Gwinear lässt sich über die Church of Saint Winnear und mehrere mittelalterliche Kreuzdenkmäler in Gwinear Churchtown charakterisieren. Die Pfarrkirche ist als Grade I eingestuft. An diesen Bau- und Steinmonumenten treten unterschiedliche Aspekte hervor: Architektur, religiöse Bildmotive und die Geschichte einzelner Versetzungen. In der Kirche verbinden sich Bauteile aus mehreren Jahrhunderten; bei den Kreuzen fallen Formen, Steinarten und ihre jeweiligen Standorte ins Gewicht.
Landschaft und Kirchenbau
Um Gwinear Churchtown liegen grüne, eingefriedete Felder. Vom höchsten Punkt von Gwinear sind der Atlantik und der Ärmelkanal sichtbar. Die Landschaft setzt damit einen anderen Akzent als die steinernen und hölzernen Details der Kirche. Für die Wahl eines Reiseschwerpunkts stehen so zwei belegte Seiten des Ortes nebeneinander: das bauliche Erbe rund um die Pfarrkirche und die ländliche Umgebung von Churchtown.
In die Church of Saint Winnear sind normannische Fragmente aus der Zeit um 1200 nach Christus eingebaut. Das Nordseitenschiff ist mit acht Säulen aus glatt bearbeitetem Elvanstein gebaut. Im Chor stammt das Dachtragwerk aus dem 15. Jahrhundert; geschnitzte Schlusssteine ergänzen die Konstruktion. Die Angaben verweisen auf unterschiedliche architektonische Zeiten und Formen: ältere Fragmente im Kirchenbau, eine Folge von acht Steinsäulen und geschnitzte Details am Dach.
Zum Kircheninneren gehört auch der Sockel eines Lettnerroods mit detailliert geschnitzten Symbolen der Passion Christi. Seit der Restauration im Jahr 1643 hängt in der Kirche ein auf Holz gemalter Dankesbrief von König Charles I. an die Bevölkerung von Cornwall. Der Laternenaufsatz des Turms soll Schiffe im Hafen von Hayle sicher geleitet haben. Bei diesem letzten Motiv bleibt die überlieferte Aussage ausdrücklich eine Vermutung, während die beschriebenen Bauteile und Gegenstände konkrete historische Merkmale der Kirche sind.
Mittelalterliche Kreuze in Gwinear
Östlich der Kirche liegt das Fragment eines mittelalterlichen Wegkreuzes. Sein runder Speichenradkopf hat einen Durchmesser von 0,52 Metern und ein Motiv im gotischen Stil. Die Verbindung aus klarer Kreisform und gotischem Motiv macht dieses seltene Speichenradkreuz zu einem eigenen Beispiel neben den Kreuzdenkmälern auf dem Kirchhof.
Nördlich der Kirche auf dem Kirchhof steht das Polmenor Cross, ein mittelalterliches Wegkreuz aus Pentewan-Stein in Speichenradform. 1984 wurde es auf den Kirchhof von Gwinear versetzt. Die Materialangabe und die Form geben dem Kreuz einen anderen Schwerpunkt als dem östlich gelegenen Fragment, dessen genauer Durchmesser genannt ist.
Ein Wegkreuz fünf Meter nördlich der Church of Saint Winnear ist ein monolithisches Speichenradkreuz aus Granit mit kurzem Schaft. Zu seinen Merkmalen gehören ein seltenes Christusfigurenmotiv auf einer Seite sowie ein reliefiertes griechisches Kreuz auf einer Kopfseite. Damit stehen an diesem Kreuz zwei unterschiedliche religiöse Bildmotive neben der schlichten Beschreibung seiner Form und seines Materials.
Ein Kreuz 15 Meter nördlich des Turms wird wahrscheinlich vor der normannischen Eroberung entstanden sein; 1958 wurde es an seinen heutigen Standort versetzt. Die Kreuze lassen sich somit nach Motiv, Stein, Form und zeitlicher Einordnung unterscheiden. Während beim östlichen Fragment Maß und gotisches Motiv hervorstechen, sind beim Polmenor Cross Pentewan-Stein und die Versetzung im Jahr 1984 prägende Details. Für das Kreuz nördlich des Turms bleibt die frühe Datierung ausdrücklich wahrscheinlich.
Weitere Reiseziele entdecken: Saint Just in Roseland, Lelant, Saint Cleer, Portloe, St Columb Major, Morval, Gwennap, Colan
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cornwall.