Zum Inhalt

Ein leicht elliptischer Brückenbogen mit 28 Metern Spannweite, ein Museum mit mehr als 2.000 Fossilien und Seen auf etwa 1.950 Metern Höhe: Grevena hält sehr unterschiedliche Entdeckungen bereit. Klöster, archäologische Spuren, Wasserfälle und Berglandschaften setzen eigene Akzente.

Klöster, Archäologie und Baukunst

Im Kloster von Perivoli ist von der Kirche des Heiligen Nikolaus heute nur noch das Katholikon erhalten. Die Kirche wurde 1803 erbaut. Einen anderen zeitlichen Bezug bietet das Kloster Mariä Himmelfahrt in Spilaio: Es wurde 1633 gegründet und bewahrt Fresken aus der Zeit seiner Gründung. Die beiden Klöster stehen damit für unterschiedliche Abschnitte der regionalen Bau- und Kirchengeschichte.

Auf dem Hügel Kastri befindet sich die erforschte Akropolis einer bislang unbekannten antiken Stadt der Tymphaier. Die sichtbaren Überreste stammen überwiegend aus der Zeit vom späten 4. bis zur Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Damit lässt sich der Ort zeitlich einordnen, auch wenn die antike Stadt selbst unbekannt blieb.

Die Aziz-Aga-Brücke am Fluss Venetikos nahe dem Dorf Trikomo ist eine dreibogige Steinbrücke. Ihr zentraler, leicht elliptischer Bogen hat eine Spannweite von 28 Metern und gilt als der größte in Mazedonien sowie als einer der größten in ganz Griechenland. Die Maße und der markante Mittelbogen geben dem Bauwerk ein eigenes Profil innerhalb der historischen Sehenswürdigkeiten von Grevena.

Museen zwischen Fossilien und Pilzerbe

Das Naturkundemuseum in Mylia zeigt mehr als 2.000 Fossilien und Funde aus dem Gebiet von Grevena. Zu den Exponaten gehören 5,02 Meter lange Stoßzähne, die im Guinness-Buch der Rekorde eingetragen sind. Im Pilzmuseum in Lavda steht dagegen das regionale Pilzerbe im Mittelpunkt: Es befindet sich in einem traditionellen Steingebäude und zeigt wilde, frische und getrocknete Pilze sowie Nachbildungen, die an kleine Waldstücke erinnern. Die beiden Museen setzen so unterschiedliche Schwerpunkte – hier Fossilien und Funde aus der Region, dort Pilze und ihre Darstellung.

Auch der Pilzpark am nordöstlichen Rand der Stadt Grevena verbindet ein Pilzthema mit Angeboten im Freien. Dort gibt es Wege, pilzbezogene Holzschnitzarbeiten und Spielbereiche für Familien und Kinder. Jedes Jahr findet im Park das panhellenische Pilzfest statt. Das Fest und die dauerhaften Parkmerkmale sind dabei zwei verschiedene Aspekte des Ortes: ein jährlich wiederkehrendes Ereignis und die dort vorhandenen Besucherelemente.

Berglandschaft, Seen und Wasserfälle

Ein Teil des Nationalparks Nord-Pindos mit der Valia Kalda erstreckt sich über die Region Grevena. Im Kern des Parks liegt das gleichnamige Tal mit vielfältiger Flora und reicher Tierwelt. Die Valia Kalda ist Lebensraum für Braunbären und andere Arten der griechischen Tierwelt und eignet sich zum Wandern, Fotografieren und für naturbezogene Aufenthalte.

Die Flegga-Drachenseen sind zwei Zwillingsseen im Herzen der Valia Kalda auf etwa 1.950 Metern Höhe. Sie sind ausschließlich über Bergwanderwege erreichbar – ein wichtiger Unterschied zu Zielen, die sich über einen kurzen Weg erreichen lassen. Wer sich für die Seen interessiert, sollte diese Zugangsbedingung bei der eigenen Planung berücksichtigen.

Bei Mesolouri führt ein etwa 600 Meter langer, gepflegter gepflasterter Weg von der Brücke zu drei aufeinanderfolgenden Wasserfällen. Sie sind 3, 2,5 und 5 Meter hoch. Die Wasserfälle bilden kleine natürliche Becken; im kalten Wasser ist Schwimmen möglich. Im näheren Umfeld von Grevena liegt außerdem das Nationale Skizentrum Vasilitsa auf 1.642 bis 2.110 Metern Höhe. Seine 18 Pisten haben eine Gesamtlänge von 22 Kilometern. Diese Eckdaten bieten eine konkrete Orientierung für Besucher, die Bergwanderungen, Wasserfälle oder Wintersportgebiete in den Blick nehmen möchten.

Dörfer und regionale Traditionen

Die traditionellen Vlachendörfer und Kupatsochoria in Grevena liegen verstreut zwischen Berghängen, Wäldern und Flüssen und werden im Sommer von Besuchern aufgesucht. Zur regionalen Alltags- und Esskultur gehört außerdem eine lebendige Käseherstellungstradition in der Bergregion. Dafür wird lokale Ziegen- und Schafmilch verwendet; zu den genannten Käsesorten zählen Anevato, Batzos, Feta, Kasseri und Manouri.

Grevena zeigt sich damit nicht über nur eine Art von Sehenswürdigkeit: Klosterbauten und Brücken stehen neben archäologischen Überresten, Museen und Naturerlebnissen. Auch die Unterschiede innerhalb der Landschaft sind greifbar – von den Wasserfällen bei Mesolouri bis zu den hoch gelegenen Flegga-Seen, die nur über Bergwanderwege erreichbar sind.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele entdecken

Weitere Reiseziele entdecken: Grevená, Itea, Smixi, Alatópetra, Zákas, Lipsi, Dotsiko, Aetia, Polineri, Samarina, Perivoli, Filippaioi, Aidonia.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Westmakedonien.