Lupton setzt einen kulturellen Schwerpunkt auf Bau- und Ortsgeschichte. Ein denkmalgeschütztes Gebäude, eine Kirche, eine Brücke, Bauernhäuser und ein Meilenstein zeigen unterschiedliche Formen und Zeitebenen. Wer bei der Zielwahl gern Architekturdetails vergleicht, findet hier Beispiele vom L-förmigen Baukörper bis zur Inschrift auf einem Wegzeichen.
Bauformen und historische Gebäude
Das denkmalgeschützte Gebäude Boxtree Farmhouse and Lupton Tower gehört der Kategorie Grade II an. Sein L-förmiger Baukörper hat nach Osten gerichtete Giebelflügel. Der Lupton Tower ist ein verputzter, dreigeschossiger Turm mit einer vorspringenden, zinnenbewehrten Brüstung. Grundriss, Giebel und Turmform geben dem Gebäude ein vielschichtiges architektonisches Profil.
Greenlane End ergänzt das Bild als Bauernhaus aus dem späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert. Bei Foulstone reichen die baulichen Zeitschichten weiter: Ein Datierungsstein trägt die Aufschrift „EBA/1655“, hinzu kommen Erweiterungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Der mittlere Vorbau besitzt Eckquaderung und eine Kugelbekrönung. Im Inneren gehören eine Steintreppe mit eisernen Balustern und ein großes, segmentbogiges Kaminnischengewölbe mit Steinmetzzeichen zu den besonderen Details.
Der Stall südwestlich von Foulstone trägt einen Sturz mit der Inschrift „SS/1830“. Seine Giebel sind mit Deckplatten versehen und mit Kugeln bekrönt. So stehen auf engem thematischem Raum unterschiedliche Formen von Baudetail nebeneinander: datierte Inschriften, bearbeiteter Stein und markante Abschlüsse an der Dachlinie.
Kirche, Brücke und Mühlentechnik
Die Church of All Saints besitzt ein Kirchenschiff, eine nördliche Sakristei und eine Chorbogenapsis. Im Inneren befindet sich ein schlichtes achteckiges Taufbecken, das vermutlich aus dem Jahr 1686 stammt. Es soll aus der Pfarrkirche von Kirkby Lonsdale übernommen worden sein. Die vorsichtige Datierung und die überlieferte Herkunft verleihen dem Becken eine eigene Geschichte innerhalb der Kirchenarchitektur.
Auch die Lupton Bridge lässt sich über ihre Konstruktion beschreiben: Sie besitzt einen Segmentbogen aus Haustein und eine gerade, mit Deckplatten versehene Brüstung. Die Lupton Cornmill ist ein Haus, das wahrscheinlich aus dem frühen 19. Jahrhundert stammt. Im Inneren ist größtenteils hölzerne Maschinerie erhalten, darunter Mühlsteine. An der Südwestfassade sitzt ein vorspringendes Mühlenradhaus mit einem unterschlächtigen Wasserrad aus Eisen und Holz.
Ortsgeschichte und Orientierung
Auch eine archäologische Landschaftsform gehört zu Luptons Geschichte: Auf dem Gipfel des Kitridding Hill befindet sich eine unregelmäßig geschwungene Einfriedung. Ihre Form setzt einen anderen Akzent als die Grundrisse und Fassaden der Häuser. Die Straße von Kirkby Lonsdale nach Milnthorpe wurde 1687 bei Spittal in Lupton erwähnt.
Ein Meilenstein steht etwa 200 Meter nördlich von Hornsbarrow und stammt wahrscheinlich aus dem frühen 19. Jahrhundert. Seine Angaben nennen 10 Meilen nach Kendal und 6½ Meilen nach Milnthorpe; oben trägt er eine Höhenmarke. Der Stein verbindet eine konkrete Ortsangabe mit den auf ihm festgehaltenen Entfernungen und unterscheidet sich damit von den Bauinschriften an Häusern und Stall.
Für die Anreise gibt es zudem einen praktischen Orientierungspunkt: An der Abzweigung der A65 nach Hutton Roof befindet sich in Lupton eine Bushaltestelle beziehungsweise ein Haltestellenunterstand. Wenn Sie mit dem Bus anreisen möchten, prüfen Sie die aktuellen Verbindungen vorab.
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