Hardstoft verbindet eine lange Geschichte der Landnutzung mit historischen Bauwerken und einer bemerkenswert frühen Ölbohrung. Auch die Landschaft am Sandsteinrücken gehört zum Bild des Ortes. Wenn Sie Hardstoft erkunden, begegnen Ihnen damit ganz unterschiedliche Spuren: von der Einhegung offener Felder bis zu den Überresten einer Bohrung aus dem Jahr 1919.
Hardstoft und seine Landschaft einordnen
Das Hardstoft Conservation Area umfasst 23 Hektar. Dazu zählen der Weiler Hardstoft, bebaute Flächen im Nordwesten auf Hardstoft Common sowie The Fields. Das Schutzgebiet liegt beiderseits der Kreuzung von Deep Lane und der B6039. Diese Straße war früher die Mautstraße zwischen Chesterfield und Tibshelf. Die Kreuzung bietet einen konkreten Orientierungspunkt für die Ausdehnung des Gebiets.
Auch die Entwicklung des Landes lässt sich zeitlich fassen: Das Land in und um Hardstoft wird seit 1593 als Teil des Hardwick Estate verwaltet. Bis 1610 war die Einhegung der offenen Ackerflächen in Hardstoft weit fortgeschritten. Die Landwirtschaft und die Verwaltung des Landes sind damit Teil einer langen Ortsgeschichte, die bereits vor den hier erhaltenen Gebäuden und industriellen Spuren greifbar wird.
Der östliche Hang des Sandsteinrückens von Hardstoft weist über landwirtschaftlich genutzte Flächen in Richtung Hardwick. Diese Flächen gehören zum vom National Trust verwalteten Hardwick Estate. Wenn Sie die Landschaft einordnen möchten, stehen hier der Sandsteinrücken, die landwirtschaftliche Nutzung und die Richtung Hardwick in einem räumlichen Zusammenhang.
Bauwerke und Industriegeschichte
Toll Bar Cottage ist ein Mauthaus aus dem frühen 19. Jahrhundert. Es wurde aus lokalem Sandstein errichtet und besitzt ein Schieferdach. Gebäudeart und Materialien geben dem Bauwerk einen konkreten Platz in der Geschichte Hardstofts: Es handelt sich um ein Mauthaus, dessen Bauweise zugleich den verwendeten Sandstein und das Dachmaterial erkennen lässt.
Yew Tree Farmhouse an der Deep Lane in Hardstoft stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und ist ein denkmalgeschütztes Gebäude der Kategorie Grade II. Die ehemalige Sunday School wiederum besitzt an ihrem Nordgiebel einen hohen, giebelständigen Glockenaufsatz. Alter, Einstufung und architektonisches Detail sind unterschiedliche Merkmale, anhand derer sich die historischen Bauwerke des Ortes voneinander unterscheiden lassen.
Eine weitere, anders gelagerte Geschichte erzählt die Hardstoft-Ölbohrung: Im Mai 1919 stieß sie in einer Tiefe von 3.075 Fuß auf Öl. Nahe Hardstoft, hinter dem Oilwell Garden Centre, befinden sich die Überreste der Bohrung. Erhalten sind nur der Sammelbehälter und die zugehörigen Rohrleitungen. So stehen der datierbare Ölfund und die wenigen erhaltenen Teile als zwei konkrete Aspekte der Industriegeschichte nebeneinander.
Hardstoft zu Fuß erkunden
Der fünf Meilen lange Rundwanderweg Astwith circular walk führt durch die Dörfer Astwith und Hardstoft. Er bietet eine andere Möglichkeit, die beiden Ortsnamen einzuordnen: nicht allein über einzelne historische Gebäude, sondern auch als Stationen einer Rundwanderung. Wenn Sie die Route in Ihre Planung aufnehmen, prüfen Sie vor dem Aufbruch die Routendetails, da sie sich lokal ändern können.
Damit ergeben sich für Hardstoft zwei unterschiedliche Schwerpunkte: die Bauwerke und Überreste, an denen sich einzelne Kapitel der Ortsgeschichte festmachen lassen, und die Wanderroute durch Astwith und Hardstoft. Welcher davon im Mittelpunkt steht, hängt davon ab, ob Sie sich eher für historische Bauformen und Landnutzung oder für eine längere Runde zu Fuß interessieren.
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