Aston lässt sich anhand seiner Baugeschichte lesen: Mauerwerk, Dachformen und wechselnde Nutzungen geben historischen Gebäuden ihren jeweiligen Charakter. Die Angaben reichen vom späten 16. Jahrhundert bis zum 1824 errichteten Aston Lodge. Wer sich für Architektur interessiert, kann dabei einzelne Bauphasen und Materialien miteinander vergleichen.
Bauteile und Bauphasen
Der Taubenschlag am Standort von Aston Old Hall stammt aus dem Jahr 1691. Er besteht aus braunem Ziegelmauerwerk im flämischen Verband auf einem Sandsteinsockel und enthält mehr als 800 Nistkästen. Schon die Beschreibung dieses Gebäudes verbindet ein genaues Baudatum mit konkreten Angaben zu Verband, Material und Größe.
Die St Peter’s Church in Aston by Sutton bietet einen anderen zeitlichen Vergleich: Ihr Chorraum stammt aus der Zeit um 1695, das Kirchenschiff wurde 1736 fertiggestellt. Die Kirche ist als Grade-I-Kirche eingestuft. Beim Chorraum bleibt die Datierung ungefähr, während für das Kirchenschiff ein Fertigstellungsjahr angegeben ist – zwei unterschiedliche Arten, Baugeschichte zeitlich einzuordnen.
Aston Lodge ist ein 1824 errichtetes Haus aus braunem Ziegelmauerwerk im englischen Gartenmauerverband. Sein Walmdach besteht aus Schiefer und ist um eine bleigedeckte Flachdachpartie herumgeführt. Hier gehören also nicht nur die Materialien, sondern auch die Form des Dachs zu den markanten Baudetails.
Die Top Lodge des ehemaligen Aston Hall ist ein Torhaus, das Samuel Wyatt zugeschrieben wird. Ihre Datierung wird in die 1790er-Jahre gesetzt, zugleich wirkt das Gebäude wie ein Bauwerk des frühen 19. Jahrhunderts. Diese Angaben sollte man zusammen lesen: Die überlieferte Datierung steht neben einer abweichenden Einschätzung des Erscheinungsbilds. An der Top Lodge umfassen Tore, Sockel und Geländer sieben Sandsteinpfeiler sowie schmiedeeiserne Tore und Geländer.
Auch frühere und heutige Nutzungen gehören zu dieser Baugeschichte. Der ehemalige Flügel von Aston Old Hall ist ein verändertes Gebäude aus dem späten 16. Jahrhundert; heute wird er als Wildhüterhaus und Lager genutzt. Unter dem Putz gibt es Anzeichen einer Eichenfachwerkkonstruktion. Bankfield Farm war ein Bauernhaus aus dem späten 16. oder frühen 17. Jahrhundert und ist heute in zwei Wohnungen aufgeteilt. Südlich von Aston Lodge steht ein denkmalgeschützter Brunnen aus rotem Sandstein, der wahrscheinlich aus der Zeit um 1800 stammt.
Landschaftsgeschichte und Weaver Navigation
Eine weitere historische Spur führt zu Humphry Repton: Um 1793 beauftragte Col. Henry Hervey Aston ihn in Aston by Sutton, eines seiner berühmten Red Books zu erstellen. In der Umgebung von Aston liegt zudem das Südportal des Preston Brook Tunnel, das um 1777 von James Brindley erbaut wurde. Diese beiden Hinweise eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Landschafts- und Technikgeschichte, ohne dass daraus eine gemeinsame Route folgt.
Ein historischer Spaziergang befasste sich mit der Geschichte und den Sehenswürdigkeiten der Weaver Navigation. Bei einem Landschaftstag 2014 führte ein etwa vier Meilen langer, leicht begehbarer Spaziergang von der St Peter’s Church in Aston by Sutton ins Weaver Valley. Der Spaziergang gehört zu einem historischen Termin von 2014; prüfen Sie den beschriebenen Verlauf vor Ort, wenn Sie sich daran orientieren möchten.
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