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Kastoria verbindet den Orestiada-See mit einer vielfältigen Stadtgeschichte: Herrenhäuser, Museen und ein jährlich stattfindender Brauch setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Die Stadt ist amphitheatralisch auf einem Landstück erbaut, das vom Orestiada-See umschlossen wird. Landschaft und gebaute Geschichte sind damit zwei konkrete Zugänge zur Reise – vom Blick auf den See bis zu den historischen Sammlungen und Gebäuden.

See, Höhle und Wege

Der Kastoria-See ist vom griechischen Kulturministerium als Naturdenkmal von besonderer Schönheit eingestuft und in das europäische Netzwerk Natura 2000 zum Umweltschutz aufgenommen. Auf dem kleinen Rundweg um den See führen Wege an Platanen, alten Herrenhäusern und Kirchen entlang; unterwegs eröffnen sich Ausblicke auf die ruhige Wasseroberfläche. Das gibt dem See nicht nur eine landschaftliche, sondern auch eine geschützte Bedeutung.

Eine weitere Perspektive bietet das Ausflugsschiff „ΟΛΥΜΠΙΑ“ mit einer Erholungsfahrt rund um die Halbinsel von Kastoria. Unterwegs eröffnen sich Ausblicke auf die Drachenhöhle, das Kloster Panagia Mavriotissa und die Herrenhäuser der Stadt. Wenn Sie die Fahrt einplanen, prüfen Sie vorher den aktuellen Fahrplan des Schiffs.

Die Drachenhöhle bietet eine 300 Meter lange Besucherroute durch zehn Säle und sieben kleine Süßwasserseen. Zu den Höhlenformationen gehören Stalaktiten und Stalagmiten; hinzu kommen paläontologische Funde, darunter ungefähr 10.000 Jahre alte Höhlenbärenknochen. Der Rundgang verbindet so mehrere Aspekte der Höhle: ihre Räume und Seen ebenso wie Spuren aus einer weit zurückliegenden Vergangenheit.

Herrenhäuser und Architektur

Das traditionelle Herrenhaus Papaterpou an der Uferstraße von Kastoria, in der Straße Megalou Alexandrou, wird auf das Jahr 1880 datiert. Eine andere architektonische Besonderheit ist das Herrenhaus Tsatsiapa im Viertel Apozari. Es wurde 1754 erbaut und ist das einzige erhaltene dreigeschossige Herrenhaus der Stadt mit rechteckigem Grundriss und betonter horizontaler Achse. Die Beschreibung dieser Achse verweist auf die horizontale Ausrichtung des Baukörpers; zusammen mit dem Grundriss ergibt sich ein klar benennbares Merkmal seiner Form.

Museen in historischen Häusern

Im traditionellen Viertel Doltso ist das Folkloremuseum von Kastoria im Herrenhaus Nerantzi Aivazi untergebracht. Es vermittelt das Leben einer aristokratischen Familie aus Kastoria. Ebenfalls in Doltso befindet sich im Herrenhaus der Brüder Emmanuel das Kostümmuseum. Seine Sammlung umfasst authentische Trachten aus ganz Griechenland, darunter aufwendig gearbeitete Trachten aus Kastoria. Die beiden Häuser verbinden unterschiedliche Blickwinkel: Das eine richtet sich auf das Leben einer Familie, das andere auf Kleidung und regionale Trachten.

Das Museum des Makedonischen Kampfes zeigt Hinterlassenschaften von Nachkommen der Makedonischen Kämpfer, Uniformen und Fotografien aus der frühen und der Hochphase des Makedonischen Kampfes. Auch historische Karten gehören zur Sammlung; die älteste stammt aus dem Jahr 1550. So stehen persönliche und militärische Gegenstände neben Bildmaterial und Karten als verschiedene Formen historischer Überlieferung.

Ein weiteres historisches Bauwerk ist die Kourshoum-Moschee. Sie ist die einzige der sieben osmanischen Moscheen von Kastoria, die bis heute erhalten ist. Fachleute vermuten, dass sie Anfang des 15. Jahrhunderts auf den Fundamenten einer älteren byzantinischen Kirche errichtet wurde. Diese Datierung bleibt eine Vermutung und ist von den gesicherten Angaben zur erhaltenen Moschee zu unterscheiden.

Januartermin und Umgebung

Der Brauch der Kastorian Ragoutsaria findet in Kastoria jedes Jahr am 6., 7. und 8. Januar statt. Wer die Reise an diesem Fest ausrichten möchte, hat damit einen klaren jährlichen Zeitraum im Blick. Architektur, Museen und Seewege setzen dagegen andere thematische Schwerpunkte für die Planung.

Im näheren Umfeld liegt das Freilichtmuseum von Dispilio am Südufer des Kastoria-Sees, etwa 7 km von der Stadt Kastoria entfernt. Es rekonstruiert ein neolithisches Dorf am See, wie es vor ungefähr 7.500 Jahren ausgesehen haben könnte. Der ungefähre Zeitabstand und die vorsichtige Formulierung gehören zur Einordnung der Rekonstruktion.

Für die Suche nach Hotels in Kastoria kann der Reiseanlass den ersten Ausschlag geben: Wer die Ragoutsaria erleben möchte, plant um den 6., 7. und 8. Januar; wer Baugeschichte, Sammlungen oder den See in den Mittelpunkt stellt, setzt andere thematische Schwerpunkte.

Reiseziele entdecken: Argos Orestikón, Maniakoi, Aposkepos, Korisós, Aghia Triada, Vogatsiko, Mesopotamia Aliakmonas, Nea Kotili, Kastoria, Kleisoura, Dispilio, Kato Nestorio, Áyios Zakharías.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Westmakedonien.

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