Codnor lässt sich über unterschiedliche historische Themen erschließen: Codnor Castle steht für mehrere Bauphasen, während der Bergbau sowohl in der Ortsgeschichte als auch in der Landschaft Spuren hinterlassen hat. Die St James Church in Crosshill setzt mit ihrem Bau aus dem 19. Jahrhundert einen eigenen architektonischen Akzent. Für einen Aufenthalt kommen damit Baugeschichte, Industriegeschichte und Wandern als verschiedene Schwerpunkte in Betracht.
Burggeschichte und Kirchenbau
Codnor Castle ist ein erhaltenes Beispiel einer Burg aus dem 13. Jahrhundert. Spuren von Umbauten im 14. und 15. Jahrhundert verweisen auf spätere Bauphasen. Gestaltungselemente eines Ziergartens aus dem 16. Jahrhundert ergänzen die Geschichte des Bauwerks um eine weitere, andersartige Gestaltung. So stehen Burgbau, Umbauten und Gartenelemente für verschiedene historische Abschnitte; die Geschichte der Burg lässt sich nicht auf ein einzelnes Jahrhundert verkürzen. Wer sich für historische Architektur interessiert, kann hier mehrere Phasen an einem benannten Bauwerk auseinanderhalten.
Die St James Church in Crosshill wurde 1844 von Robert Barker erbaut. Zu ihrer Architektur gehören ein Westturm, ein fünfschiffig gegliedertes Langhaus mit fünf Jochen und ein zweijochiger Chor. Schiffe und Joche bezeichnen unterschiedliche Gliederungen des Kirchenraums: Die Schiffe teilen das Langhaus, die Joche geben Abschnitte entlang seiner Länge an. Auch der Chor ist mit zwei Jochen näher beschrieben. Zusammen mit dem Baujahr entsteht so ein konkretes Bild der baulichen Anlage, das über eine allgemeine Einordnung als Kirche des 19. Jahrhunderts hinausgeht.
Bergbaugeschichte in Ort und Landschaft
Im Bezirk von Codnor reicht der Abbau von Kohle und Eisenerz über Jahrhunderte zurück. Im 15. Jahrhundert besaß die Familie De Grey von Codnor Castle Kohlegruben. Ein späterer zeitlicher Bezugspunkt ist die Gründung der Butterley Company im Jahr 1790: Danach wurde der Bergbau in der Umgebung von Codnor fortschrittlicher. So lässt sich die Bergbaugeschichte sowohl über den früheren Grubenbesitz als auch über eine spätere Entwicklung der Förderung betrachten, ohne beides zu einer einzigen Phase zusammenzufassen.
Ein halbes Förderrad erinnert an die Bergleute und den Bergbau des Ortes. Das Denkmal steht an der Kreuzung von Heanor Road und Nottingham Road in Codnor. Sein Gegenstand gibt der Industriegeschichte eine konkrete Form: Statt nur über Abbau und Gruben zu sprechen, lässt sich auch das Förderrad als lokales Erinnerungszeichen einordnen. Es ergänzt damit die früheren Hinweise auf Bergbau um eine eigene Perspektive auf dessen Bedeutung für den Ort.
Auch die Wälder von High Holborn in Codnor tragen eine historische Verbindung zum Bergbau: Sie stehen auf alten Halden der High Holborn Colliery, die auch Butterley Park No. 5 Pit genannt wurde. Hier gehören ehemalige Zeche, Halden und heutige Wälder zu einer gemeinsamen Landschaftsgeschichte. Die zwei Namen bezeichnen dieselbe Zeche; der alternative Name ist daher eine weitere Bezeichnung für diesen historischen Ort und keine zusätzliche Station.
Wandern am Codnor Park Reservoir
Das Codnor Park Reservoir eignet sich zum Wandern und bietet damit einen anderen Schwerpunkt als die historischen Bauwerke und Bergbauthemen. Wer eine Wanderung in die Reise einbeziehen möchte, kann diesen Aspekt neben die Beschäftigung mit Burg, Kirchenbau oder Industriegeschichte stellen. Die Themen lassen sich unterschiedlich gewichten: Die Burg bietet einen zeitlich weit gespannten Blick auf Bauphasen, die Kirche einen konkreten Aufbau aus dem Jahr 1844, und die Bergbaugeschichte verbindet frühere Förderung mit sichtbaren Spuren in der Landschaft. So können Sie den Inhalt Ihres Aufenthalts nach den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren.
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