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Eine fragmentarische Steinkiste, ein eisenzeitlicher Broch und unterschiedlich gegliederte Langhäuser geben Mybster einen ausgeprägten kulturhistorischen Schwerpunkt. Weitläufiges Moor- und Torfland ergänzt diesen Blick auf die Vergangenheit um eine Landschaftsperspektive. Wenn Sie bei der Reiseplanung Bauformen, frühere Nutzung und Landschaft zusammen betrachten möchten, finden Sie hier mehrere klar unterscheidbare Themen.

Steinkiste, Broch und Grey Stone

Die erhaltene Steinkiste ist eine fragmentarische Struktur von 2 × 1 Metern. In der Mitte liegt ein von Steinen eingefasster Bereich; außen verläuft ein Steinring von 0,8 Metern Breite. Entdeckt wurde sie 1867 beim Pflügen von Mr Sutherland of Mybster Inn. Aufbau und Fundgeschichte ergänzen einander: Die Maße beschreiben die erhaltene Form, während der Fund beim Pflügen den historischen Entdeckungszusammenhang festhält.

Ballone, Mybster, ist ein eisenzeitlicher Broch und als Scheduled Monument 521 geschützt. Beim Grey Stone tritt eine überlieferte Deutung hinzu. Er war früher unter dem Namen „Clach Ghlaise“ bekannt und wurde einige Jahre vor 1872 durch Sprengung gespalten. Der Stein wirkt offenbar natürlich; zugleich wird überliefert, dass er zu den stehenden Steinen gehört, die einen Grabort markieren. So stehen eine vorsichtige Einschätzung seines Erscheinungsbildes und eine überlieferte Verbindung mit einem Grab nebeneinander.

Langhäuser und Veränderungen der Nutzung

Die Langhäuser unterscheiden sich in ihren Maßen und ihrer inneren Gliederung. Ein separates Langhaus in Mybster war ungefähr 22,25 Meter lang und 5,9 Meter breit und in zwei Bereiche unterteilt. Ein weiteres maß 11,1 Meter in der Länge und 5,6 Meter in der Breite; eine innere Unterteilung fehlte. Das Langhaus MHG19792 hatte Anbauten an seiner Nord-, Süd- und Westseite. Am westlichen Ende des Langhauses MHG19790 könnte ein halbkreisförmiges Bauelement mit 2,5 Metern Durchmesser eine Darre darstellen.

Zum Gehöft von Mybster gehören ein 27 × 5 Meter großes Langhaus mit Ausrichtung von Nordost nach Südwest, eine rechteckige Langhausmühle von 21 × 6 Metern und eine 17 × 17 Meter große Einfriedung aus hochkant gesetzten Steinplatten. Die Maße unterscheiden die länglichen Gebäude von der quadratischen Einfriedung; zugleich ist die Mühle als eigener rechteckiger Bau beschrieben.

Im Gebäude von Mybster Farm befand sich eine Radgrube für eine Mühle, die inzwischen verfüllt ist. Der westliche Bereich enthielt einen Kamin und wurde durch den Einbau von Viehständen in einen Stall umgewandelt. Damit gehören auch bauliche Veränderungen zur Geschichte des Gehöfts: Neben den Grundrissen geben die Mühlengrube und die Umwandlung des westlichen Bereichs Hinweise auf unterschiedliche Nutzungen.

Moorlandschaft und Orientierung

Rund um Mybster erstrecken sich weitläufiges Moorland und Torfland. In kurzer Entfernung nördlich und östlich der Mybster-Kreuzung lagen die ehemaligen Marktplätze von Spittal, Sordale und Backlass. Diese Orte erweitern den historischen Blick von einzelnen Gebäuden auf eine frühere Marktlandschaft.

Für die Orientierung ist auch die Straßenbeziehung benannt: Die B870 trifft bei Mybster auf die A9. Der Northern Pilgrims' Way umfasst einen Routenabschnitt an dieser Einmündung. Auf Braid 1 verläuft der Abschnitt von Mybster nach Spittal entlang der stark befahrenen A9 und erfordert Vorsicht. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Straßenbedingungen.

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