Chittlehamholt bietet für einen Aufenthalt zwei gut unterscheidbare Interessen nebeneinander: historische Bauten und Wege durch ländliches Gebiet. Das denkmalgeschützte Exeter Inn, St John the Baptist und Chittlehamholt Manor bieten konkrete Architekturdetails; für Bewegung im Freien kommen malerische Spaziergänge und Radfahren auf ruhigen Landstraßen hinzu. So lässt sich schon bei der Reiseplanung entscheiden, ob Baumerkmale oder die Landschaft stärker im Vordergrund stehen sollen.
Baudenkmale und Kirchenbau
Das Exeter Inn ist als Gebäude der Kategorie Grade II denkmalgeschützt. Es war früher ein Bauernhaus und ist heute ein Pub; seine Bauzeit wird dem späten 16. oder frühen 17. Jahrhundert zugeordnet. Hier treffen also frühere landwirtschaftliche Nutzung, eine lange Baugeschichte und die heutige Funktion als Gasthaus aufeinander. Wer sich für historische Gebäude interessiert, findet darin mehr als eine Datierung: Auch der Wechsel der Nutzung gehört zur Geschichte des Hauses.
St John the Baptist wurde 1838 erbaut und von R. D. Gould aus Barnstaple entworfen. Die Kirche gilt als typischer viktorianischer Kirchenbau. Sie steht neben dem Manor, etwa eine Viertelmeile vom Dorf entfernt. Diese Lagebeziehung und die eigene Bauzeit unterscheiden sie deutlich vom älteren Exeter Inn: Die beiden Gebäude stehen für verschiedene Epochen und Funktionen, statt dieselbe Art von Architektur zu zeigen.
Zu den markanten Einzelheiten der Kirche gehören sieben große Lanzettfenster. Der Begriff bezeichnet schmale Fenster mit einem spitz zulaufenden Abschluss. Hinzu kommt eine Orgel mit zwei Manualen, also zwei Spielklaviaturen. Fensterform und Orgel sind unterschiedliche Aspekte des Baus: Das eine prägt seine architektonische Gestaltung, das andere gehört zu seiner Ausstattung. Wer gern genauer auf Kirchenarchitektur achtet, kann an diesen Details den Blick über die allgemeine Einordnung als viktorianisches Gebäude hinaus richten.
Bei Chittlehamholt Manor fallen reich geschnitzte Giebelbretter und abgeschrägte Fenstererker aus Haustein auf. Giebelbretter sitzen am Dachgiebel; die geschnitzte Ausführung macht sie zu einem besonderen Bauteil der Fassade. Abgeschrägte Fenstererker treten aus der Wand hervor, während Haustein den sorgfältig bearbeiteten Stein bezeichnet. Zusammen mit den Fenstern der Kirche und der Geschichte des Exeter Inn ergeben sich verschiedene Anknüpfungspunkte, um Bauform, Material und frühere Nutzung auseinanderzuhalten.
Spaziergänge und Radfahren
Chittlehamholt ist mit malerischen Spaziergängen durch ruhiges ländliches Gebiet verbunden. Auch Radfahren auf ruhigen Landstraßen gehört zu den Möglichkeiten. Zu Fuß liegt der Schwerpunkt auf Wegen durch die Landschaft; mit dem Rad sind die Landstraßen der passende Rahmen.
Für die Reiseplanung lassen sich diese Interessen als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten: Wer sich vor allem für Baugeschichte interessiert, kann die beschriebenen Merkmale von Exeter Inn, Kirche und Manor in den Mittelpunkt stellen. Wer lieber draußen unterwegs ist, findet Spaziergänge und Radfahren als weitere Themen für den Aufenthalt. Chittlehamholt verbindet damit kulturelle und ländliche Aspekte, ohne dass daraus ein festgelegtes Programm entstehen muss. Bei der Suche nach einer Unterkunft können Sie den Ort danach auswählen, welcher dieser Schwerpunkte für Ihre Reise wichtiger ist.
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