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Ein konkreter historischer Zusammenhang prägt Wormleighton: Der Oxford Canal nimmt einen Teil des östlichen Arms des mittelalterlichen Gutshofgrabens ein. Zusammen mit der heutigen Pfarrkirche, der mittelalterlichen Siedlung und mehreren historischen Gebäuden bietet der Ort Ansatzpunkte für einen Aufenthalt mit Interesse an Baukunst und Ortsgeschichte. Die Beispiele reichen von der Chorschranke in der Church of St Peter bis zu einer Kanalbrücke aus dem späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert.

Kirche, Herrenhaus und Bauernhaus

Die Church of St Peter enthält eine qualitätvolle Chorschranke aus dem 15. oder frühen 16. Jahrhundert. Ihre sieben Felder sind aufwendig mit Maßwerk verziert und profiliert. Eine Chorschranke gliedert den Bereich des Chors im Kirchenraum; hier geben die Zahl der Felder und ihre Ausarbeitung ein konkretes architektonisches Detail vor. Die Kirche ist üblicherweise während der Tageslichtstunden geöffnet. Prüfen Sie vor dem Besuch, ob sie zu Ihrem Termin zugänglich ist.

Wormleighton Manor House wurde um 1512 für John Spencer erbaut und ist als Bauwerk Grade II* eingestuft. Church Farm House ergänzt die Baugeschichte um ein späteres Beispiel: Das Bauernhaus stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert, besteht aus regelmäßig geschichtetem Eisenstein und war wahrscheinlich früher Teil eines Stalltrakts.

Auch ein zeitlicher Vergleich lässt sich ziehen: Die Chorschranke stammt aus dem 15. oder frühen 16. Jahrhundert, das Herrenhaus aus der Zeit um 1512, das Bauernhaus aus dem frühen 17. Jahrhundert und die Kanalbrücke aus dem späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert. Die Einstufungen unterscheiden sich ebenfalls: Das Herrenhaus ist Grade II*, die Brücke Grade II. So können Sie Bauzeiten und Schutzkategorien als zwei unterschiedliche Aspekte der Ortsgeschichte betrachten.

Die mittelalterliche Siedlung und der Kanal

Die mittelalterliche Siedlung Wormleightons umfasst verschüttete und als Erdwerke erhaltene Überreste einer umgrenzten Gutshofanlage mit Wassergraben. Sie liegt an nach Süden ausgerichteten Hängen unterhalb der heutigen Pfarrkirche. Damit stehen Kirche und Siedlungsareal in einer klaren topografischen Beziehung: Die Pfarrkirche liegt oberhalb, die mittelalterlichen Spuren befinden sich an den Hängen darunter.

Der Bezug zum Oxford Canal ist dabei besonders konkret. Ein Teil des östlichen Arms des Gutshofgrabens wird vom Kanal eingenommen. Wer sich für die Entwicklung historischer Siedlungen interessiert, kann so die Lage der Anlage, ihre als Erdwerke erhaltenen Überreste und den heutigen Verlauf des Wasserwegs zusammen betrachten. Dabei handelt es sich um verschiedene Elemente der Ortsgeschichte, nicht um ein einziges Bauwerk.

Kanalbrücke und Wanderroute

Die Brücke Nummer 133 am Oxford Canal ist eine bucklige Kanalbrücke aus dem späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert. Zu ihren Merkmalen gehören rotes Ziegelmauerwerk im englischen Verband, eine flach abgedeckte Steinbrüstung und ein Segmentbogen mit vorspringender Ziegellage. Im Vergleich zur Chorschranke und zum Herrenhaus rückt hier ein späteres Bauwerk mit einer eigenen Kombination aus Ziegel- und Steinarbeiten in den Blick.

Der d’Arcy Dalton Way beginnt in Wormleighton am Treidelpfad des Oxford Canal. Damit kommt zu den Themen Architektur und Siedlungsgeschichte ein eigenständiger Wanderbezug hinzu. Wenn Sie Wandern in Ihren Aufenthalt einbeziehen möchten, ist dieser Routenanfang ein weiterer Anknüpfungspunkt neben den historischen Bauwerken.

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