine Akropolis lag am heutigen Ort Pazaráki; dort sind Spuren kyklopischer Mauern mit einer Stärke von 2,40 Metern erkennbar. Am Ort Pazaráki wurden zudem Spuren einer Siedlung und einer Basilika entdeckt. Die Akropolis von Ano Lárimna und die Akropolis von Lárimna sind daher als unterschiedliche Ortsbezüge auseinanderzuhalten.

Archäologische und kulturelle Einordnung

Die Akropolis (Burg) von Lárimna ist als archäologischer Ort ausgewiesen. Die antike Akropolis von Lárimna gehört außerdem zu den Kulturgütern Mittelgriechenlands. Diese Einordnungen ergänzen die baulichen Einzelheiten um eine archäologische und eine regionale kulturelle Perspektive. Zusammen mit dem Tempel des Dionysos, der Befestigungsmauer und der Hafenbrücke ergibt sich ein vielschichtiges Bild der antiken Stadtgeschichte Lárimnas. Für Reisende, die sich bei der Wahl eines Reiseziels auch für historische Bauformen und archäologische Ortsbezüge interessieren, bietet Lagonisi damit einen klaren kulturellen Schwerpunkt.

Weitere Reiseziele entdecken: Arkitsa, Spercheiada, Amfiklia, Molos, Timfristós, Tragána, Ayía Paraskeví, Kalamaki Lamia

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Phthiotis.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.