Das Garden Museum liegt am Ufer der Themse, neben Lambeth Palace und gegenüber dem Parlament. Von den Bahnhöfen Vauxhall, Westminster, Waterloo und Lambeth North sind es jeweils zehn Gehminuten; die tatsächliche Gehzeit hängt von der gewählten Route ab. Im Museum und auf seinem Gelände treffen Gartengestaltung und Geschichte aufeinander – ein konkreter Ausgangspunkt, um Lambeths unterschiedliche Grün- und Kulturthemen kennenzulernen.
Gärten und Parks
Zu den Gärten des Garden Museum gehören ein üppig gestalteter zentraler Innenhof, Bereiche mit trockenheits- und schattenliebenden Pflanzen sowie ein neuer Gemeinschaftsgarten für den Anbau lokaler Produkte. Die Gartenflächen erstrecken sich über das Gelände des früheren Kirchhofs und bis in einen Park auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Der Zugang kann von den Öffnungszeiten des Museums abhängen.
Auch die Parks erzählen unterschiedliche Geschichten. Brockwell Park ist seit 1892 ein öffentlicher Park. Zu seinen Freizeiteinrichtungen zählen Fußballplätze samt zugehörigen Anlagen, Tennisplätze, eine Bowlingbahn und ein Kinderspielplatz. Kennington Park liegt im London Borough of Lambeth und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von James Pennethorne angelegt. Der Archbishop’s Park war früher Teil des Geländes von Lambeth Palace und wird seit dem späten 19. Jahrhundert zur öffentlichen Erholung genutzt. Damit stehen Parkgeschichte und heutige Freizeitangebote nebeneinander, ohne dass jeder Park denselben Charakter hat.
Kulturorte und historische Bezüge
Lambeth Palace hat mittelalterliche Ursprünge und ist der Wohnsitz der Erzbischöfe von Canterbury. Einen anderen Blick auf die Vergangenheit bietet die Geschichte der Vauxhall Pleasure Gardens: Von den 1660er-Jahren bis 1859 waren sie eine Institution Lambeths und Londons. Bepflanzte Spazierwege gehörten dort ebenso zum Angebot wie musikalische Darbietungen, spektakuläre Veranstaltungen, Feuerwerke, Ballonrennen sowie Speisen und Getränke. Diese Mischung macht deutlich, wie vielfältig die damaligen Vergnügungen waren.
Die Royal Festival Hall wurde 1951 als Teil des Festival of Britain eröffnet. Sie ist das älteste und größte Gebäude des Southbank Centre, beherbergt dessen größtes Auditorium und gilt als Londons führender Veranstaltungsort für klassische Musik. Das Open Foyer ist seit 1983 täglich kostenlos für Besucher zugänglich; bei Sonderveranstaltungen kann die Zugangspraxis abweichen.
Das Cinema Museum befindet sich im Lambeth Workhouse von 1873. Wer die Sammlung sehen möchte, muss einen Platz bei einer Führung buchen. Im Erdgeschoss gibt es stufenlosen Zugang und eine barrierefreie Toilette; ein Aufzug führt ins Obergeschoss. Da sich Angaben zur Barrierefreiheit durch Bauarbeiten ändern können, empfiehlt es sich, sie vor dem Besuch zu prüfen.
Brixton Windmill und Besuchsplanung
Die 1816 erbaute Brixton Windmill ist als Grade II* gelistet. An ihren Öffnungstagen werden geführte Spaziergänge und Führungen angeboten. Die elektrisch betriebenen Mahlsteine nutzen ehrenamtliche Müller zur Herstellung von Brixton-Windmill-Mehl; außerdem gibt es Back- und Müllerei-Workshops. Da sich die Termine ändern können, ist ein Blick auf den aktuellen Veranstaltungskalender vor der Planung hilfreich.
Die Orte bieten verschiedene Schwerpunkte: Gärten und Parkanlagen, historische Bauwerke, eine Sammlung mit Zugang per Führung oder die Arbeit einer Mühle. Welche davon den Aufenthalt prägen, lässt sich so nach den eigenen Kultur- und Naturinteressen abwägen.
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