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Eine frühere Papiermühle, Wege mit unterschiedlichem Charakter und eine gestaltete Landschaft geben Penicuik mehrere klare Themen für einen Aufenthalt. Die Papierherstellung reicht bis 1709 zurück; außerdem lassen sich in Penicuik Kulturgeschichte, Gedenken und Landschaft aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Wenn Sie ein Reiseziel nach seinen Entdeckungsmöglichkeiten auswählen, können Sie hier zwischen Handwerk und Geschichte, einer Route oder der gestalteten Landschaft abwägen.

Papierherstellung und Druck

Die Papierherstellung in Penicuik reicht bis ins Jahr 1709 zurück. Die erste Mühle gründete Agnes Campbell am Esk. Im Penicuik Papermaking Heritage Museum können Besucher selbst ein Blatt Papier herstellen. Das Museum gilt als das vermutlich einzige Papiermachereimuseum in Schottland. So stehen hier die lange Geschichte des Handwerks und die Möglichkeit, das Material selbst zu bearbeiten, nebeneinander.

Pen-y-Coe Press befindet sich neben dem Museum und vermittelt Einblicke in Drucktechnik aus der vor-digitalen Zeit. Die beiden Orte setzen unterschiedliche Akzente: Im Museum geht es um Papierherstellung, bei Pen-y-Coe Press um das Drucken. Zusammen bieten sie einen konkreten Zugang zu zwei aufeinander bezogenen Themen der Papiergeschichte, ohne dass dafür ein allgemeiner Überblick über die gesamte Industrie nötig ist.

Stadtgeschichte und Gedenken

Auch das Hearse House widmet sich der Geschichte und dem Kulturerbe Penicuiks. Neun Ausstellungstafeln behandeln diese Themen; außerdem enthält das Haus ein Modell des Clerk Mausoleum. Die Tafeln und das Modell geben dem Besuch einen klaren lokalen Schwerpunkt: Sie verbinden die Geschichte des Ortes mit einem konkreten Bauwerk, das im Haus im Modell zu sehen ist.

Das French Prisoners of War Memorial erinnert an 309 Kriegsgefangene, die zwischen dem 21. März 1811 und dem 26. Juli 1814 in dieser Nachbarschaft starben. Das Memorial bildet den Mittelpunkt einer Wohnsiedlung an der Bellerophon Drive in Penicuik. Die Siedlung entstand anstelle der früheren Valleyfield Mills. Damit steht die Erinnerung an die Gefangenen an einem Ort, dessen Geschichte auch von der früheren Nutzung des Geländes geprägt ist.

Wege mit unterschiedlichem Charakter

Der Penicuik-Dalkeith Walkway folgt einem 11,5 Meilen langen Abschnitt der ehemaligen Eisenbahnstrecke von Edinburgh nach Peebles. Der Weg ist geteert und hat einen Whin-Belag; er ist für Rollstühle und Mobilitätsscooter geeignet. Der Penicuik Paper Trail ist anders beschrieben: Er ist ein leichter Wanderweg, der die Stadt Penicuik mit dem Anwesen von Penicuik House verbindet. Beim Walkway prägen die ehemalige Bahnstrecke und die Wegoberfläche die Orientierung; beim Paper Trail sind es der leichte Wandercharakter und das benannte Ziel.

Penicuik House und gestaltete Landschaft

Penicuik House liegt am östlichen Rand der Pentland Hills. Der River North Esk fließt durch das Parkgelände des Hauses. Der Paper Trail führt zur Estate von Penicuik House, sodass der Name des Hauses sowohl in der Beschreibung eines Weges als auch in der Landschaftsbeziehung einen konkreten Bezugspunkt bildet. Das hilft, die Angaben zu Route und Lage auseinanderzuhalten: Der Wanderweg verbindet die Stadt mit dem Anwesen, während die Lagebeschreibung das Haus und die Pentland Hills in Beziehung setzt.

Die Penicuik Designed Landscape gilt als herausragendes Beispiel für die Landschaftsgestaltung von Sir John Clerk of Penicuick aus dem frühen 18. Jahrhundert. Ihre etablierten Waldgebiete und Gewässer haben einen hohen naturschutzfachlichen Wert. Neben den Gebäuden und historischen Erzählungen rückt damit auch die gestaltete Landschaft selbst in den Mittelpunkt. Für die Reiseplanung sind das unterschiedliche Schwerpunkte: Papiergeschichte und Gedenken einerseits, Wege und Landschaft andererseits.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Midlothian.

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