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Pentir vereint in der Themenauswahl römische Verkehrs- und Kirchengeschichte mit Parklandschaft, Gartenbau und historischen Gebäuden. Die Orte bringen unterschiedliche Maßstäbe zusammen: vom Verlauf durch ein Kirchspiel bis zum ummauerten Garten und zu einem einzelnen Mausoleum.

Römische Route und St Cedol

Die als Iter XI bekannte römische Straße verlief durch das Kirchspiel Pentir. Bei St Cedol verbindet sich eine besondere Widmung mit der Geschichte einer älteren Kirche: St Cedol ist die einzige Kirche in Wales, die diesem Heiligen geweiht ist. Auf dem Friedhof kennzeichnet eine niedrige Mauer die Überreste der ursprünglichen Kirche. Sie wurde während der Kriege unter Eduard I. von 1282 bis 1283 beschädigt. Widmung und Mauer geben dem Thema unterschiedliche historische Akzente: die Zuordnung der Kirche zu St Cedol und die Beschädigung ihres ursprünglichen Vorgängerbaus.

Faenol: Mausoleum und Landschaft

Das Faenol Mausoleum liegt am Coastal Path in Faenol Woods. Henry Kennedy entwarf und erbaute es 1855 im französisch-gotischen Stil. Das Mausoleum bringt eine Bauform des 19. Jahrhunderts in den Themenbogen ein. Davon unterscheidet sich Glan Faenol mit seinen zahlreichen Wegen durch verschiedene Waldgebiete und Parkland bis nahe an die Menai Strait. Dort gibt es außerdem ein Vogelversteck, von dem aus sich Vögel des Uferbereichs und der Waldgebiete beobachten lassen. So stehen ein einzelnes Bauwerk und die unterschiedlichen Landschaftsräume als eigene Schwerpunkte nebeneinander.

Park, Garten und Baugeschichte in Vaynol

Vaynol Park ist ein von Mauern umgebenes Küstenlandschaftsparkgelände an den Menai Straits. Im Zentrum befindet sich der Old Hall garden: ein gut erhaltenes, von Mauern eingefasstes und terrassiertes elisabethanisches Gartenareal. Park und Garten beschreiben verschiedene Maßstäbe; der Garten ist als umgrenzte, terrassierte Anlage innerhalb des Landschaftsparks eingeordnet.

Vaynol Old Hall ergänzt diese Gartengeschichte um die Entwicklung eines Gebäudes. Es scheint in der frühen bis mittleren Phase des 16. Jahrhunderts als zweiräumiges Haus mit seitlichem Schornstein errichtet worden zu sein. Seine heutige E-förmige Grundrissgestaltung erreichte es in der frühen bis mittleren Phase des 17. Jahrhunderts. Die frühe Raumaufteilung und die spätere E-Form stehen damit für zwei unterschiedliche Aspekte der Baugeschichte. Beim Mausoleum ist der Stil benannt, beim Old Hall die Entwicklung des Grundrisses. Die Kapelle in Vaynol enthält außerdem eine kleine Familiengruft.

Eine andere historische Form bei Ty'n-Llwyn

Der Bauernhof Ty'n-Llwyn ist von einer grob kreisförmigen oder ovalen Anordnung aus sechs aufrecht stehenden Steinen und zwei Hügeln umgeben. Anders als bei den Häusern von Vaynol geht es hier nicht um einen Grundriss oder eine Raumaufteilung, sondern um die Anordnung von Steinen und Hügeln. Das gibt der historischen Themenpalette eine weitere Form: Neben Kirchen, Häusern und Gartenanlagen steht eine markante Steinformation.

Auch zeitlich ergibt sich ein breiter Bogen: von der römischen Route und der Beschädigung der ursprünglichen Kirche 1282 bis 1283 über die Baugeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts bis zum Mausoleum von 1855. Diese zeitliche Einordnung hilft, die sehr unterschiedlichen Orte und Bauformen voneinander zu unterscheiden.

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