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In Walsall stehen Kunstsammlung, Baugeschichte, Markttradition und Kanalgeschichte als unterschiedliche Themen nebeneinander. Für die Planung eines Aufenthalts hilft eine Schwerpunktfrage: Soll der Besuch vor allem Kunst, Architektur oder eine lange Stadttradition in den Mittelpunkt stellen? Das Walsall Arboretum ergänzt diese Kulturthemen um einen großflächigen Ort.

Kunstsammlung und Schenkungsgeschichte

Die permanente Sammlung der New Art Gallery Walsall umfasst über 3.500 Werke, die seit 1892 zusammengetragen wurden. Umfang und Beginn des Aufbaus geben zwei unterschiedliche Orientierungen: die Größe des Bestands und den Anfang seiner Sammlungsgeschichte. Ein weiterer, konkret datierter Moment ist die Schenkung der Garman Ryan Collection: Kathleen Garman schenkte sie Walsall 1973. Die beiden Daten markieren unterschiedliche Perspektiven auf Walsalls Kunstgeschichte – den Beginn eines dauerhaften Sammlungsaufbaus und ein einzelnes Geschenk. Für Kunstinteressierte ergibt sich damit ein zeitlicher Rahmen vom späten 19. Jahrhundert bis 1973.

Baugeschichte in mehreren Zeitlagen

Church of St Matthew bringt mehrere Bauphasen zusammen. Die Kirche wurde 1820–21 von Francis Goodwin neu errichtet; ihr Chor stammt aus dem späten 15. Jahrhundert. Unter dem westlichen Ende des Chors liegt eine Krypta aus dem späten 13. Jahrhundert. Sie umfasst zwei Joche eines vierteiligen Gewölbes und zwei Lanzettfenster. Östlich davon befindet sich eine weitere Krypta aus dem 15. Jahrhundert, die tonnengewölbt ist. Die beiden Räume unterscheiden sich nach Lage, Datierung und Gewölbeform. Die Bauphasen reichen damit vom späten 13. Jahrhundert über das 15. Jahrhundert bis zur Neuerrichtung 1820–21.

Das Guildhall setzt einen späteren architektonischen Vergleichspunkt. G. B. Nichols errichtete das Sandsteingebäude 1867 im klassizistischen Stil. Im Vergleich zu den mittelalterlichen Bauphasen von St Matthew gehört es in eine deutlich spätere Epoche. So lassen sich in Walsalls Architekturgeschichte mittelalterliche Bauteile und ein Bau des 19. Jahrhunderts zeitlich auseinanderhalten.

Kanal, Markt und Arboretum

Der Walsall Canal verläuft über sieben Meilen von Ryders Green Junction bis Walsall Town Wharf. Länge und Endpunkte geben dem Kanalthema einen anderen Maßstab als die Datierungen der Bauwerke: Hier steht eine Strecke zwischen zwei benannten Orten im Vordergrund. Zur Kanalgeschichte gehört auch die Schleuse Walsall Junction Canal Southern Lock Walsall Locks am Walsall Junction Canal, die 1841 gebaut wurde. So stehen eine benannte Strecke und ein datiertes Schleusenbauwerk für unterschiedliche Aspekte der Kanalgeschichte.

Seit etwa 1220 findet in der High Street in Walsall ein Markt statt, der weiterhin eine beliebte Attraktion ist. Seine Geschichte unterscheidet sich damit von der der Bauwerke: Sie ist an eine fortbestehende Tradition und nicht allein an ein Baujahr gebunden. Für Reisende mit Interesse an Kulturgeschichte ergänzt der Markt die Baugeschichte um eine weitere Perspektive auf Walsall.

Das Walsall Arboretum erstreckt sich über 170 Acres. Damit ergänzt es die einzelnen Bauwerke und kulturellen Themen um einen großflächigen Ort.

Praktischer Hinweis

Das Walsall Leather Museum ist vorübergehend geschlossen. Berücksichtigen Sie das, wenn Sie einen Aufenthalt mit Museumsbesuchen planen, und prüfen Sie den Status vor Ihrer Anreise erneut.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Walsall.

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