Zum Inhalt

Kirche und Brücke

Das kulturelle Profil von Piddlehinton lässt sich an Bauwerken und archäologischen Landschaftsmerkmalen ablesen. Für einen Aufenthalt ergibt sich ein klarer Schwerpunkt: die Church of St Mary, eine auf 1834 datierte Straßenbrücke und Spuren der Feldnutzung bei Heaves Farm, Coombe Bottom und Dole's Hill Plantation. Die Beispiele unterscheiden sich in ihrer Form ebenso wie in ihrer zeitlichen Einordnung; sie verbinden gebaute Architektur mit Erdwerken und älteren Feldstrukturen.

Die Church of St Mary ist im Perpendicular-Stil erbaut und als Grade-I-Bauwerk denkmalgeschützt. Perpendicular bezeichnet eine englische Gotik, die durch eine betonte senkrechte Gliederung geprägt ist. Turm und südliches Seitenschiff stammen aus dem 15. Jahrhundert. Die Datierung betrifft konkret diese beiden Bauteile, nicht pauschal die gesamte Kirche. So ergänzen sich Stilbezeichnung, Schutzstatus und die Geschichte bestimmter Bauteile, ohne dass sie zu einer einzigen Aussage über das Baujahr zusammenfallen.

An der Rectory Road liegt die Bridge Over River Piddle, eine auf 1834 datierte Straßenbrücke. Sie erweitert das bauliche Thema um ein Beispiel historischer Infrastruktur. Im Vergleich zur Kirche ist hier nicht ein einzelner Gebäudeteil datiert: Die Jahresangabe bezieht sich auf die Brücke. Damit stehen zwei klar unterschiedliche Arten baulicher Geschichte nebeneinander, sakrale Architektur und Straßenbau.

Feldrelikte und Erdwerke

Westlich von Heaves Farm sind zwei geschwungene Einfriedungen und eine zugehörige Ansammlung von Gruben als Bewuchs- und Bodenmerkmale sichtbar. Das ebenfalls westlich gelegene, zeitgleiche Feldsystem umfasst mehr als 9,8 Hektar. Damit stehen einzelne Formen wie Einfriedungen und Gruben neben einer großflächigen Feldstruktur; die Flächenangabe bezieht sich auf das Feldsystem. Die Fläche beschreibt also das Feldsystem, nicht die einzelnen Einfriedungen oder Gruben.

Auf der Nordseite von Coombe Bottom sind parallele Lynchets als niedrige, erhaltene Erdwerke in LiDAR-Bildern sichtbar. Am östlichen Ende, unmittelbar westlich von East Farmhouse, sind sie am ausgedehntesten. Ihre Sichtbarkeit am Boden kann je nach Bewuchs und Landnutzung variieren. Auf beiden Seiten von Coombe Bottom sind außerdem Reste eines mittelalterlichen Feldsystems mit Streifenackerterrassen sichtbar. Die Lageangabe am East Farmhouse bezieht sich auf die Ausdehnung der Lynchets; die mittelalterliche Einordnung gehört zum Feldsystem mit den Terrassen.

Mit Dole's Hill Plantation ist ein bronzezeitliches Rundhügelgrab verbunden. Das erhaltene Erdwerk ist in LiDAR-Bildern sichtbar; am Boden kann seine Sichtbarkeit je nach Bewuchs und Landmanagement variieren.

Für die zeitliche Einordnung ergibt sich eine klare Spannweite: Das Rundhügelgrab ist bronzezeitlich, das Feldsystem bei Coombe Bottom mittelalterlich, Turm und südliches Seitenschiff der Kirche stammen aus dem 15. Jahrhundert, und die Brücke ist auf 1834 datiert. Die zeitliche Genauigkeit variiert dabei: Die Brücke ist auf ein einzelnes Jahr datiert, Turm und südliches Seitenschiff auf ein Jahrhundert; Bronzezeit und Mittelalter ordnen Rundhügelgrab und Feldsystem größeren Epochen zu.

Weitere Reiseziele entdecken: Weymouth, Hooke, Canford Magna, Lyme Regis, West Moors, Alton Pancras, Dorchester, Winterborne Stickland

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Dorset.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.