Ivegill erschließt sich über seine Baugeschichte und die Geologie des River-Ive-Tals. Für Ihre Planung bieten sich zwei unterschiedliche Schwerpunkte an: Kirchen- und Baukunst oder Sandstein und Landschaft. Die historischen Details reichen von einem Kirchenbau des 19. Jahrhunderts bis zu einer früheren Packpferdbrücke; der geologische Blick führt zu einem Sandsteinausläufer und einem Bachaufschluss.
Christ Church und ihre Ausstattung
Christ Church wurde 1868 auf alleinige Kosten von Reverend Arthur Emilius Hulton erbaut und von RJ Withers entworfen. Zum Bau gehören Kirchenschiff, Chorraum, südliche Vorhalle und Sakristei. Das Old Vicarage entstand im selben Jahr zusammen mit der nahe gelegenen Kirche. Das gut erhaltene, sorgfältig gestaltete Wohngebäude wird auf etwa 1868 datiert und von Robert Jewell Withers entworfen.
In Christ Church zeigen die Ost- und Westfenster Arbeiten von O’Connor of London: dargestellt sind das Letzte Abendmahl, die vier Evangelisten und vier bedeutende Propheten. Weitere Fenster mit floralen und fruchtbezogenen Entwürfen stammen von Powell of Whitechapel. Hinter dem Altar besitzt das Eichenschnitzwerk drei aufwendig geschnitzte Tafeln. Ein anderer Teil der Ausstattung erzählt von der Gemeinde: Gemeindemitglieder und weitere Beteiligte fertigten 2000 einen Millennium-Wandbehang mit Szenen aus der Gemeinde an. Am Fuß des Kirchhofs befindet sich der 2011 eröffnete Peace Garden.
High Head: Castle, Kapelle und Steinkreis
Zu den unterschiedlichen Bauzeiten rund um High Head Castle gehören der Flügel des 18. Jahrhunderts, der als Listed Building der Kategorie Grade II* eingestuft ist, und ein Tudorflügel westlich des Castle. Dieser stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und ist heute eine Ruine. Erhalten sind zugemauerte, vierteilige, abgeschrägte Fenster, Fenstersitze und Feuerstellennischen. Auch die Torpfeiler und die Mauer vor High Head Castle setzen einen eigenen zeitlichen Akzent: Sie stammen aus den Jahren 1744 bis 1747 und bestehen aus rotem Sandsteinquaderwerk mit Werksteindetails aus kalkhaltigem Sandstein.
High Head Chapel ist eine private, heute nicht mehr genutzte Kapelle von High Head Castle, datiert auf 1682. Davon zu unterscheiden ist der Steinkreis High Head stone circle: Seine 13 Steine wurden 2006 vom Bildhauer Brian Cowper installiert und sind auf die Winter- und Sommersonnenwende ausgerichtet. Der Steinkreis gehört zum High Head Sculpture Valley auf einem bewirtschafteten Milchviehbetrieb in Ivegill. Wenn Sie einen Besuch des Steinkreises planen, klären Sie den Zugang vorab.
Brücke und Landschaft
Wharton Bridge ist eine ehemalige Packpferdbrücke und dient heute als Fußgängerbrücke. Ihre Form ist schmal und buckelig; der einfeldrige Bogen trägt eine massive, unregelmäßige Brüstung aus Bruchstein. Damit lässt sich die Brücke zugleich als historisches Bauwerk und anhand ihrer konkreten Konstruktion betrachten.
Auch der Sandstein prägt den geologischen Blick auf Ivegill. Ein Ausläufer des Penrith-Sandsteins liegt an der Ostseite des Tals des River Ive nahe dem Ort. Ein Bachaufschluss 400 Meter ostnordöstlich von Ivegill zeigt weichen, rotbraunen, kreuzgeschichteten Penrith-Sandstein. Die beiden Angaben setzen unterschiedliche Maßstäbe: Der Ausläufer beschreibt den Sandstein am Talrand, der Bachaufschluss ein konkretes Gesteinsvorkommen.
Unterwegs planen
Für einen Spaziergang durch das umliegende Ackerland ist eine vier Meilen lange Strecke angegeben, die an einem kleinen Parkplatz neben einer Kirche beginnt. Prüfen Sie vorab die Parkplatz- und Zugangssituation. Mit der interaktiven Karte des Westmorland and Furness Council lassen sich öffentliche Wegerechte identifizieren; beachten Sie auch die Bedingungen der Karte, bevor Sie losgehen.
Der ehrenamtlich betriebene Fellrunner-Gemeinschaftsbus bedient Ivegill und bietet Rückfahrten nach Penrith und Carlisle an. Prüfen Sie die Fahrtdetails vor Ihrer Reise.
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