Korinth führt von antiken Stadtanlagen und Heiligtümern zu Seen, Artenvielfalt und Wegen im Gebirge. Für Ihre Reiseplanung hilft die Frage, welcher Schwerpunkt Sie besonders interessiert: archäologische Stätten und Museen oder Natur und Aktivitäten im Freien. Auch bei der Wahl einer Unterkunft kann dieser persönliche Schwerpunkt eine erste Orientierung geben.
Antike Stadt, Festung und Heiligtümer
Der Apollontempel und das Theater waren zentrale Bestandteile des politischen und religiösen Lebens von Ancient Corinth. Die strategische Lage der Stadt an der Landenge trug dazu bei, dass sie zu einem wohlhabenden Handelszentrum wurde. Südwestlich von Ancient Corinth steht die Festung von Acrocorinth auf 575 Metern Höhe. Ihre Mauern sind ungefähr 3.000 Meter lang und durch drei Verteidigungsanlagen verstärkt. Zum Komplex gehören das Heiligtum der Aphrodite, die Überreste einer frühchristlichen Basilika, eine byzantinische Zisterne und der Obere Peirene-Brunnen. Damit stehen in Ancient Corinth und Acrocorinth unterschiedliche Zeugnisse antiker Stadtgeschichte und späterer Bauperioden nebeneinander.
Museen und archäologische Anlagen
Im Archäologischen Museum von Ancient Corinth sind die Zwillings-Kouros-Statuen des antiken Tenea zu sehen. Das Archäologische Museum von Nemea liegt innerhalb des archäologischen Areals des Heiligtums des Nemeischen Zeus. Seine Funde reichen vom Frühhelladikum bis zur frühchristlichen Zeit und stammen aus Ausgrabungen in Ancient Nemea, Kleones, Fliountas und dem mykenischen Friedhof von Aidonia. Wer Museumsbestände und Ausgrabungsorte in Beziehung setzen möchte, findet hier Objekte aus mehreren genannten Orten und Epochen.
Auch die antiken Anlagen zeigen verschiedene Facetten der Region: Ancient Sicyon war ein vollständiger Stadtstaat mit Tempel, Palästra, Bouleuterion und Theater. Das Archäologische Museum von Isthmia zeigt Glasplatten aus dem Isis-Tempel; das Heiligtum des Poseidon stand am östlichen Ende der antiken Isthmia. Das Heraion von Perachora umfasst auf drei Ebenen einen Tempel der Hera, einen Altar, eine zweistöckige Stoa, eine Zisterne und Speisesäle. Die archäologische Stätte liegt wenige Gehminuten vom Leuchtturm am Kap Melagavi entfernt. So lassen sich bei der Planung einzelne Anlagen nach ihrem jeweiligen Schwerpunkt auswählen, statt die unterschiedlichen Orte als ein einziges Monument zu betrachten.
Seen, Artenvielfalt und Wege
Am Stymphalia-See verbindet sich ein Naturthema mit einer konkreten Museumsdarstellung. Das Umweltmuseum von Stymphalia widmet sich dem harmonischen Zusammenleben von Mensch und Natur im Becken. Es besitzt ein offenes Aquarium, das einen Querschnitt des Sees mit lebenden regionalen Fischen und Pflanzen darstellt. Der See beherbergt 160 Arten, überwiegend Vogelarten, und gehört zum Natura-2000-Netz. Eine Radtour rund um Stymphalia ist angenehm und überwiegend leicht. Museum, Schutzgebiet und Radtour setzen also unterschiedliche Akzente: den Blick auf das Becken, seine Tierwelt und eine Aktivität am See.
Der Doxa-See dient Vögeln, Fischen, Amphibien und Säugetieren als Rückzugsgebiet. In den umliegenden Wäldern und Bergen wachsen seltene Pflanzen, die auf dem Peloponnes endemisch sind. Zu Fuß gehen oder Rad fahren können Besucher rund um den See; außerdem führt ein mittelschwerer Wanderweg über 10,5 Kilometer vom Doxa-See zum Diaselo tou Kynigou am Durdouvanas. Für eine konkrete Tourenentscheidung ist hier der Unterschied hilfreich: Die beschriebene Wanderung hat ein festes Ziel und eine angegebene Länge, während Gehen und Radfahren rund um den See als weitere Möglichkeiten genannt sind. Auch die Gipfel von Ziria und das sie teilende Flambouritsa-Tal gehören zum Natura-2000-Netz. Damit reicht das Naturthema von geschützten Landschaften und Lebensräumen bis zu einer klar umrissenen Wanderstrecke.
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