Criggion liegt an der Nordseite der Breiddon Hills; nördlich davon erstreckt sich die Überschwemmungsebene des River Severn. Am Fuß der Nordseite des Breidden Hill liegt die Church of St Michael and All Angels. Die Lage verbindet den Hangbezug der Kirche mit der Flussaue nördlich des Ortes. Für einen Aufenthalt bietet Criggion damit einen konkreten Schwerpunkt: Kirchenarchitektur in einer von Hügeln und Flussaue geprägten Landschaft. Hinzu kommen historische Themen aus Bahnverkehr und Funk. Wer bei der Reiseplanung neben der Landschaft auch Bau- und Technikgeschichte berücksichtigen möchte, findet hier mehrere konkrete Anknüpfungspunkte.
Die Church of St Michael and All Angels
Die Church of St Michael and All Angels ist ein denkmalgeschütztes Gebäude der Kategorie Grade II*. Sie stammt aus dem Jahr 1770 und besitzt einen Choranbau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts sowie eine Westempore aus dem Jahr 1840. So stehen der Ursprung der Kirche und zwei unterschiedlich datierte Bauteile nebeneinander: Für den Choranbau ist die Mitte des Jahrhunderts angegeben, für die Westempore ein genaues Jahr. Der Choranbau betrifft den Chorbereich; eine Westempore ist eine Galerie im westlichen Teil der Kirche. Diese Unterscheidung hilft, die genannten Bauteile und ihre zeitliche Einordnung auseinanderzuhalten. Für Architekturinteressierte ergibt sich so ein präziser Blick auf den Bau.
Natur und Wege
Criggion Quarry liegt innerhalb des Breidden Hills Site of Special Scientific Interest (SSSI), das vor allem wegen seltener Flora und ungewöhnlicher saurer Graslandlebensräume ausgewiesen wurde. Einen anderen Schwerpunkt bilden Breidden Forest und Breidden Hill: Dort gibt es ein großes Netz öffentlicher Wegerechte, das an die umliegende Landschaft anschließt, sowie einen öffentlichen Parkplatz. Beim SSSI stehen die Schutzgründe im Vordergrund, während das Wegenetz die Verbindung zur Landschaft beschreibt. Betrieb und Zugang am Steinbruch sowie Wegzustand, Einrichtungen und Zugangsregelungen in Breidden Forest und Breidden Hill können sich ändern. Prüfen Sie die jeweiligen Bedingungen vor einem Besuch oder einer Wanderung.
Bahn- und Funkgeschichte
Die Shropshire and Montgomeryshire Light Railway hatte eine Zweigstrecke nach Criggion. Diese wurde am 21. Februar 1912 für den Mineralverkehr und am 27. Juli 1912 für den Personenverkehr wiedereröffnet. Der Abstand von gut fünf Monaten macht den gestaffelten Ablauf deutlich: Zuerst kehrte der Mineralverkehr zurück, später folgte der Personenverkehr. Die beiden Termine markieren unterschiedliche Zwecke derselben historischen Bahnverbindung.
Criggion Radio wurde 1940 als Reaktion darauf eingerichtet, dass der VLF-Sender in Rugby keine Reserveanlage hatte. Die Anlage bot weltweit Funkabdeckung im Very-Low-Frequency-Bereich für Schiffe und U-Boote. Very Low Frequency (VLF) bezeichnet einen sehr niedrigen Frequenzbereich: Der Ausdruck beschreibt die Funktechnik, die weltweite Abdeckung ihre Reichweite. Bahn und Funk zeigen zwei unterschiedliche technische Bezüge Criggions – eine historische Verkehrsverbindung nach Criggion und weltweite maritime Funkkommunikation.
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