Marykirk verbindet eine weiterhin genutzte Straßenbrücke mit Kirchenbaugeschichte und der frühen Nutzung von Windkraft. Für Reisende, die historische Bauwerke und technische Entwicklungen bei der Wahl eines Ortes berücksichtigen, bieten sich verschiedene Themen: die Brücke über den River North Esk, die alte und die neue Pfarrkirche sowie James Blyths Arbeit an der Windkraft. Dazu kommen Spuren im alten Dorfzentrum und ein jährlich im Mai stattfindendes Rennen.
Brücke und Flusslage
Marykirk liegt am Nordufer des River Northesk, etwa drei Meilen von dessen Mündung entfernt. Die Marykirk Bridge wird weiterhin als öffentliche Straßenbrücke über den River North Esk genutzt. Zwischen 1811 und 1814 entstand sie als eine der ersten Brücken von Robert Stevenson. Das vierfeldrige Bauwerk besitzt Segmentbögen und eine Spannweite von 17,67 Metern. So stehen historische Entstehung und heutige Straßenfunktion nebeneinander: Die Brücke ist sowohl ein Thema der Ingenieurgeschichte als auch ein weiterhin genutzter Übergang.
Kirchen und historische Bezugspunkte
Die Überreste der alten Pfarrkirche von Marykirk liegen innerhalb eines ovalen Friedhofs, der von einer Mauer umgeben ist. Die neue Pfarrkirche wurde um 1806 etwas nördlich der alten Kirche errichtet. An der Marykirk Church wurde 1615 der Thornton Aisle als Begräbnisgang der Familie Thornton hinzugefügt. Auch der Friedhof von St Mary's Church umfasst das Grab des Ingenieurs James Blyth. Diese Orte stehen für unterschiedliche Aspekte der Kirchengeschichte: die Überreste der alten Pfarrkirche, den nördlich gelegenen späteren Kirchenbau, den Familienbegräbnisgang und ein einzelnes Grab. Der 1615 ergänzte Thornton Aisle und der Kirchenbau um 1806 markieren unterschiedliche bauliche Stationen.
Im alten Dorfzentrum sind Überreste des Market Cross erhalten. Auch das Marykirk Hotel gehört zur Baugeschichte des Ortes: Es ist ein denkmalgeschütztes Gebäude der Kategorie C mit dem Status „Designated“. Während die Brücke für den Flussübergang steht, verweist das Market Cross auf das alte Dorfzentrum; beide benennen unterschiedliche bauliche Bezugspunkte in Marykirk.
James Blyth und die Windkraftgeschichte
Blyth House gehörte im 19. Jahrhundert dem Ingenieur James Blyth. Am Anderson's College in Glasgow, heute University of Strathclyde, begann Blyth ein Forschungsprogramm zur Nutzung der Windkraft für Stromerzeugung und -speicherung. Ende Juli 1887 errichtete er im Garten von Blyth House eine kleine Windmühle, die mithilfe von Speicherzellen Strom für elektrische Beleuchtung liefern sollte. Die mit Blyth House verbundene Windturbine war horizontal ausgerichtet und mit Segeln aus Stoff versehen; sie gilt als weltweit erste bekannte Anlage zur Stromerzeugung aus Windkraft. So verbindet diese Geschichte ein Forschungsinteresse an Erzeugung und Speicherung mit dem konkreten Zweck, elektrisches Licht zu versorgen.
Ein Termin im Mai
Das Marykirk Raft Race findet jedes Jahr im Mai statt. Wenn Sie Ihre Reise an dem Rennen ausrichten möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Termine und Arrangements.
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