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Der kleine Hafen von Nafpaktos ist hufeisenförmig; seine Einfahrt ist 35 Meter breit. Zusammen mit der Burg prägt er die Entdeckungen, die sich in der Stadt anbieten: Ein gemütlicher Spaziergang führt durch den venezianischen Hafen und die Burg. Wer sich für Geschichte interessiert, findet an beiden Orten unterschiedliche Anknüpfungspunkte – von Gedenkinschriften am Wasser bis zu Bauzeugnissen weiter oben an der Burg.

Hafen, Cervantes-Kulturpark und Seeschlacht

An der Westseite des venezianischen Hafens liegt der Cervantes-Kulturpark. Dort befinden sich Gedenkinschriften aus Marmor, gestiftet von den Botschaften der Staaten, die an der Seeschlacht von Nafpaktos beteiligt waren. Eine Statue von Miguel de Cervantes ergänzt die Gedenkstätte. So gehören Hafen und Kulturpark zu den Orten, an denen die Geschichte der Seeschlacht im Stadtbild präsent ist, ohne dass sich beide Eindrücke auf dasselbe Denkmal beschränken.

Ein eigener zeitlicher Bezugspunkt ist der Jahrestag der Seeschlacht vom 7. Oktober 1571: Er wird jedes Jahr mit einer Nachstellung der Schlacht gefeiert. Wenn Sie Ihren Aufenthalt an diesem Anlass ausrichten möchten, prüfen Sie die konkreten Veranstaltungstermine für Ihre Reise. Das Datum verweist zugleich auf die lange historische Perspektive, die in Nafpaktos neben der unmittelbar sichtbaren Hafenform eine Rolle spielt.

Burgwege und Baugeschichte

Der Spaziergang durch die Burg und den venezianischen Hafen verbindet zwei unterschiedliche Seiten Nafpaktos’. Für den Anstieg zum Botsaris-Turm führt der Weg nördlich des Hafenplatzes über gepflasterte Gassen. Weiter oben am Burgweg liegt die Kirche Profitis Ilias aus dem 19. Jahrhundert. Ebenfalls weiter oben befinden sich die Fundamente einer mittelbyzantinischen dreischiffigen Basilika. Die Fundamente verweisen auf einen älteren Bauplatz; „dreischiffig“ beschreibt dabei die Gliederung der Basilika.

Auch die Ausstellungen setzen verschiedene Akzente. Das Nafpaktos Castle Museum zeigt Artefakte aus byzantinischer und nachbyzantinischer Zeit. Im alten Zeughaus werden Restaurierungsarbeiten und die Festungsarchitektur der Region Aetolia-Acarnania behandelt. Im Zentrum von Nafpaktos widmet sich das private Farmaki 1821 Heirlooms Museum wertvollen Exponaten zum Befreiungskampf der Familie Farmaki. Damit reichen die kulturellen Themen vom lokalen Familienbezug bis zu größeren Bau- und Geschichtsepochen.

Für den archäologischen Bereich der Burg nennt der veröffentlichte Zeitplan ab April Öffnungszeiten von 08:00 bis 20:00 Uhr, täglich außer dienstags; letzter Einlass ist um 19:40 Uhr. Die saisonalen Öffnungszeiten ändern sich später im Jahr. Prüfen Sie daher vor dem Besuch den aktuellen Zeitplan. Diese Angaben beziehen sich auf den archäologischen Bereich, nicht pauschal auf sämtliche kulturellen Orte der Stadt.

Strände und besondere Anlässe

Wer neben Hafen und Burg auch Zeit am Wasser einplanen möchte, findet östlich und westlich der Stadt je einen Strand, an dem Baden möglich ist. Das ergänzt die kulturellen Stationen um eine andere Art, Nafpaktos zu erleben. Die zwei Richtungen bieten dabei eine einfache Orientierung: Strandbesuche liegen entweder östlich oder westlich der Stadt, während Hafen und Burg die historischen Themen bestimmen.

Eine weitere besondere Tradition ist mit dem Karfreitag verbunden. Dann treffen die Epitaphios-Prozessionen am Hafen von Nafpaktos zusammen; Fischer entzünden Feuer auf den Zinnen der Burg. Das verbindet den Hafen und die Burg in einem religiösen Anlass, der sich von der Nachstellung der Seeschlacht im Oktober unterscheidet. Zusammen geben die Termine und Orte unterschiedliche Gründe, Nafpaktos in die Reiseplanung einzubeziehen: für Bau- und Kulturgeschichte, einen Spaziergang, einen Badetag oder einen Aufenthalt rund um einen der genannten Anlässe.

Weitere Reiseziele entdecken: Monastiraki, Pyllini, Agrínion, Anoixiátikon, Katouna, Andírrion, Vasiliki, Pogonia.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ätolien-Akarnanien.

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