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Fordyce lässt sich über sein mittelalterlich geprägtes Ortsbild, seine historischen Bauwerke und die Geschichte des Schreinerhandwerks entdecken. Der Ort hat mittelalterliche Ursprünge; einige Straßen folgen einem mittelalterlichen Grundriss. Verwinkelte Straßen und Grünflächen lassen sich zu Fuß erkunden. Die alte Kirche und der Friedhof, Fordyce Castle und das Joiners’ Workshop Museum setzen unterschiedliche Akzente: von der Struktur des Ortes über Bauformen bis zu Werkzeugen und Werkstattmaschinen.

Mittelalterlicher Grundriss und erhaltene Häuser

Die Mehrheit der Häuser und öffentlichen Gebäude, die auf den frühen Ordnance-Survey-Karten von Fordyce verzeichnet sind, ist erhalten und als Gebäude der Kategorien B oder C gelistet. Damit lässt sich die Ortsgeschichte nicht nur an einem einzelnen Bauwerk betrachten: Auch der mittelalterliche Straßenverlauf und die erhaltenen Gebäude tragen zum Bild des historischen Orts bei. Wer durch die verwinkelten Straßen geht, kann den Blick auf beides richten; die Grünflächen ergänzen diese Orientierung im Ort. Die Straßen, die Grünflächen und die Gebäude sind verschiedene Aspekte des Ortsbildes, keine austauschbaren Sehenswürdigkeiten.

Kirche, Kapellen und Grabmäler

Die alte Kirche und der Friedhof von Fordyce bilden das ausgewiesene Scheduled Monument SM352. An der Old Fordyce Church steht die hohe, freistehende Abercrombie and Glassaugh Aisle, eine Begräbniskapelle aus dem späten 17. Jahrhundert. St Mary’s Aisle liegt nahe dem Turm der Old Fordyce Church und ist dachlos. Die Abercrombie and Glassaugh Aisle ist hoch und freistehend; St Mary’s Aisle liegt nahe dem Turm und ist dachlos. Das Birkenbog Tomb in der Old Fordyce Church stammt aus dem Jahr 1505, das Findlater and Boyne Tomb aus dem Jahr 1510. So stehen die deutlich früher datierten Grabmäler zeitlich neben der Kapelle aus dem späten 17. Jahrhundert und ergänzen die Baugeschichte um weitere Daten.

Fordyce Castle und seine Bauphasen

Fordyce Castle wurde 1592 von Thomas Menzies erbaut, dem Laird of Durn und einstigen Provost von Aberdeen. Der Kern der Burg besteht aus einem typischen dreigeschossigen L-förmigen Turmhaus des 16. Jahrhunderts. Der Westflügel kam etwa um 1700 hinzu. Der Grundriss und die Geschosszahl beschreiben den älteren Kern; der später ergänzte Flügel markiert eine weitere Bauphase. Wer sich für Architektur interessiert, findet hier also nicht nur eine Datierung, sondern auch eine nachvollziehbare Unterscheidung zwischen Kernbau und Erweiterung.

Schreinerhandwerk im Joiners’ Workshop Museum

Zum Fordyce Joiners’ Workshop Museum gehören ein Museum mit einer Werkzeugsammlung, ein Garten und eine Werkstatt. Gezeigt werden Schreinerwerkzeuge und Werkstattmaschinen, die für handwerkliche Arbeiten verwendet wurden; viele davon waren noch bis in die 1970er-Jahre in Gebrauch. Die Kombination aus Werkzeugen und Maschinen lenkt den Blick sowohl auf einzelne Arbeitsmittel als auch auf die Ausstattung einer Werkstatt. Das Museum wurde im Frühjahr 1993 als fertiggestellte Gemeinschafts- und Besuchereinrichtung für die Öffentlichkeit geöffnet. Wenn Sie einen Besuch einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchsmöglichkeiten.

Ein historischer Hogmanay-Brauch

Auch ein örtlicher Brauch gehört zur Geschichte Fordyces: Am Hogmanay wurde der Mortar Stane mit musikalischer Begleitung zum Haus eines ausgewählten Mädchens gebracht. Man glaubte, dass dies ihr zu einer Heirat verhelfe. Der Heiratsglaube war Teil dieser historischen Tradition. Damit ergänzt die Überlieferung die baulichen Zeugnisse um einen sozialen Brauch und eine andere Art, sich mit der Vergangenheit des Ortes zu beschäftigen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aberdeenshire.

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