Brookland vereint zwei klar umrissene Interessen für eine Reiseentscheidung: die Bau- und Kirchengeschichte von St Augustine’s Church und die landwirtschaftlich geprägte Umgebung mit ihren langen Feldern und Dammwegen. Wer für die Ortswahl ein konkretes historisches Motiv sucht, findet es im freistehenden hölzernen Glockenturm und in den mittelalterlichen Kunstwerken; wer stärker auf Landschaft achtet, kann sich an Feldmustern, Hecken und den beschriebenen Fußwegen orientieren. Prüfen Sie vor einem geplanten Spaziergang den Wegzustand. Auch zur aktuellen Verfügbarkeit des selbstgeführten Rundgangs der Kirche sollten Sie sich vorab erkundigen.
Ein Glockenturm mit mehreren Bauphasen
Der freistehende hölzerne Glockenturm von St Augustine’s Church wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als offene Konstruktion errichtet. Im 15. Jahrhundert erhöhte man ihn auf 18 Meter und verkleidete ihn mit Schindeln. So lässt sich die Baugeschichte nicht auf ein einzelnes Baujahr reduzieren: Die ursprüngliche Konstruktion und die spätere Erhöhung gehören zu verschiedenen Jahrhunderten. Die Church of St Augustine in Brookland steht unter Denkmalschutz der Kategorie Grade I.
Becken, Wandgemälde und Glocken
In der Church of St Augustine befindet sich ein zylindrisches Bleitaufbecken aus der Zeit um 1200. Es ist mit Tierkreiszeichen und Monatsarbeiten verziert; die Motive verbinden zwei unterschiedliche Blickwinkel, nämlich den Tierkreis und die Tätigkeiten im Jahreslauf. Ein Wandgemälde in Brookland Church zeigt das Martyrium von St Thomas a Becket und ist in das frühe 14. Jahrhundert datiert. Hinzu kommt die älteste Glocke im Brookland Bell Tower, die über 400 Jahre alt ist.
Auch die literarische Verbindung ist genau auf die Kirchenglocken bezogen: Zu Kiplings Zeit bezeichnete der Ausdruck „Brookland Bells“ in „Brookland Road“ die fünf Glocken von St Augustine’s Church. Für St Augustine’s Church gibt es außerdem einen selbstgeführten Rundgang. Erkundigen Sie sich vor einem Besuch, ob dieser aktuell verfügbar ist.
Felder, Hecken und Wege auf Dämmen
Rund um Brookland prägen lange, schmale und regelmäßig angelegte Felder die Landwirtschaftsflächen; hinzu kommt eine Abfolge von Straßen. Gemischte Weißdorn- und Weidenhecken säumen schmale Wege, die auf den Dammkronen verlaufen. So stehen die regelmäßigen Feldmuster neben einer kleinteiligeren Wegestruktur: Die Felder bestimmen den Maßstab der landwirtschaftlichen Flächen, während Hecken und Dämme die schmalen Wege säumen.
Der Spaziergang „Rambling across Romney Marsh“ führt in Brookland zu drei Fußwegen nahe einem Gasthof. Für den mittleren Weg ist die Richtung Woolpack Bridge angegeben. Damit bietet die Beschreibung einen konkreten Orientierungspunkt für diesen Weg, ohne eine Gehzeit oder Entfernung vorzugeben. Prüfen Sie die Wegbedingungen, bevor Sie losgehen.
Gasthof und Küche
Das Woolpack Inn ist heute ein Gasthof und war im 16. Jahrhundert das Haus eines Leuchtfeuerwärters. Die frühere Nutzung und die heutige Bezeichnung geben dem Ort eine weitere historische Facette neben der Kirchengeschichte.
The Royal Oak in Brookland verwendet für seine Speisekarte lokale, frische und wild gesammelte Zutaten. Da sich die Zutatenwahl ändern kann, prüfen Sie aktuelle Angaben vor einem Besuch. So ergänzen unterschiedliche Schwerpunkte die Ortswahl: die historische Bau- und Kirchengeschichte, die Landschaft und ein Angebot mit lokal und wild gesammelten Zutaten.
Bahnhofsgeschichte richtig einordnen
Brookland war der erste Bahnhof an der Zweigstrecke der Lydd Railway Company nach New Romney. Der Zugverkehr wurde dort am 7. Dezember 1881 aufgenommen; die Station ist heute keine Personenverkehrsanlage mehr. Der Bahnhof gehört damit zur Geschichte des Ortes, ist aber kein Hinweis auf eine heutige Zugverbindung.
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